Langfristig gesehen kann man mit Aktien die höchsten Durchschnittsrenditen erzielen – verglichen mit den anderen gängigen Anlageformen. Mit einem Tagesgeld-Konto gleicht man zum Beispiel oft nur die Inflation aus. Geldanlagen in Aktien bieten hingegen eine Chance auf höhere Renditen.
Ein einfaches Beispiel: Langfristige Aktienindizes wie der MSCI World oder der DAX weisen über Jahrzehnte eine durchschnittliche Rendite von 6 bis 8 % pro Jahr auf – abhängig von Faktoren wie dem Betrachtungszeitraum, der Indexversion, den Kosten und dem Ein- und Ausstieg.
Aber wie fängt man mit Aktien an? Ist der Aktienkauf für Anfänger nicht riskant? In diesem Ratgeber geben wir Antworten auf die wichtigsten Fragen und liefern eine Schritt-für-Schritt-Anleitung rund um den Kauf der ersten Aktie.
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Grundverständnis: Was sind Aktien überhaupt?
Aktien sind Anteile an einem Unternehmen. Genauer gesagt, an einer Aktiengesellschaft (kurz: AG). Tätigen Sie einen Aktienkauf an einem Unternehmen, stellen Sie ihm Ihr Kapital zur Verfügung. Mit anderen Worten: Wer eine Aktie kauft, wird zum Miteigentümer. Aktionäre besitzen demnach nicht nur kleine Anteile, sondern tragen auch einen Teil zum Erfolg des Unternehmens bei.
Aktien werden an der Börse gehandelt. Dort bestimmt sich der sogenannte Aktienkurs. In unserem Ratgeberartikel „Wie funktioniert die Börse und der Aktienhandel?“ geben wir einen tieferen Einblick in dieses Thema. Wichtig ist: Aktienkurse können schwanken. Doch wer langfristig investiert, gleicht diese Kursbewegungen normalerweise aus. Trotzdem sollten Sie die Entwicklung der Unternehmen, in die Sie investiert haben, immer im Blick behalten: Ein rechtzeitiger Verkauf kann durchaus sinnvoll sein, um größere Verluste gering zu halten.
Einzelaktien
Wer sich intensiv mit Finanzmärkten auseinandersetzt und über die Chancen und Risiken einer Anlage in Einzelaktien Bescheid weiß, kann gezielt in bestimmte Unternehmen investieren. Ist das Unternehmen erfolgreich, kann man dann beispielsweise von steigenden Kursen und Dividendenausschüttungen profitieren. Dividenden sind Gewinnbeteiligungen, die regelmäßig ausgeschüttet werden. Aktionäre haben in den meisten Fällen außerdem ein Mitbestimmungsrecht auf der jährlichen Aktionärsversammlung. Achtung: Es gibt Ausnahmen. So enthalten Vorzugsaktien beispielsweise meist kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung.
Was ist der Hauptunterschied zwischen Aktien und Fonds oder ETFs?
Der Hauptunterschied zwischen Aktien und Fonds bzw. ETFs ist, dass letztere viele verschiedene Aktien und andere Wertpapiere in einem einzelnen Investment bündeln. Der Vorteil: Das Risiko wird gestreut. Fonds werden aktiv gemanagt, ETFs werden passiv gemanagt und folgen in der Regel automatisiert einem Index. Gerade für Einsteiger, die nicht jede einzelne Aktie selbst auswählen möchten, können Fonds und ETFs eine gute Alternative sein.
Wie viel Geld sollte man als Anfänger in Aktien investieren?
Generell gilt: Investieren Sie in Aktien nur Geld, auf das Sie im Zweifelsfall auch verzichten können. Anders gesagt: Sie sollten zunächst einen Notgroschen bilden, mit dem Sie auch unvorhergesehene Ausgaben abdecken können. So sind Sie nicht irgendwann gezwungen, die Aktien zu ungünstigen Marktbedingungen zu verkaufen.
Bestimmen Sie Anlageziel und Zeithorizont
Die Anlagen sollten immer zu Ihren Zielen und Ihrer Risikobereitschaft passen. Darum sollten Sie vorab immer erst Ihr Anlageziel und Ihren Zeithorizont bestimmen sowie Ihren Risikotyp kennen.
Tipp: Breit streuen
Die beste Versicherung gegen Verluste ist eine breite Streuung – also die Investition in verschiedene Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Regionen. Wer alles auf eine einzige Aktie setzt, erhöht das Risiko unnötig. Wer sein Geld in unterschiedliche Aktien investiert, nutzt oft den allgemeinen Aufwärtstrend: Die Chance auf Gewinne steigt mit der Streuung des Anlagebetrages in mehrere Aktien. Das Risiko gegenüber der Anlage in eine einzelne Aktie wird deutlich reduziert. […]
Warum Aktienfonds eine gute Alternative sind
Wer auf unterschiedliche Aktien aus verschiedenen Branchen oder Ländern setzt, minimiert die Risiken. Das Problem: Viele private Anleger kommen hier schnell an ihre Grenzen: Die verfügbare Anlagesumme reicht einfach nicht, um eine entsprechende Menge an Aktien zu kaufen.
Aktienfonds bieten hier den Ausweg: Sie kaufen Anteile am Fonds in der zu Ihnen passenden Größenordnung. […] Der Fonds wiederum investiert in Aktien aus der ganzen Welt bzw. Europa oder bildet einen Aktien-Index nach. Sie können dadurch selbst mit einem kleineren Betrag in Dutzende oder sogar Hunderte unterschiedlicher Aktien investieren. Dadurch profitieren Sie von der Risikostreuung. […]
Ein weiterer Vorteil von Fonds gegenüber einzelnen Aktien: Sie müssen sich nicht selbst mit der Auswahl beschäftigen. Denn die richtigen Aktien für das eigene Depot zu finden, kann aufwendig und schwierig sein. Wer Fondsanteile kauft, überlässt diese anspruchsvolle Arbeit den Fondsmanagern, die über entsprechendes Fachwissen und Erfahrung verfügen.
Tipp: Fonds im Fokus
Mit unseren Fonds im Fokus schaffen Sie eine Basis für Ihr Investment und investieren gezielt in Trends oder Themen. Sie erhalten bis zu 100 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.
Eine Möglichkeit: ETFs
Besonders viele Anleger greifen zu Indexfonds (ETFs). Das sind Fonds, die einen Index nachbilden, wie etwa den Deutschen Aktienindex DAX. Bei solchen Fonds sind die Gebühren und Aufschläge niedriger. Warum ETFs gerade für Einsteiger gut geeignet sind, lesen Sie in unserem Ratgeberartikel „ETFs für Anfänger“.
Schritt für Schritt: Fahrplan für die erste Aktie
Wer jetzt neugierig geworden ist und einen Versuch mit Aktien starten will, findet hier einen ausführlichen Fahrplan für den ersten Aktienkauf:
Schritt 1:
Als 1822direkt-Kunde können Sie im Bereich „Online-Banking“ Ihr persönliches Musterdepot oder Ihre Watchlist eröffnen. Hier sammeln Sie die Werte, die Sie interessant finden – wie in einem echten Depot, aber es fließt kein Geld.
Sie beobachten in Ruhe, wie sich die Kurse entwickeln. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, ob Ihre ersten Aktien-Entscheidungen richtig oder falsch sind und wie Gewinne oder Verluste entstehen.
Schritt 2: Spielregeln festlegen
Wenn Sie sich mit Ihrem Musterdepot ohne Geld ausgetobt haben und verstehen, wie schnell Sie mit Aktien Geld verdienen bzw. verlieren können, wird es Zeit ernst zu machen. Wichtig ist zunächst, dass Sie sich selbst Spielregeln setzen, an die Sie sich unbedingt halten. Dazu gehören etwa diese Punkte:
Wie viel Geld wollen Sie in Aktien investieren?
Welcher Anlegertyp sind Sie: Risikobereit oder auf Sicherheit bedacht?
Welche Renditeziele wollen Sie erreichen?
Schritt 3: Depot eröffnen
Jetzt eröffnen Sie ein Depot bei der 1822direkt. Das Depot ermöglicht Ihnen, online Aktien zu kaufen und wieder zu verkaufen.
Schritt 4: Ihr erster Kauf
Wenn der Moment gekommen ist, an dem Sie Ihre erste Aktie kaufen, rufen Sie im Online-Banking die Kaufmaske auf. Hier machen Sie ein paar Angaben, die nur auf den ersten Blick etwas verwirrend sind. Im Prinzip ist es ganz einfach:
Sie suchen die Aktie und geben dazu im Suchfeld das jeweilige Stichwort ein. Wenn Sie sich bereits informiert haben, kennen Sie auch die ISIN (Internationale Wertpapierkennnummer) oder WKN (Deutsche Wertpapierkennnummer) der Aktie, um sofort fündig zu werden.
Anschließend wählen Sie den Handelsplatz aus, an dem Ihre Aktie gekauft wird. Hier ist es meist sinnvoll, sich an der Börse zu orientieren, die den größten Umsatz verzeichnet. Oft sind das die großen Börsen.
Natürlich müssen Sie auch angeben, wie viele Aktien bzw. für welchen Betrag (bei Aktiensparplänen) Sie kaufen wollen.
Dann kommt die Frage nach dem Limit: Ob ein Limit nötig ist oder nicht, müssen Sie mit Hinblick auf Ihr Vorhaben entscheiden.
Entscheiden Sie sich für ein Limit, geben Sie hier an, zu welchem Maximalkurs Sie Ihre Aktie erwerben wollen.
Je nach Vorhaben können Sie hier auch die Option „billigst“ (Markt-Order) anklicken. Damit legen Sie fest, dass die Aktie zum nächstmöglichen Kurs gekauft wird.
Schließlich geben Sie an, wie lange Ihre Kauforder gültig ist. Möglich sind Gültigkeiten bis Ende des Tages oder Monats. Alternativ können Sie auch selbst ein Datum festlegen
Nach Eingabe einer TAN ist Ihre erste Auftragserteilung erfolgreich erledigt. Kurze Zeit später erscheint die Aktie in Ihrem Depot. Sie können nun gespannt verfolgen, wie sich der Kurs verändert und der Wert Ihres Depots steigt oder fällt.
So einfach ist es. Und wenn bereits beim ersten Mal ein Gewinn herausspringt: Garantiert unvergesslich!
Ordertypen verstehen
Ordertyp
Erklärung
Vorteile
Nachteile
Markt-Order
Der Kauf oder Verkauf wird zum nächsten verfügbaren Preis an der gewählten Börse ausgeführt.
Schnelle und hohe Ausführungswahrscheinlichkeit.
Bei starken Kursschwankungen kann der tatsächliche Ausführungskurs deutlich abweichen („Slippage“).
Limit-Order
Kauf oder Verkauf zu einem Maximal-/Mindestpreis oder darunter/darüber.
Stellt sicher, dass ein Kauf /Verkauf nicht oberhalb /unterhalb eines Kurses ausgeführt wird.
Die Order wird eventuell nicht oder nur teilweise ausgeführt, wenn der gesetzte Kurs nicht erreicht wird bzw. kein ausreichendes Angebot/Nachfrage zum gesetzten Kurs verfügbar
Stop-Order
Wird aktiviert, wenn ein bestimmter Kurs erreicht bzw. überschritten (Kauf) oder unterschritten (Verkauf) wird. Nach Aktivierung, Ausführung als Markt-Order
Möglichkeit zur Begrenzung der Mitnahme von negativen Kursverläufen bzw. Nutzung von z. B. Kursverbesserungen zum Einstieg.
Im Falle von starken Kursschwankungen kann der tatsächliche Ausführungskurs bei Aktivierung der Markt-Order deutlich abweichen.
Stop-Limit-Order
Wird aktiviert, wenn ein bestimmter Kurs erreicht, bzw. überschritten (Kauf) oder unterschritten (Verkauf) wird. Nach Aktivierung,, Wandel in eine Limit-Order.
Möglichkeit zur Begrenzung der Mitnahme von negativen Kursverläufen bzw. Nutzung von z. B. Kursverbesserungen zum Einstieg in Kombination mit einer Limit-Order.
Es kann z. B. bei starken Kursschwankungen dazu kommen, dass die Limit-Order nach Aktivierung durch Unter- bzw. Überschreiten des Limits nicht mehr ausgeführt wird
Trailing-Stop-Order
Der gesetzte „Stop“ der Order kann sich in Abhängigkeit des künftigen Kurses sowie gesetzter Vorgaben nach unten (Kauf) oder nach oben (Verkauf) anpassen. Nach Aktivierung, Ausführung als Markt-Order.
Sicherung von günstigeren Einstiegskursen sowie Gewinnen mit gegebenenfalls weniger Marktbeobachtung möglich.
Bei kurzfristigen Kursschwankungen kann der „Stop“ zu früh ausgelöst werden.
One cancels the other Order (OCO-Order)
Kombination aus einer Limit- und einer Stop- bzw. Stop-Limit-Order. Bei Ausführung einer Order wird die andere automatisch gelöscht.
Absicherung in zwei Richtungen mit ggf. weniger Beobachtung möglich.
Komplexer Ordertyp, der bei fehlendem Verständnis zu fehlerhafter Auftragseingabe führen kann.
Regelmäßig investieren: Sparpläne für Aktien
Aktien- Sparpläne sind eine Anlagemöglichkeit, mit denen Einsteiger Risiken minimieren. Einmal eingerichtet, funktionieren sie per Autopilot. Das ist auch schon mit kleineren Anlagebeträgen, ab 25 € monatlich möglich.
So funktioniert es
Bei einem Sparplan investieren Sie nicht auf einen Schlag einen größeren Betrag. Sie kaufen regelmäßig – zum Beispiel monatlich – für einen festgelegten Betrag Anteile von Aktien. Das funktioniert automatisch wie ein Dauerauftrag: Sie richten den Sparplan einmal ein, geben dazu den gewünschten monatlichen Investitionsbetrag ein sowie die Wertpapiere oder die Fonds, in die Sie investieren wollen. Dann werden monatlich zu einem Stichtag für diesen Betrag Anteile gekauft.
Die Voraussetzung für eine Teilnahme am Aktienhandel ist ein bestehendes Wertpapierdepot.
Bei 1822direkt haben Sie eine Auswahl an Aktien von ca. 1.400 verschiedenen Unternehmen. In unseren Aktiensparplänen finden Sie eine Gesamtliste aller verfügbaren Aktiensparpläne und die jeweilige Indexzugehörigkeit.
Ist das Investment in einen Aktiensparplan sinnvoll?
Aktiensparpläne sind für alle interessant, die mit ihrer Anlage hohe Renditen erzielen und an Dividenden beteiligt sein wollen. Aber auch Einsteiger sollten sich diese Sparpläne genauer ansehen. Sie sind ein guter Weg, um sich auch mit wenig Börsenerfahrung an das Thema heranzutasten.
Aktionäre haben Anspruch auf einen Anteil am Gewinn eines Unternehmens, auch Dividende genannt. Die Dividenden werden pro Aktie ausgezahlt und machen einen großen Teil der möglichen Rendite aus. Dennoch: Eine Dividende ist dem Aktionär nicht garantiert. Zudem hat man als Aktienbesitzer bei Kapitalerhöhungen ein Bezugsrecht sowie in der Regel ein direktes Stimmrecht. Das heißt, dass man über die Aktionärsversammlungen mitbestimmen kann, welchen Kurs ein Unternehmen einschlagen soll. Bei Fonds oder ETFs hingegen bleibt das Stimmrecht bei der Fondsgesellschaft. Verwaltungskosten fallen beim Aktiensparplänen nicht an, da die Kosten für einen etwaigen Fondsmanager wegfallen.
Es kann bei Kursschwankungen durchaus auch passieren, dass der Preis einer Aktie höher ist als die vereinbarte Sparrate. Einige Broker bieten daher an, Aktienbruchstücke zu kaufen. Gerade deshalb sind Aktiensparpläne auch so attraktiv: Man kann selbst mit kleinen Raten in Unternehmen investieren, die einen hohen Aktienkurs haben.
Wie viele Aktiensparpläne sind sinnvoll?
In wie viele Aktien Sie investieren sollten, liegt ganz bei Ihnen. Es ist allerdings sinnvoll, Sparpläne auf mehrere Aktien einzurichten. Dadurch können Sie eventuelle Verluste bei der einen Aktie durch Gewinne bei einer anderen Aktie ausgleichen.
Vorteil: Der Cost-Average-Effekt
Der regelmäßige, gestückelte Kauf von Anteilen führt zum sogenannten Cost-Average-Effekt. Mit Hilfe dieses Effekts nutzen Sie die gefürchteten Kursschwankungen des Aktienmarktes zu Ihrem Vorteil:
Mit einem Sparplan und einem festgelegten Investitionsbetrag kaufen Sie bei niedrigeren Kursen mehr Anteile. Bei höheren Kursen kaufen Sie weniger Anteile. Das ergibt bei Sparplänen insgesamt einen Durchschnittspreis. Sie umgehen damit die Gefahr, zum falschen Moment einzusteigen, also gerade dann mit einem größeren Betrag einzusteigen, wenn die Kurse hoch sind.
Aktiensparplan oder Einmalanlage – was ist besser?
Die Frage, ob Sie mit einem Aktiensparplan oder einer Einmalanlage mehr Rendite machen, kann pauschal nicht beantwortet werden. Das hängt immer von der Marktentwicklung ab. Die Crux bei einer einmaligen Investition ist allerdings, dass hier bereits ein gewisses Kapital im Voraus angespart werden muss. Haben Sie als potenzieller Anleger keinen größeren Betrag zur Verfügung, können Sie mit einem Aktiensparplan dennoch in Aktien investieren und von Renditechancen sowie Dividenden profitieren.
Was die Gebühren betrifft, kann es sein, dass die Einmalanlage günstiger als ein Sparplan ist. Das hängt allerdings von der Höhe der monatlichen Raten Ihres Aktiensparplans ab. Eine Möglichkeit ist es, die Einmalanlage mit einem Sparplan zu kombinieren.
Was kostet der Handel mit Aktien?
Der Handel mit Aktien über das Depot der 1822direkt bringt folgende Kosten mit sich: Pro Order an einem inländischen Handelsplatz wird eine Gebühr von 4,90 € zzgl. 0,25% vom Ordervolumen (mindestens 9,90 €, maximal 54,90 €) fällig.
Bei Sparplänen fällt eine monatliche Ausführungsgebühr an: 1,50 % vom Sparbetrag (mindestens 1,50 €, maximal 14,90 €).
Erträge aus Dividenden und Kursgewinne aus dem Verkauf von Aktien unterliegen der Abgeltungsteuer und dem Solidaritätszuschlag sowie ggf. der Kirchensteuer. Durch einen Freistellungsauftrag kann ein Teil der Kapitalerträge steuerfrei gestellt werden. Stellen Sie bei Ihrer Bank keinen Freistellungsauftrag, behält die Bank die Steuern automatisch ein und führt sie ab.
Was passiert, wenn Sie vergessen, der Bank einen Freistellungsauftrag zu erteilen? Zuviel gezahlte Steuern können Sie sich ggf. über die Einkommensteuererklärung wieder zurückholen. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater.
Übersicht Abgeltungsteuer & Freistellungsauftrag
Begriff
Erklärung
Vorteile
Beispiel/Hinweis
Freistellungsauftrag
Ein Auftrag an Ihre Bank, Kapitalerträge (z. B. Zinsen, Dividenden, Kursgewinne) bis zum Sparerpauschbetrag steuerfrei zu stellen.
Keine automatische Abgeltungsteuer, solange man unter dem Freibetrag bleibt.
Freibetrag: 1.000 € für Singles / 2.000 € für zusammenveranlagte Ehepaare oder Lebenspartner. Kann auf mehrere Banken verteilt werden.
Abgeltungsteuer
Pauschale Steuer auf Kapitalerträge, die automatisch von der Bank einbehalten und ans Finanzamt abgeführt wird.
Einfaches Verfahren.
Steuersatz: 25 % + 5,5 % Solidaritätszuschlag + ggf. Kirchensteuer → ca. 26 bis 28 %.
Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung)
Für Personen mit sehr geringem Einkommen: Bank führt keine Abgeltungsteuer ab.
Kapitalerträge bleiben komplett steuerfrei.
Wird beim Finanzamt beantragt, gilt meist für 3 Jahre.
Verlustverrechnungstopf
Es gibt drei Verrechnungstöpfe: „Aktien“, „sonstige Verluste“ und den „Quellensteuertopf“. Die Verrechnung erfolgt automatisch.
Erwirtschaftete Verluste können die Steuerlast unterjährig bereits erzielter oder zukünftiger Gewinne reduzieren.
Wichtig: Verluste aus Aktien dürfen nur mit Gewinnen aus Aktien verrechnet werden.
Die Aktien des DAX
Der DAX ist neben dem MDAX und dem TecDAX der wichtigste Aktienindex im deutschsprachigen Raum. Er setzt sich aus den 40 größten und umsatzstärksten deutschen Aktiengesellschaften zusammen. Der DAX bildet die Wertentwicklung dieser Unternehmen ab.
Zu den Unternehmen des DAX gehören bekannte Namen wie BMW, Deutsche Telekom oder E.ON. Damit ein Unternehmen in den Deutschen Aktienindex aufgenommen wird, muss es gewisse Grundvoraussetzungen erfüllen:
Regelmäßige Vorlage von Quartalsberichten sowie Jahresabschlüssen
Fortlaufend handelbar über Xetra
Hoher Börsenumsatz
Streubesitz von mindestens 10 %
Sitz in Deutschland oder in der EU
Aktuelle DAX-Werte inkl. ISIN
Unternehmen
ISIN
Adidas AG
DE000A1EWWW0
Airbus SE
NL0000235190
Allianz SE
DE0008404005
BASF SE
DE000BASF111
BMW AG
DE0005190003
Bayer AG
DE000BAY0017
Beiersdorf AG
DE0005200000
Brenntag SE
DE000A1DAHH0
Commerzbank AG
DE000CBK1001
Continental AG
DE0005439004
DHL Group (Deutsche Post AG)
DE0005552004
Daimler Truck Holding AG
DE000DTR0CK8
Deutsche Bank AG
DE0005140008
Deutsche Börse AG
DE0005810055
Deutsche Telekom AG
DE0005557508
E.ON SE
DE000ENAG999
Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA
DE0005785802
Fresenius SE & Co. KGaA
DE0005785604
GEA Group AG
DE0006602006
Hannover Rück SE
DE0008402215
Heidelberg Materials AG
DE0006047004
Henkel AG & Co. KGaA Vz
DE0006048432
Infineon Technologies AG
DE0006231004
MTU Aero Engines AG
DE000A0D9PT0
Mercedes‑Benz Group AG
DE0007100000
Merck KGaA
DE0006599905
Münchener Rückversicherungs‑Gesellschaft AG
DE0008430026
Porsche Automobil Holding SE
DE000PAH0038
QIAGEN N.V.
NL0012169213
RWE AG
DE0007037129
Rheinmetall AG
DE0007030009
SAP SE
DE0007164600
Scout24 SE
DE000A12JSG6
Siemens AG
DE0007236101
Siemens Energy AG
DE000ENER6Y0
Siemens Healthineers AG
DE000SHL1006
Symrise AG
DE000SYM9999
Volkswagen AG Vz
DE0007664039
Vonovia SE
DE000A1ML7J1
Zalando SE
DE000ZAL1111
Quelle: ChatGPT; Datenquelle: Aktuelle DAX-Zusammensetzung (Stand 22.09.2025) auf Wikipedia, ISIN-Angaben je Wert u. a. über die DAX-Werteübersicht bei finanzen.net
Wenn Sie planen, in Aktien zu investieren, gilt es in jedem Fall vorab die Aktienkurse des DAX einschließlich ihrer langfristigen Kursverläufe zu beobachten. Auf boerse.de finden Sie die Dax 40 Aktien als Realtime-Kursliste.
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Künstliche Intelligenz (engl. AI = “artificial intelligence”) wird zu einem immer wichtigeren Thema. Raus aus den Science-Fiction-Filmen, rein in die reale Welt – und damit auch in den Aktienmarkt. Weltweit folgen immer mehr Unternehmen diesem Trend – KI-Aktien entstehen.Eine Vorstufe von KI ist übrigens die Automation. So gehen auch Unternehmen, die konsequent an neuen Lösungen zur Automatisierung von Arbeitsprozessen arbeiten, vermehrt an die Börse.Unterschied zwischen KI und Automatisierung:Bei der Automatisierung gibt der Mensch die Regeln und Parameter vor und führt Optimierungen durch. Prozesse werden weitestgehend automatisiert, die menschliche Arbeitskraft dient häufig nur noch der Aufsicht und Qualitätskontrolle . Eine fortschrittliche KI lernt und optimiert hingegen eigenständig.
Wir verraten Ihnen, wie Sie jetzt am besten profitieren und welche KI- und Robotik-ETFs Sie im Auge behalten sollten.
Viele Sparer möchten ihr Geld in Aktien anlegen, entweder als Teil ihres Vermögensaufbaus oder als Teil ihrer privaten Altersvorsorge. Eine reizvolle Alternative sind Aktiensparpläne, vor allem dann, wenn man nur einen kleinen Geldbetrag für eine Einmalanlage zur Verfügung hat. Den meisten Anlegern sind Fonds- und ETF-Sparpläne bereits ein Begriff. Aktiensparpläne hingegen sind im Vergleich dazu noch eher unbekannt.
Mit einem Aktiensparplan investiert man turnusgemäß kleine Summen – sogenannte Sparraten – in die Aktien ausgewählter Unternehmen. Auf diese Weise können Anleger selbst mit geringen Beträgen am Börsenhandel teilnehmen. Aktiensparpläne sind schon ab einer monatlichen Rate von 25 € möglich und die Investition erfolgt unabhängig vom aktuellen Preis der ausgewählten Aktie.
Die Voraussetzung für eine Teilnahme am Aktienhandel ist ein bestehendes Wertpapierdepot.
Dividendensaison 2025: Sollten Sie Aktien kurz vor der Dividende kaufen?
Was sind Dividenden und Dividendenrendite
Möchte man mit einer Anlage langfristig die Möglichkeit einer hohen Rendite haben, sollte man eine Investition in Aktien in Erwägung ziehen, wobei zu beachten ist, dass es keine Garantie für hohe Renditen gibt und Risiken bestehen. Aktien helfen Unternehmen, einen Kapitalstamm aufzubauen. Das Kapital kann dann wiederum beispielsweise für Investitionen genutzt werden. Für Anleger haben Aktien den Vorteil, dass er nicht nur vom Kursgewinn profitieren kann, sondern auch als Anteilseigner am Gewinn einer Aktiengesellschaft beteiligt ist – und zwar in Form von Dividenden.