Zinseszins trotz Nullzinsniveau – so geht‘s

Der Zinseszinseffekt ist wohl eine der mächtigsten Kräfte an den Finanzmärkten – selbst Albert Einstein war ein Fan und bezeichnete den Zinseszins als achtes Weltwunder. Doch gehört das „Renditewunder“ der Vergangenheit an oder können Sparer vom Zinseszinseffekt auch in Zeiten von Nullzinsen profitieren?

Zuerst einmal zum Zins im Allgemeinen: Wenn Sie Zinsen berechnen, ob auf einem Darlehen, Sparkonto oder einer Kapitalanlage, gibt es zwei Hauptoptionen zur Auswahl: einfache Zinsen oder Zinseszinsen. Einfache Zinsen sind leicht zu berechnen, werden aber in der Realität selten verwendet. Einfache Zinsen werden nur auf den Nennbetrag (also quasi die Ersteinzahlung) erhoben und ignorieren jede Erhöhung oder Verminderung des Wertes dieses Betrags im Laufe der Zeit. Zum Beispiel: wenn Sie jährlich 2 Prozent Zinsen auf einen Nennbetrag von 1000 Euro verdienen, erhalten Sie jedes Jahr 20 Euro, solange Sie sich dafür verpflichten.

Was sind Zinseszinsen?

Der Zinseszins ist im Wesentlichen der Zins, der im Verbund mit den vorherigen Zinsen erwirtschaftet wird. So ändert sich der Kapitalwert im Laufe der Zeit und der Zinseszinseffekt beginnt an dem Zeitpunkt, an dem die von Ihnen erzielte Ausschüttung wieder angelegt wird und dann eine eigene Rendite erwirtschaftet.

Im obigen Szenario werden die 20 Euro, die Sie als 2 Prozent Zinsen auf Ihre 1000 Euro erhalten, dann zu dem zugrundeliegenden Wert addiert, aus dem die Zinsen im zweiten Jahr berechnet werden. Das bedeutet, dass Sie 2 Prozent von 1020 Euro, also 20,40 Euro, erhalten.

Der Zinseszins kann dem Kapital also helfen, schneller zu wachsen als nur durch den Zins selbst, insbesondere bei größeren Werten und über einen längeren Zeithorizont.


Die Häufigkeit der Zinsausschüttungen

Eine Zinsausschüttung tritt meistens häufiger als einmal im Jahr auf, wobei die gängigen Intervalle vierteljährlich, monatlich und täglich sind – obwohl es natürlich auch andere Intervalle gibt, die verwendet werden können.

Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie haben 10.000 Euro und wollen nun Ihr Kapital für Sie arbeiten lassen: in einem Tagesgeldkonto, das einmal im Jahr 2 Prozent Zinsen (vor nicht allzu langer Zeit war das noch ein gängiger Zinssatz!) auf Ihre Ersparnisse zahlt. Nach zwölf Monaten haben Sie dann 10.200 Euro. Wenn Sie es auf ein Sparkonto gelegt hätten, das halbjährlich ein Prozent auszahlt, wären Sie nach 12 Monaten bei 10.201 Euro. Die erste Zinszahlung wäre ein Prozent auf 10.000 Euro und der neue Betrag auf Ihrem Sparkonto betrüge 10.100 Euro. Die zweite Zinszahlung würde dann ein Prozent von 10.100 Euro, also 101 Euro betragen – was die Gesamtrendite im Jahr auf 201 Euro und somit um einen Euro erhöht. Langfristig ist diese Wirkung nicht zu unterschätzen.


Auswirkungen vom Zinseszinseffekt

Um die Auswirkungen hervorzuheben, die dies zum Beispiel auf Ihre Altersvorsorge haben könnte, stellen Sie sich vor, dass Sie vor eine Wahl gestellt werden: Möchten Sie jetzt 500.000 Euro erhalten oder lieber einen Cent, dessen Wert sich täglich 30 Tage lang verdoppelt. Was würden Sie wählen?

Während viele sich von der Aussicht auf sichere 500.000 Euro wohl locken lassen würden, könnten Sie jedoch über fünf Millionen Euro erhalten, wenn Sie die zweite Option wählen – einen Cent, der jeden Tag für 30 Tage verdoppelt wird. Zu Beginn ist der Fortschritt noch sehr langsam: Es dauert 15 Tage, um von einem Cent auf über 160 Euro zu kommen, aber danach nur 15 Tage, um auf über fünf Millionen Euro zu kommen.

Natürlich muss betont werden, dass dies keineswegs die Renditen widerspiegelt, die man bei Investitionen an den Finanzmärkten sehen könnte, aber es zeigt, wie stark der Zinseszinseffekt sein kann, je mehr Geld man investiert hat und je häufiger die Ausschüttungen sind.


Wie kann ich anfangen, die Vorteile vom Zinseszinseffekt zu nutzen?

Während Tagesgeldkonten kaum noch nennenswerte Zinsen abwerfen und zumeist und dem Level der Inflation liegen, gibt es an den Kapitalmärkten die Möglichkeit, den Zinseszinseffekt über festverzinsliche Anleihen oder Dividenden effektiv für sich zu nutzen.

Ein breit gestreuter Investmentansatz, wie Sie ihn beispielsweise beim Robo-Advisor Moneyfarm finden, lässt Ihr Kapital von einem Tag auf den anderen keine zauberhaften Renditensprünge vorführen. Dies sollte aber auch nicht Ihre Erwartung sein, wenn Sie ein langfristig orientierter Anleger sind.

Warten Sie nicht, bis Sie viel Kapital angespart haben, um mit dem Anlegen zu beginnen; je früher Sie Ihr Geld investieren können, desto schneller kann es für Sie arbeiten. Die Einrichtung eines Sparplans ist zum Beispiel ein unkomplizierter Weg, um Ihr Erspartes zu verwalten. Bei Moneyfarm ist dieser bereits ab 10 Euro pro Monat möglich. Der digitale Vermögensverwalter erstellt Ihnen dann ein auf Ihr Anlegerprofil zugeschnittenes und breit diversifiziertes Portfolio aus bis zu 16 Investmentfonds zusammen, welche zu verschiedenen Zeitpunkten Erträge ausschütten. Diese werden automatisch wiederangelegt, sodass Sie direkt vom Zinseszinseffekt profitieren können. Mehr über die digitale Vermögensverwaltung von Moneyfarm erfahren Sie auf https://www.1822direkt.de/anlegen-depot/online-vermoegensverwaltung/ – für 1822direkt-Kunden gibt es ein Willkommensgeschenk von sechs Freimonaten.


Risikohinweis: Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Anlagen bzw. die Kurse der Investmentfonds wie auch die daraus fließenden Erträge sind Schwankungen unterworfen oder können ganz entfallen. Daher kann es passieren, dass Sie den von Ihnen angelegten Betrag nicht in voller Höhe zurückerhalten. Im Extremfall besteht auch das Risiko eines Totalverlustes Ihrer investierten Vermögenswerte. Die vergangene Wertentwicklung ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Verantwortlich für den Text ist Moneyfarm.