Einmalzahlungen optimal für die Geldanlage nutzen

Einmalzahlungen sind für Arbeitnehmer sehr erfreulich. Sollten Sie zu den Glücklichen gehören, können Sie z. B. Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld dafür verwenden, sich und Ihren Lieben etwas zu gönnen.

Allerdings eignen sich diese Zahlungen auch perfekt für eine einmalige Geldanlage.

Wir zeigen Ihnen die Vorteile einer Einmalanlage und stellen Anlageformen vor, die sich für einen Einmalbetrag anbieten.
 

Inhalt

Was spricht für eine Einmalanlage?

Mit Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld erhalten Sie zusätzlich zu Ihrem monatlichen Gehalt eine Extrazahlung, die hoch ausfallen kann: Sie können den erhaltenen Betrag natürlich direkt zur Finanzierung des Urlaubs oder der Weihnachtsgeschenke verwenden. Wollen Sie allerdings nicht alles auf einmal ausgeben, gibt’s für das Geld weitere Alternativen, statt es einfach auf dem Girokonto liegen zu lassen.

Wenn Sie langfristig viel von Ihrer Einmalzahlung haben möchten, sollten Sie Ihr Geld ganz oder in Teilen anlegen. 

Für die Einmalanlage bieten sich an:

  • Sparkonten für Tagesgeld oder Festgeld 
  • Klassische Anlagen am Kapitalmarkt in Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen bzw. in Sachwerte wie Immobilien oder Rohstoffe  

Bei der Einzahlung auf ein Sparkonto haben Sie folgenden Hauptvorteil: Die komplette Einmalanlage wird sofort verzinst. Daraus ergibt sich möglicherweise eine schnelle Rendite. 

Bei der Anlage am Kapitalmarkt profitieren Sie von diesen Vorteilen:

  • Sie haben die Chance auf höhere Renditen als auf einem Sparkonto.
  • Sie bauen sich eine individuelle Altersvorsorge durch finanzielle Rücklagen auf. 
     

Muss ich Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld versteuern?

Kurz gesagt: Ja, das Urlaubsgeld oder das Weihnachtsgeld müssen Sie versteuern. Bei Einmalzahlungen wie diesen handelt es sich um ein zusätzliches Arbeitsentgelt, das Ihr Arbeitgeber Ihnen zu einem besonderen Anlass zahlt. Man spricht auch von einer Gratifikation oder Sonderzahlung. Weil alle finanziellen Leistungen des Arbeitgebers der Besteuerung unterliegen, muss auch das Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld wie Ihr Gehalt versteuert werden.

Wichtig: In dem Monat, in dem die Zahlung mit Ihrem Lohn auf Ihrem Konto eintrifft, steigt auch Ihr individueller Steuersatz – schließlich haben Sie mehr Einkommen erhalten. Im Klartext heißt das, dass höhere Abzüge beispielsweise bei Kirchen- und Lohnsteuer fällig werden. 
 

Notreserve Tagesgeld

Bevor Sie Ihr Geld fest anlegen, sollten Sie eine Notreserve bilden. Sie dient als finanzieller Sicherheitsanker für unerwartete Ausgaben. Als Faustregel gelten drei bis vier Netto-Monatsgehälter – je nachdem, wie hoch Ihr Bedürfnis nach Sicherheit ist. Bei größeren Geldanlagen oder einem schwankenden Einkommen kann es sinnvoll sein, eine höhere Reserve einzuplanen.

Die Notreserve ist damit der sichere Teil Ihrer Gesamtanlage, während Sie den übrigen Betrag – je nach Risikobereitschaft – stärker in renditestärkere, risikoreichere Bausteine investieren können (Stichwort Asset Allocation: risikobehaftet vs. risikoarm).

Der optimale Aufbewahrungsort für diese Reserve ist ein Tagesgeldkonto. Die Vorteile: Auf dem Tagesgeldkonto haben Sie ein geringeres Risiko. Ihre Reserve wird mit einem variablen Satz    verzinst. Sie können jederzeit über das Geld verfügen und somit Ihren individuellen Plänen entsprechend flexibel agieren. 

Ein Nachteil von Tagesgeld ist zwar, dass es nach anfänglich hohem Aktionszins meist nur noch einen niedrigen, variablen Zinssatz bringt. Allerdings nimmt es in Ihrem Portfolio ja auch die Rolle eines Sicherheitsankers ein. Für das Erzielen von Renditen gibt es andere Investmentoptionen, die aber auch ein höheres Risiko bergen als Tagesgeld.  
 

Mittel- bis langfristige Geldanlage

Haben Sie eine Reserve gebildet, können Sie über eine mittel- bis langfristige Geldanlage nachdenken, z. B. auf einem  Festgeldkonto.

Außerdem können Sie auch am Kapitalmarkt Geld investieren, und zwar in

  • Wertpapiere wie Aktien, Fonds, ETFs oder Anleihen
  • Sachwerte wie Rohstoffe oder Immobilien

Gerade wenn Sie einen größeren Betrag zur Verfügung haben, sollten Sie in verschiedene Anlageformen investieren. Damit erzielen Sie eine größtmögliche Risikostreuung. 
 

Festgeld

Beim Festgeld legt man das Geld für einen bestimmten Zeitraum zu einem festen, garantierten Zinssatz an. Der Vorteil ist eine gewisse Planungssicherheit: Sie wissen nämlich genau, wieviel Geld am Ende herauskommt – mit dem Nachteil, dass das Geld während des festgelegten Zeitraums für Sie nicht verfügbar ist.

Trotzdem bleiben Sie bei 1822direkt flexibel, denn Sie können 3 bis 24 Monate Laufzeit wählen.
 

Wertpapiere

Der Vorteil von Wertpapieren: Bei gutem Kursverlauf können Sie höhere Gewinne als mit anderen Anlageformen erzielen.

Die Nachteile:

  • Bei ungünstigem Kursverlauf müssen Sie gegebenenfalls Verluste in Kauf nehmen.
  • Sie kennen die Rendite nicht im Voraus (im Gegensatz zu Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto).
  • Es fallen Kosten für Kauf und Verwaltung an. 

Voraussetzung für den Wertpapierhandel: ein Depot

Eröffnen Sie einfach ein kostenloses Wertpapierdepot bei 1822direkt und investieren Sie die Sonderzahlung in Aktien, ETFs oder Investmentfonds.

Das wichtigste Prinzip ist: Aktien und ETFs sollten als langfristige Anlagen betrachtet werden, in die Sie Ihr Geld für mehrere Jahre investieren. Ihr Wertpapierdepot dient Ihren Geldanlagen als Verwahrort, und Sie können mit einem passenden Wertpapier-Sparplan auch monatlich Geld investieren.
 

Aktien und Investmentfonds

Aktien und Investmentfonds eignen sich für einen langen Anlagehorizont. Mit Aktien investieren Sie in ein Unternehmen, indem Sie Anteile erwerben. Der Aktienkurs wird an der Börse bestimmt. Zusätzlich können Sie von ausgeschütteten Dividenden profitieren.

In welcher Form Sie ein solches Investment tätigen, hängt von Ihrer Erfahrung und Ihrem Sicherheitsbedürfnis ab.

  • Einzeltitel bieten höhere Renditechancen, aber auch ein gesteigertes Risiko, z. B. bei Kursverlusten
  • ETFs (börsengehandelte Indexfonds) bieten eine breitere Diversifikation, da sie die Wertpapiere verschiedener Unternehmen abbilden. So können die Verluste von Unternehmen durch die Gewinne anderer ausgeglichen werden.
  • Fonds nehmen gerade Einsteigern einen Teil der Arbeit ab, da sie aktiv gemanagt werden. Das Fondsmanagement aktualisiert das Portfolio, wenn es die Notwendigkeit dazu sieht.     Die Wertentwicklung ist von den Entscheidungen des Fondsmanagement abhängig.

Aktien, ETFs und offene Investmentfonds    können flexibel an der Börse gehandelt werden. können in der Regel flexibel an der Börse gehandelt werden; je nach Börsenzeiten und Ausgestaltung des Produkts kann es jedoch zu Einschränkungen kommen, zum Beispiel bei bestimmten Immobilienfonds.
 

Indexfonds (ETFs)

ETFs sind eine bestimmte Form der Investmentfonds. Sie bilden einen Börsenindex nach, z. B. den deutschen Aktienindex (DAX). Steigt der Index, steigen automatisch auch die ETFs.

Börsengehandelte Indexfonds bieten eine breite Streuung in Einzelwerte und hohe Transparenz: Sie setzen sich aus denselben Aktien zusammen wie der dazugehörige Index. Diesem folgen ETFs automatisiert. Dadurch sind die Gebühren meist geringer als bei aktiv gemanagten Fonds.
Aufgrund der passiven Verwaltung ergibt sich keine Steuerungsfunktion, z. B. bei negativer Entwicklung.    

Gerade deshalb eignen sich ETFs vor allem für einen längeren Anlagehorizont – so können zwischenzeitliche negative Entwicklungen, Marktphasen oder Krisen besser „ausgesessen“ werden.

Indexfonds werden an der Börse gehandelt. Zu den Börsenzeiten können Sie ETFs transparent zum aktuellen Kurs kaufen und verkaufen.
 

Anleihen

Anleihen sind verzinsliche Wertpapiere. Sie leihen dem Herausgeber (Emittenten) Ihr Geld für einen festgelegten Zeitraum und sind mit einer festen oder variablen Verzinsung ausgestattet. Nach den Laufzeitenden erhalten Sie Ihr Geld samt der erwirtschafteten Zinsen zurück.

Das Risiko von Anleihen wird u. a. durch die Bonität der Emittenten bestimmt.

Anleihen werden an der Börse gehandelt und können zu den Börsenzeiten gekauft oder verkauft werden.
 

Offene Immobilienfonds

Mit offenen Immobilienfonds können Sie in Immobilienportfolios (meist Gewerbeimmobilien) investieren und diese Fonds eignen sich zur Diversifizierung der Geldanlage. Sie bieten Anlegern Chancen auf eine Wertsteigerung der Immobilien und regelmäßige Mieteinnahmen. 

Haupt-Risiken dieser Investment-Option sind der Mietausfall (z. B. bei Leerstand) sowie Bewertungen der Immobilien durch Einflüsse wie Zinsentwicklungen.   

Gut zu wissen: Meist besteht eine Rückgabefrist für Anteile.
 

Rohstoffe – Gold, Silber und Platin

Edelmetalle in Form von Münzen oder Barren eignen sich zur Diversifizierung der Geldanlage, bringen allerdings keine Zinsen oder Dividenden. Stattdessen ergeben sich Gewinne allein durch Kurssteigerungen.

Wichtig zu wissen: Bei dieser Form der Geldanlage bestehen nicht nur Kursrisiken, sondern auch ein Währungsrisiko, weil Edelmetalle oft in Dollar notiert werden. Und insbesondere beim Kauf von kleinen Barren oder Münzen ist das Agio (Aufschlag auf den reinen Materialwert) zu beachten.
 

Wichtiger Hinweis

Die Darstellung dient ausschließlich Ihrer Information und stellt weder eine persönliche Empfehlung als Teil einer Anlageberatung noch eine Finanzanalyse dar. Bei den dargestellten Produktinformationen handelt es sich um Angaben des Emittenten. Die 1822direkt und die Frankfurter Sparkasse übernehmen für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Angemessenheit dieser Daten keine Gewähr. Detaillierte Informationen zum Produkt sind den jeweils gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen (z.B. Verkaufsprospekt, Basisinformationsblatt, Jahres- und Halbjahresberichte) zu entnehmen, die beim Emittenten angefordert werden können.

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