Mitfahrgelegenheit – Alternative zu billigen Fernbusreisen

Mitfahrgelegenheiten sind oft noch preiswerter – wenn Sie diese Tipps kennen

Mitfahrgelegenheit

Mitfahrgelegenheit / Bild: iStock

Die Euphorie für preiswerte Fernbusreisen hat nachgelassen. Im August hat die Post bekannt gegeben, sich mit ihren gelben Bussen zum 31. Oktober 2016 aus dem Geschäft zurückzuziehen. Der marktbeherrschende Konkurrent Flixbus, mit Abstand der größte Anbieter für Fernbusreisen, übernimmt die Linien. „Das Unternehmen dominiert den Markt mit einem Anteil von fast 90 Prozent“, berichtet die Zeitschrift „WirtschaftsWoche“.

Nicht wenige Beobachter befürchten jetzt: Die bisher unschlagbar günstigen Busreisen, bei denen sich die Konkurrenten einen Preiskampf geliefert haben, könnten schon bald teurer werden, weil der mächtige Anbieter die Preise nach Belieben bestimmen könne.

Gut zu wissen, dass es dann neben Bahn und Billigflieger noch eine weitere Alternative für preiswerte Reisen gibt: die Mitfahrgelegenheit. Die Idee ist einfach: Autofahrer, die allein oder zu zweit eine weitere Strecke fahren, bieten über eine Zentrale an, Mitfahrer mitzunehmen. Das ist eine der billigsten Arten, von A nach B zu kommen. In der Regel liegt der Preis bei etwa 5 bis 7 € pro 100 km.

Wenn auch Sie an eine Reise per Mitfahrgelegenheit denken, sollten Sie ein paar wichtige Tipps kennen:

  • Buchung erfolgt in der Regel über spezielle Portale im Internet. Marktführer ist blablacar.de mit dem größten Angebot. Für die Vermittlung einer Mitfahrt werden jedoch Gebühren fällig. Daneben gibt es kostenlose Plattformen wie bessermitfahren.de
  • Planung: Da es bei Mitfahrgelegenheiten naturgemäß keine festen Fahrpläne gibt, sollten Sie bei wichtigen Terminen vorsichtig sein. Oft entscheiden sich die Autofahrer erst kurz vor der Reise, Plätze im Auto anzubieten. Das erschwert aber die langfristige Planung. Wer also ganz sicher in kurzer Zeit zu einem festen Termin ankommen will, sucht besser eine andere Reisemöglichkeit.
  • Details anschauen: Prüfen Sie genau, wo der Anbieter hinfährt. Will er beispielsweise nur in einen Vorort und setzt Sie dort ab, können noch Ausgaben für ein Bus- oder Bahnticket zu Ihrem endgültigen Ziel anfallen, die den Gesamtfahrpreis nach oben treiben.
  • Schäden und Unfälle: Als Beifahrer sind Sie im Fall der Fälle über die Versicherung des Autohalters mitversichert. Doch Achtung: Diese Versicherung gilt nicht für Sachschäden! Geht während der Fahrt der teure Laptop kaputt, weil er bei der harten Bremsung auf den Boden fällt, müssen Sie selbst dafür aufkommen. Das heißt: Nehmen Sie wertvolle Gegenstände nur mit, wenn es unbedingt notwendig ist.

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