Edelmetalle im Vergleich: Was sind die Alternativen zu Gold?

Die Weltwirtschaftskrise führte dazu, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen stark gesenkt hat. Geld wurde in Umlauf gebracht und Finanzinstitute wurden finanziell unterstützt.

Edelmetalle im Vergleich / Bild: optimarc/Shutterstock

Edelmetalle im Vergleich / Bild: optimarc/Shutterstock

Früher oder später muss dem Markt das Geld jedoch wieder entzogen werden, um eine Hyperinflation zu verhindern. Auch wenn extreme Auswirkungen unwahrscheinlich sind, ist das Edelmetall Gold besonders in unsicheren Zeiten als Geldanlage gefragt. Neben Gold können Anleger auch andere Edelmetalle kaufen. Eine Investitionsmöglichkeit bieten zudem Silber, Platin und Palladium. Inwieweit diese eine Alternative darstellen können, zeigen wir Ihnen mit diesem Edelmetall-Vergleich.

Edelmetalle im Vergleich – Wo lohnt sich die Investition?

Investition in Gold

Was den Preis von Gold betrifft, so lag dieser im Jahr 2000 noch bei etwa 300 US-Dollar pro Feinunze. Das entspricht 31,1 Gramm Gold. Bis zum Juni 2010 stieg er bereits auf 1.250 US-Dollar. Seinen Rekordwert erreichte das Edelmetall 2011 mit 1.900 US-Dollar. Ende April des letzten Jahres pendelte sich der Wert bei knapp 1.250 US-Dollar ein. Das Edelmetall können Sie in Form von Goldbarren, Goldmünzen, Schmuck oder auch Wertpapieren (Goldzertifikate, Goldfonds oder ETFs) erwerben. Der Kauf von Gold ist seit 1998 steuerfrei. In dem Edelmetall sehen viele Anleger einen physischen Vermögenswert, der auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten in der Regel nicht an Wert verliert. Betrachtet man die langjährige Entwicklung des Goldpreises, so zeigt sich, dass dieser beispielsweise im Vergleich zu Aktien weniger stark mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung korreliert. Teilweise entwickelte er sich sogar konträr dazu und kann somit eine Möglichkeit sein, ein Portfolio abzusichern.

Investition in Silber

Investition in Silber / Bild: Phillip W. Kirkland/Shutterstock

Investition in Silber / Bild: Phillip W. Kirkland/Shutterstock

Etwa 50 Prozent der Nachfrage nach dem Edelmetall stammt aus der Industrie: Die Medizin – wie auch die Elektrotechnik verwenden es in ihren Produkten, weil es Strom besonders gut leitet. Zudem kann es günstiger gekauft werden als Gold, weil der Silberpreis normalerweise unter dem von Gold liegt. Das bedeutet, dass ein Anleger für die gleiche Investition mehr materielles Silber bekommt. In diesem Fall bringt allerdings eine größere Menge einen größeren Platzbedarf mit sich, was das Einlagern des Edelmetalls bei Banken wiederum teurer macht. Silber hat zudem den Nachteil, dass es in Deutschland nicht mehrwertsteuerfrei erworben werden kann.

Investition in Platin

Platin ist unter den hier genannten Edelmetallen das Seltenste. Es wurde erst vor etwa 250 Jahren entdeckt und spielt eine essentielle Rolle in der Wissenschaft sowie der Industrie. Die Nachfrage nach Platin erfolgt zu einem großen Teil von der Automobilindustrie, weil es für Katalysatoren in Dieselmotoren verwendet wird. Ein bedeutender Absatzmarkt ist in diesem Fall Europa. Eine wichtige Rolle spielt es zudem in der Produktion von:

  • Glasfaser
  • Petroleum
  • Raffination von Rohöl
  • Laborgeräten oder Zahnimplantaten in der Medizin

Platin wird grundsätzlich seltener gefördert als beispielsweise Gold und Silber. Dies liegt unter anderem daran, dass sein Vorkommen aufgrund seiner Seltenheit stark beschränkt sind. Da der Platinpreis, was seine Entwicklung betrifft, von den Edelmetallen Silber und Gold abweicht, kann es eine sinnvolle Ergänzung im Portfolio sein. Aufgrund dessen, dass die Preisentwicklung von Platin zu einem großen Teil von der industriellen Nachfrage abhängig ist, könnte möglicherweise davon ausgegangen werden, dass sich der Kurs in Zeiten ökonomischer Stabilität und Wirtschaftswachstums positiv entwickelt.

Investition in Palladium

Auch Palladium ist ein überwiegend industriell genutztes Metall. Kursschwankungen verzeichnete das Edelmetall in der Vergangenheit beispielsweise während Streiks in den südafrikanischen Minen, in denen es abgebaut wird. Bei sinkendem Angebot, aber gleichbleibender oder sogar steigender Nachfrage nach dem Metall, lässt sich grundsätzlich eine Preissteigerung verzeichnen. Hinsichtlich seiner chemischen Eigenschaften weist Palladium eine hohe Ähnlichkeit mit Platin auf und kann dieses teilweise ersetzen. Daraus resultiert, dass sich für beide Edelmetalle ähnliche Kursentwicklungsbedingungen feststellen lassen. Weiterhin ergeben sich Überschneidungen bei ihren Einsatzgebieten. Auch Palladium wird vor allem in der Automobilindustrie, der Elektrobranche und der Medizin angewandt. Bei der Herstellung von Schmuck wird es für Goldlegierungen (Weißgold) verwendet. Besonders wenn Platin knapp und teuer ist, wird Palladium als Substitut nachgefragt.

Fazit

Wo lohnt sich die Investition? / Bild: Lisa S./Shutterstock

Wo lohnt sich die Investition? / Bild: Lisa S./Shutterstock

Unabhängig davon, welches Edelmetall Sie für eine Anlage in Erwägung ziehen – es ist grundsätzlich immer sinnvoll, die jeweiligen Preise zu beobachten. Auch sollten Sie die Kursentwicklung der Edelmetalle im Vergleich analysieren. Kaufen sollten Sie Gold, Silber, Platin oder Palladium immer bei einem niedrigen Preis, verkaufen hingegen, wenn der Preis gerade hoch ist, um einen größtmöglichen Gewinn zu erzielen. Besonders in Krisenzeiten ist die Nachfrage nach Edelmetallen hoch. In der Vergangenheit verhielt sich deren Entwicklung oft konträr zum globalen Wirtschaftswachstum sowie der allgemeinen Situation am Finanzmarkt.

Die Edelmetalle Gold, Silber, Platin sowie Palladium können Sie in ihrer physischen Form im Edelmetallshop von Ophirum, dem Kooperationspartner Ihrer 1822direkt, kaufen.

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