Alternativen zum Tagesgeldkonto 2021 – Wo es höhere Renditen statt Verwahrentgelt gibt

  • Was tun, wenn es keine Zinsen mehr fürs Tagesgeld gibt?
  • In welchen Fällen Sie auf jeden Fall ein Tagesgeldkonto haben sollten
  • Ersatz für die Zinsen: Welche Renditen mit anderen Geldanlagen möglich sind und wo die Risiken liegen
Alternativen zum Tagesgeld - 1822direkt

Wohin mit meinem Geld? Wenn auch Sie sich diese Frage schon gestellt haben, sind Sie nicht allein. In Lockdownzeiten haben die Menschen deutlich weniger ausgegeben und mehr Geld auf die Seite gelegt. Doch bei der Bank gibt es auf dem Tagesgeldkonto keine Zinsen mehr oder es wird sogar Verwahrentgelt fällig. Zusätzlich sorgt die Inflation dafür, dass die Ersparnisse langsam, aber sicher schmelzen. Alternativen zu Tagesgeldkonto sind also dringend gesucht. Und davon gibt es einige.

Die großen Zeiten des Tagesgeld-Kontos sind vorbei – zumindest so lange die Zinsen so niedrig bleiben. Und dass die Zinsen in absehbarer Zeit steigen, dafür gibt es keine Anzeichen.

Immer mehr Sparer und Anleger entdecken deshalb neue Möglichkeiten, um ihr Geld sinnvoll anzulegen und dabei auch zu vermehren. Beliebt sind besonders ETF, Fonds und natürlich auch Aktien. Als Alternative zum Tagesgeldkonto werden sie jetzt dringend benötigt.

Corona macht die Deutschen zu Rekord-Sparern

Reiseverbote und geschlossene Läden haben dafür gesorgt, dass die Menschen spürbar weniger ausgeben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Sparquote 2020 auf das Rekordhoch von 16,3 Prozent gestiegen. 2019 lag sie noch bei 10,9 Prozent. Das heißt: 2020 haben die Deutschen von 100 €, die sie als Einkommen verfügbar hatten, mehr als 16 Euro auf die hohe Kante gelegt. 2019 waren es nur rund 11 Euro.

Das Problem: Wer sein Erspartes dann aufs Tagesgeldkonto legt, muss zuschauen, wie das Geld langsam weniger wird. Dafür gibt es gleich zwei Ursachen:

Ursache 1: Verwahrentgelte knabbern am Kontostand

Noch vor ein paar Jahren konnten Sparer ihr Geld auf dem Tagesgeldkonto vermehren. 2008 zahlten die Banken im Schnitt noch 3,21 Prozent. Heute gibt es – wenn überhaupt – nur sehr niedrige Zinsen im Bereich von beispielsweise 0,01 Prozent pro Jahr. Immer mehr Banken nehmen sogar Verwahrentgelt. Das heißt: Sie verlangen Negativzinsen für das Geld, das auf dem Tagesgeldkonto liegt. Diese Gebühr für die Aufbewahrung des Geldes gab es in den vergangenen Jahren in der Regel erst ab einem Kontostand von 500.000 oder 100.000 €. Jetzt geht der Trend eher dahin, das Verwahrentgelt von Neukunden schon ab 50.000 €, 20.000 € oder 10.000 € zu erheben.

Bei der 1822direkt haben wir aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase im Neukundengeschäft unsere Grenze zur Berechnung von Verwahrentgelt auf 50.000 Euro für alle Giro- und Tagesgeldkonten ab dem 01. Februar 2021 reduziert. Bei einer Überschreitung des Freibetrages wird ein Verwahrentgelt automatisch berechnet. Mit unseren Bestandskunden werden wir individuelle Vereinbarungen zum Verwahrentgelt treffen. Auch hier soll grundsätzlich der Freibeitrag in Höhe von 50.000 Euro zur Anwendung kommen.

Den Grund dafür hat die Europäische Zentralbank (EZB) geliefert. Die Notenbank verlangt von den Geldhäusern Strafzinsen, wenn diese selbst Geld bei der EZB lagern. Seit 2019 liegen diese Zinsen bei minus 0,5 Prozent. Genau diese minus 0,5 Prozent werden heute auch von den Banken angesetzt, wenn sie Verwahrentgelt von ihren Kunden nehmen.

Ursache 2: Inflation lässt die Euros schmelzen

Zu den Niedrig- und Minus-Zinsen kommt die Inflation, also der Wertverlust des Geldes. Auch dazu liefert das Statistische Bundesamt regelmäßig Zahlen: Im Februar 2021 ist die Inflationsrate auf 1,3 Prozent gestiegen. Waren und Dienstleistungen haben sich gegenüber dem Februar 2020 also im Schnitt um 1,3 Prozent verteuert. Oder anders ausgedrückt: Der Euro ist 1,3 Prozent weniger wert als noch vor einem Jahr.

Wie aus 10.000 € in 12 Monaten 9.821 € werden können

Beide Ursachen zusammen sorgen dafür, dass Erspartes zwar nicht wie Eis in der Sonne, aber doch spürbar schmilzt, wenn es auf dem Tagesgeldkonto liegt.

Das zeigt eine Beispielrechnung:

Michael Mustermann will 10.000 € auf
einem Tagesgeldkonto parken: 
10.000 €
Bei seiner Bank muss er dafür minus 0,5 Prozent
Verwahrentgelt pro Jahr zahlen. Das sind:  
– 50 €
Es bleiben:     9.950 €
Eine Inflation von 1,3 Prozent sorgt
für einen Kaufkraftverlust von
 – 129 €
Ergebnis:9.821 €

Zur Erklärung: Michael Mustermann hat in diesem Beispiel nach Abzug des Verwahrentgelts tatsächlich noch 9.950 € auf dem Konto. Die sind aber durch die Inflation nur so viel wert wie heute 9.821 €.

Wann Tagesgeldkonten trotzdem eine gute Wahl bleiben können

Trotzdem sollte nicht jeder sofort sein Tagesgeldkonto kündigen. In vielen Fällen ist es auch bei niedrigen oder negativen Zinsen noch sinnvoll, ein neues Tagesgeldkonto zu eröffnen.

Gegenüber anderen Anlageformen hat das Tagesgeldkonto nämlich einen unschlagbaren Vorteil: Das Ersparte ist sicher verfügbar und kann dann abgehoben werden, wenn es gebraucht wird. Es gibt so gut wie keine Risiken. Selbst in dem unwahrscheinlichen Fall, dass eine Bank Pleite gehen sollte, sind Beträge bis 100.000 € zu 100 Prozent abgesichert. Der Kontoinhaber bekäme sein Geld dann nämlich von der der gesetzlichen Einlagensicherung ersetzt.

Sie kommen also an einem Tagesgeldkonto in diesen beiden Fällen nicht vorbei:

  • Sie planen eine Anschaffung, einen Urlaub oder eine Investition zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft und wollen Geld dafür zurücklegen, das Sie für diese Ausgabe in voller Höhe brauchen.
  • Sie wollen stets einen Geldbetrag auf dem Konto haben, den Sie immer kurzfristig für unvorhergesehen Ereignisse ohne Verlust verfügbar haben.

Verwahrentgelt vermeiden und Rendite erzielen: das sind die Alternativen

Geld sicher verfügbar haben – das ist die eine Seite. Das leistet das Tagesgeldkonto. Aber Sinn der Geldanlage ist ja: Sie wollen Ihr Geld vermehren. Und das geht eben nicht mehr mit Sparbuch oder Tagesgeldkonto und Verwahrentgelt.

Bei der 1822direkt haben wir aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase im Neukundengeschäft unsere Grenze zur Berechnung von Verwahrentgelt auf 50.000 Euro für alle Giro- und Tagesgeldkonten ab dem 01. Februar 2021 reduziert. Bei einer Überschreitung des Freibetrages wird ein Verwahrentgelt automatisch berechnet. Mit unseren Bestandskunden werden wir individuelle Vereinbarungen zum Verwahrentgelt treffen. Auch hier soll grundsätzlich die Freibetragsgrenze in Höhe von 50.000 Euro zur Anwendung kommen.

Wer nach einer Möglichkeit sucht, mehr Rendite zu erzielen und Verwahrentgelte zu vermeiden, sollte eine Anlage in Wertpapiere in Betracht ziehen.

Tagesgeld-Alternative: Fonds und ETF

Wer von der sicheren Anlage auf dem Tagesgeldkonto direkt auf Aktien umsteigt, geht oftmals riskante Wetten ein. Aktienkurse sind immer wieder ein wildes Auf und Ab.

Dieses Verlust-Risiko mit einzelnen Akten minimieren Sie, wenn Sie möglichst breit auf viele unterschiedliche Werte setzen. Hier kommen private Anleger jedoch schnell an ihre Grenzen: Die verfügbare Anlagesumme reicht meist einfach nicht, um in eine entsprechende Menge an Aktien zu investieren. Schon um alle Aktien aus dem deutschen Aktienindex DAX zu kaufen, ist ziemlich viel Geld notwendig. Aktuell besteht er aus 30 Aktien, ab September 2021 werden es 40 sein.

Fonds bieten hier den Ausweg, den aktuell so viele suchen

Der Anleger kauft einfach Anteile am Fonds in der zu ihm passenden Größenordnung. Das ist auch schon mit kleineren Anlagebeträgen, oft sogar mit monatlichen Sparplänen möglich. Der Fonds wiederum investiert in Aktien aus der ganzen Welt bzw. Europa oder bildet einen der großen Aktien-Indizes nach. Der Anleger kann dadurch selbst mit einem kleineren Betrag in Dutzende oder sogar Hunderte unterschiedlicher Aktien investieren. Dadurch profitieren auch Kleinanleger von der Risikostreuung, die den starken Kursschwankungen den Schrecken nehmen.

Ein weiterer Vorteil von Fonds: Der Anlage-Einsteiger muss sich nicht selbst mit der Auswahl der einzelnen Papiere beschäftigen. Denn die richtigen Aktien für das eigene Depot zu finden kann aufwändig und schwierig sein. Wer Fondsanteile kauft, überlässt diese anspruchsvolle Arbeit den Profis, die über entsprechendes Fachwissen und Erfahrung verfügen.

Damit sind Aktienfonds eine interessante Alternative zum Tagesgeldkonto für Anleger, die bessere Renditen erzielen wollen, ohne ganz große Risiken einzugehen.

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Beliebt bei Um und Einsteigern: ETF

Besonders bei Geldanlage-Einsteigern ist eine Sonderform der Fonds:  ETF (Exchange Traded Funds). Das sind börsengehandelte Fonds, die einen Länder- oder Branchen-Index nachbilden. Das ermöglicht es Anlegern, mit überschaubarem Kapital und kleinen Beträgen gleichzeitig in viele Akten aus einem Land oder einem Bereich zu investieren. Da diese Fonds jeweils einem Index folgen, sind die Managementgebühren niedrig. Der Anleger hat also mehr von den Gewinnen, die der Fonds erzielt. Das steigert die Beliebtheit.

Wenn Sie sich ETF genauer anschauen wollen, starten Sie hier:

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Interessant, wenn Sie eine Alternative zu Tagesgeld suchen: Dividenden

Wer Zinsen auf Guthaben vermisst, sollte sich auch mit dem Thema Dividenden beschäftigen: Die Dividende ist der Teil des Gewinns einer Aktiengesellschaft, der an die Aktionäre ausgezahlt wird. Sie bewegt sich häufig im Bereich von 3 bis 6 Prozent des Aktienkurses.

Beispiel: Wer 30.000 € in Aktien investiert hat, die durchschnittlich 4 Prozent Dividenden ausschütten, erwirtschaftet in einem Jahr 1.200 € Gewinn allein über die Dividenden.

Wichtig für Einsteiger: Es gibt auch Dividenden-ETF

Doch auch hier ist wieder die Frage: Wie findet der Anleger die richtigen Dividenden-Aktien, ohne zu große Risiken einzugehen? Auch hier können ETF eine Antwort liefern. Denn es gibt spezielle Dividenden-ETFs.

Diese Fonds bilden Indizes nach, die nur aus Aktien mit besonders hohen Dividendenausschüttungen zusammengesetzt sind – also auf Aktiengesellschaften, die Dividenden im Bereich von 3 bis 6 Prozent ihres Aktienwertes ausschütten. Wer sein Geld in diese ETF investiert freut sich dann über regelmäßige Ausschüttungen in dieser Höhe, die – wie Zinsen – dem Verrechnungskonto für das Depot gutgeschrieben werden.

Zum ETF-Angebot

Tipp: Mit Wertpapiersparplänen das Vermögen aufbauen

Suchen Sie noch an einer möglichst einfachen Methode, um Ihr Vermögen spürbar wachsen zu lassen? Fondssparpläne sind eine solche Anlagemöglichkeit für Einsteiger und Umsteiger, die eine Alternative zum Festgeldkonto suchen. Aus zwei Gründen:

  • Einmal eingerichtet, funktionieren sie automatisch. Während etwa bei der direkten Anlage in Aktien und vielen anderen Investitionen Zeit und mehr Fachwissen erforderlich sind, kann ein Wertpapiersparplan einmal eingerichtet werden und dann oft lange Zeit laufen, ohne dass Arbeit oder Beschäftigung damit notwendig wäre.
  • Wertpapiersparpläne eignen sich auch für Geldanlage-Einsteiger, die noch nicht so viel Geld zur Verfügung haben, trotzdem aber schon mit dem Vermögensaufbau beginnen wollen. Bei der 1822direkt beispielsweise können Sie einen Wertpapiersparplan ab 50 Euro pro Monat einrichten und dabei aus rund 3.800 Fonds, ETFs oder Zertifikate auswählen.

Bei einem Wertpapiersparplan investieren Sie nicht auf einen Schlag einen größeren Betrag in den Wertpapierfonds. Sie kaufen regelmäßig – zum Beispiel monatlich – für einen festgelegten Betrag Anteile. Das funktioniert automatisch wie ein Dauerauftrag: Sie richten den Sparplan einmal ein, geben dazu den gewünschten monatlichen Investitionsbetrag ein und das oder die Wertpapiere, in die Sie investieren wollen. Dann werden monatlich zu einem Stichtag für diesen Betrag Anteile gekauft.

Zu den Wertpapiersparplänen

Aktien als Alternative

Wer Erfahrung in der Geldanlage gesammelt hat und sich die Auswahl zutraut, kann auch einen Teil seines Geldes direkt in Aktien investieren. Denn die Statistik zeigt, dass sich trotz Kursschwankungen die Investition in Aktien in den vergangenen 50 Jahren langfristig fast immer lohnt:

Das Deutsche Aktieninstitut (Frankfurt) hat in seinem „DAX-Rendite-Dreieck“ zusammengestellt, wie sich die Rendite der Aktien im DAX in den vergangenen 50 Jahren entwickelt hat.

Quelle: https://www.dai.de/de/das-bieten-wir/studien-und-statistiken/renditedreieck.html?d=783

Ein Beispiel: Wer vor 10 Jahren, also 2011, die DAX-Aktien gekauft, sie zehn Jahre lang gehalten und dann Ende 2020 verkauft hat, hat durchschnittlich eine Rendite von 9,8 Prozent pro Jahr erzielt. Natürlich gibt es auch Verlustjahre, in denen die Aktien an Wert verloren haben. Aber auf längere Anlagezeiträume ab 5 bis 6 Jahre gesehen, haben die DAX-Anleger im Schnitt immer Gewinne gemacht.

Wer also einen Teil seines Ersparten nutzen will, um sein Geld spürbar zu vermehren, sollte auch an die Eröffnung eines Aktien-Depots denken.

Zum 1822direkt-Depot

Fazit: Es gibt Alternativen zum Tagesgeld mit niedrigen Zinsen oder Verwahrentgelt. Wer frei verfügbares Geld zur Verfügung hat, kann beispielsweise mit Wertpapieranlagen einen Ersatz für Zinszahlungen finden. Natürlich sollte jeder Anleger dabei im Auge behalten, dass höhere Rendite immer durch ein erhöhtes Risiko erkauft wird. Deshalb bietet sich immer eine Mischung an:

  • Parken Sie das Geld, das Sie für eine Anschaffung brauchen, auf dem Tagesgeldkonto.
  • Investieren Sie darüber hinausgehende Beträge in ertragreichere Anlagen wie Fonds, ETFs oder auch Aktien, um mehr Rendite zu erzielen.

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