Wie kann ich ein Wohnmobil finanzieren?

Ein Wohnmobil eröffnet Freiheit und Unabhängigkeit – doch der Kaufpreis ist oftmals eine Hürde. Statt das Geld komplett anzusparen, entscheiden sich viele deshalb für eine Finanzierung. So lässt sich das Traumfahrzeug Schritt für Schritt abbezahlen, ohne dass das eigene Budget übermäßig belastet wird.

Publiziert am Wohnmobil auf einem Campingplatz

Inhalt

Mit welchen Kosten muss ich bei einem Wohnmobil oder Wohnwagen rechnen?

Wer ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen finanzieren möchte, sollte vor allem die Anschaffungskosten realistisch einschätzen. Sie bilden die Grundlage für die Höhe der Finanzierung, die monatliche Rate und die Gesamtkosten des Kredits. 

Die Kosten für ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen setzen sich in erster Linie aus dem Kaufpreis zusammen, der je nach Fahrzeugtyp, Ausstattung und Zustand einen fünfstelligen bis deutlich höheren Betrag erreichen kann und damit die Grundlage für die Finanzierung bildet. 

Wohnmobile sind aufgrund ihres eigenen Antriebs und der umfangreichen Technik deutlich teurer als Wohnwagen. Neue oder neuwertige Modelle beginnen häufig ab etwa 30.000 Euro, während Wohnwagen in der Regel günstiger erhältlich sind, aber ebenfalls schnell in den fünfstelligen Bereich fallen können.

Neben dem reinen Fahrzeugpreis entstehen beim Kauf weitere einmalige Kosten, die in der Finanzierungsplanung berücksichtigt werden sollten. Dazu zählen insbesondere Ausgaben für: 

  • Zulassung
  • Kennzeichen
  • mögliche Überführungs- oder Transportkosten vom Händler 

Diese zusätzlichen Posten erhöhen den tatsächlichen Finanzierungsbedarf und wirken sich damit unmittelbar auf Kreditbetrag, Laufzeit und Monatsrate aus.

Ergänzend zum Anschaffungspreis sollten auch die laufenden Kosten einkalkuliert werden. Dazu gehören unter anderem Versicherungsbeiträge, die Kfz-Steuer bei Wohnmobilen, regelmäßige Prüfungen sowie Kosten für die Wartung und Abstellmöglichkeiten. Auch wenn diese Ausgaben nicht Teil der Finanzierung selbst sind, spielen sie bei der Festlegung einer tragfähigen Monatsrate eine wichtige Rolle.

Wohnmobil finanzieren – die wichtigsten Möglichkeiten im Überblick

Finanzierung mit einem Kredit

Die Finanzierung eines Wohnmobils über einen Kredit erfolgt in der Regel als Ratenkredit, der in fest vereinbarten monatlichen Raten innerhalb einer definierten Laufzeit vollständig zurückgezahlt wird und dadurch eine hohe Planungssicherheit bietet. Zinssatz, Laufzeit und Kreditbetrag werden vorab festgelegt, sodass die monatliche Belastung von Beginn an klar ist.

Bei dieser Finanzierungsform wird die vereinbarte Kreditsumme auf das Konto des Kreditnehmers ausgezahlt und anschließend in individuell vereinbarten Raten getilgt. Das Darlehen setzt sich wie folgt zusammen:

  • Finanzierungsbetrag für das Wohnmobil
  • Laufzeit
  • anfallende Zinsen 

Eine Anzahlung oder eine Schlussrate sind nicht vorgesehen, da der Kredit am Ende der Laufzeit vollständig abbezahlt ist.

Eine weitere Möglichkeit der Wohnmobilfinanzierung ist über einen Autokredit, der im Prinzip ein zweckgebundener Ratenkredit ist. Die Kreditsumme wird ausschließlich für den Kauf des Fahrzeugs verwendet und als sogenannter Konsumentenkredit inklusive Zinsen in monatlichen Raten zurückgezahlt. Da der Kaufpreis direkt beglichen wird, kann – wie beim Kauf mit Bargeld – beim Händler häufig ein Preisnachlass ausgehandelt werden. Viele Banken behalten bei der Vergabe eines Autokredits den Fahrzeugbrief als Sicherheit ein. Bei 1822direkt werden Sie sofort Eigentümer des Fahrzeugs und behalten den Fahrzeugbrief.

Ballonkredit

Eine alternative Kreditvariante ist die Ballonfinanzierung, bei der im Vergleich zur klassischen Kreditform am Ende der Laufzeit eine deutlich höhere Schlussrate anfällt. 

Während der Laufzeit zahlt der Kreditnehmer niedrigere monatliche Raten, da ein Teil des Darlehens bis zum Ende verschoben wird. Die Schlussrate ist in der Regel hoch und muss am Ende in einer Einmalzahlung getilgt werden oder durch eine Anschlussfinanzierung abgelöst werden. 

Diese Variante kann zu Beginn finanziell entlasten, führt aber insgesamt oft zu höheren Zinskosten, weil der gesamte Betrag über die Laufzeit verzinst wird.

3-Wege-Finanzierung

Die 3-Wege-Finanzierung kombiniert Aspekte von einem klassischen Kredit und der Ballonfinanzierung und bietet am Ende der Laufzeit drei Optionen: Der Kreditnehmer kann die verbleibende Schlussrate bezahlen und das Wohnmobil übernehmen, eine Anschlussfinanzierung für den Restbetrag abschließen oder das Fahrzeug zurückgeben

Diese Flexibilität senkt im Vergleich zur reinen Ballonfinanzierung die finanzielle Bindung und ermöglicht eine Anpassung an die individuelle Situation am Ende der Laufzeit.

Wie lange kann man ein Wohnmobil finanzieren?

Üblich sind bei der Finanzierung Darlehenszeiträume zwischen 48 und 120 Monaten (vier bis zehn Jahre). Längere Laufzeiten senken die monatlichen Raten, erhöhen jedoch die Gesamtfinanzierungskosten, da die Zinsen über einen längeren Zeitraum anfallen. Wer eine Anzahlung leistet oder eine Schlussrate vereinbart, kann die Laufzeit oft reduzieren und die monatliche Belastung flexibler gestalten.

Wohnmobil neu oder gebraucht kaufen?

Gebrauchte Wohnmobile sind in der Regel günstiger. Gleichzeitig besteht bei Gebrauchtfahrzeugen ein höheres Risiko für Reparaturen und den Austausch von Verschleißteilen während der Kreditlaufzeit. Dieses Risiko lässt sich beim Kauf über einen Händler durch entsprechende Garantieleistungen reduzieren. 

Bei privaten Verkäufen empfiehlt es sich, das Modell genau zu prüfen, Verschleißteile zu kontrollieren und unbedingt eine Probefahrt durchzuführen.

Trotzdem lohnt sich ein Vergleich mit neuen Modellen, denn beim Händler lassen sich mit etwas Verhandlungsspielraum Rabatte von bis zu 20 Prozent erzielen – auch über die Finanzierung.

Alternative: Leasing eines Wohnmobils

Eine weitere Finanzierungsform ist das Leasing. Dabei bleibt das Fahrzeug Eigentum der Leasinggesellschaft. Der Leasingnehmer erhält das Fahrzeug lediglich zur Nutzung und bezahlt dafür eine monatliche Leasingrate. Während der Vertragslaufzeit ist er als Halter eingetragen, besitzt das Fahrzeug jedoch nicht.

Am Ende des Vertrags kann man je nach Vereinbarung entscheiden, ob man den Vertrag verlängert, den Wohnmobilanbieter wechselt oder in manchen Fällen das Fahrzeug auch übernimmt, sprich durch die Bezahlung des restlichen Kaufpreises das Fahrzeug ganz erwirbt. 

Leasing eignet sich insbesondere für Kunden, die geringe monatliche Belastungen wünschen und kein dauerhaftes Eigentum anstreben.

Was kostet eine Wohnmobilfinanzierung?

Die Höhe der monatlichen Raten hängt in erster Linie vom Kaufpreis des Wohnmobils und von der gewählten Laufzeit ab. Ein höherer Kaufpreis führt zu höheren Raten, während längere Laufzeiten die monatliche Belastung senken – aber gleichzeitig die Gesamtkosten der Finanzierung erhöhen können.

Auch der Zinssatz spielt eine entscheidende Rolle für die Gesamtkosten. Niedrigere Zinsen reduzieren den Gesamtaufwand für die Finanzierung.


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Beispielrechnung: Das kann die Finanzierung kosten

Angenommen, ein Wohnmobil kostet 60.000 Euro und wird vollständig über einen Kredit finanziert: Bei einer Laufzeit von 72 Monaten und einem effektiven Jahreszins von 4,99 Prozent ergibt sich dann eine monatliche Rate von rund 925 Euro.

Über die gesamte Laufzeit summieren sich die Rückzahlungen auf etwa 69.400 Euro, sodass die reinen Finanzierungskosten bei rund 9.400 Euro liegen.

Wird stattdessen eine Finanzierung mit einer Schlussrate (Ballonkredit) gewählt, reduziert sich die monatliche Belastung deutlich. Bei gleicher Kreditsumme und Laufzeit, aber einer Schlussrate von beispielsweise 20.000 Euro liegt die monatliche Rate bei etwa 724 Euro. Die Schlussrate muss am Ende der Laufzeit entweder aus eigenen Mitteln bezahlt oder über eine Anschlussfinanzierung abgedeckt werden, was die Gesamtkosten erhöhen kann.

Voraussetzungen für eine Finanzierung mit Kredit

Für die Finanzierung eines Wohnmobils prüft die Bank die Bonität des Antragstellers, einschließlich Einkommen, Beschäftigungsstatus und bisherige Zahlungserfahrungen. Eine Schufa-Abfrage ist Standard – negative Einträge können die Kreditwürdigkeit beeinträchtigen.

Weitere Voraussetzungen sind: 

  • Mindestalter von 18 Jahren
  • Hauptwohnsitz in Deutschland
  • unbefristetes Arbeitsverhältnis seit mindestens sechs Monaten

kein selbstständiger oder freiberuflicher Status

Fazit: Lohnt es sich, ein Wohnmobil zu finanzieren?

Ob sich eine Finanzierung lohnt, hängt von der individuellen Situation ab. Für Käufer, die den Kaufpreis nicht auf einmal aufbringen können oder wollen, bietet sie die Möglichkeit, das Wohnmobil flexibel und planbar zu erwerben. Klassische Ratenkredite, Leasing & Co. lassen sich auf die eigenen Bedürfnisse und das persönliche Budget abstimmen. 

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