Auf der Suche nach einer neuen Mietwohnung? 2 teure Fallen, die Sie bei der Wohnungssuche kennen sollten

Nicht nur überhöhte Mieten belasten das Budget – schon bei der Wohnungssuche lauern teure Fallen

Wohnungssuche

Tipps für die Wohnungssuche / Bild: iStock

Wer in oder nahe einer Großstadt lebt oder eine Wohnung in Städten sucht, wo es viele Arbeitsplätze gibt, kennt das Problem: Der Konkurrenzkampf um eine bezahlbare Mietwohnung ist groß. Entsprechend zahlreich sind die Fallen, in die Mietinteressenten bei der Wohnungssuche und beim Abschluss eines neuen Mietvertrags tappen können. Hier zwei davon, die Sie auf jeden Fall kennen sollten.

Falle 1: Maklerprovision – Makler will Geld sehen

Schon seit dem vergangenen Jahr gilt für Makler bei Mietwohnungen das Besteller Prinzip. Das heißt: Beauftragt der Vermieter den Makler, muss der auch die Maklerprovision übernehmen. Nur wenn der Mieter den Makler mit der Wohnungssuche beauftragt und der diese Wohnung speziell für ihn gefunden hat, muss der Mieter zahlen. Hat der Makler eine Wohnung schon in seinem Angebotsbestand oder bietet er sie bereits über Immobilienanzeigen an, kann er die Provision vom Mieter nicht verlangen.

Das sehen einige Vermieter und Makler nicht ein und versuchen, das Geld doch noch von den neuen Mietern zu bekommen. Dazu gibt es zwei häufige Methoden:

  • Der Makler fordert vom Mieter einen Maklerauftrag bei der Besichtigung und deutet an, dass er die Wohnung sonst nicht bekommen würde. Der Deutsche Mieterbund gibt für diesen Fall den Tipp: „Da die Maklerprovision frühestens nach Abschluss des Mietvertrages gezahlt werden müsste, kann der Mieter die Maklerforderung nach Prüfung … ablehnen, ohne dass er riskiert, die gewünschte Wohnung nicht mehr zu erhalten.“
  • Der Vermieter fordert hohe Abstandszahlung für alte Möbel oder Küchen, die vom neuen Mieter übernommen werden müssen, um die Maklerprovision darüber zu finanzieren. Auch d brauchen Sie als neuer Mieter nicht zu akzeptieren. Stellt sich heraus, dass die Möbel, Küchen oder Einbauten zu deutlich überhöhtem Preis verkauft wurden, können Sie das Geld zurückfordern!

Falle 2: Betrugsmasche – Geld für Besichtigung

Städte, in denen bezahlbarer Wohnraum besonders selten und begehrt ist, ziehen auch Betrüger an. Eine Masche: Besonders günstige Wohnungen werden inseriert. Will der Mietinteressent einen Termin vereinbaren, verlangt der angebliche Vermieter eine Zahlung. Oder der Vermittler schreibt per E-Mail, dass der Interessent die Wohnung allein besichtigen könnte und dazu nach Überweisung einer Kaution von zum Beispiel          1.000 Euro den Schlüssel abholen könnte. Nach Zahlung auf ein Auslandskonto stellt sich dann aber schnell heraus, dass es die Wohnung gar nicht gibt … und das Geld ist verloren.

Tipp: Zahlen Sie niemals Geld für eine Besichtigung. Hier handelt es sich wahrscheinlich immer um ein unseriöses Angebot!

 

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