Winterreifen O bis O: Höchste Zeit für den Reifenwechsel!

2 weitverbreitete Irrtümer zu Winterreifen, die teuer werden können

Höchste Zeit für den Reifenwechsel

Höchste Zeit für den Reifenwechsel / Bild: iStock

Oktober beginnt mit dem Buchstaben O … Da war doch was? Richtig! Höchste Zeit für die Winterreifen. Die meisten Autofahrer halten sich an die bekannte O-bis-O-Regel: Von Oktober bis Ostern sollten Sie mit Winterreifen unterwegs sein. Doch das ist nur eine Faustregel. Kein Gesetz oder keine Verordnung schreibt einen genauen Zeitraum oder Stichtag vor. Autofahrer sind dazu verpflichtet, mit Winterreifen zu fahren, wenn die Straßenverhältnisse wegen des Winters schlecht sind.

Das heißt:

  • Ist es sonnig und trocken, darf auch im Dezember oder Januar noch mit Sommerreifen gefahren werden (auch wenn das wegen der Gefahr eines plötzlichen Wetterumschwungs nicht empfehlenswert ist).
  • Herrschen jedoch winterliche Verhältnisse auf den Straßen, müssen die Winterreifen montiert sein, wenn das Auto bewegt wird. Wer bei Eis und Schnee mit Sommerreifen erwischt wird, muss mit einer Strafe rechnen. Schlimmer noch: Im Fall eines Unfalls kann der Versicherungsschutz verfallen.

Wer deshalb jetzt an den Reifenwechsel denkt oder die Sache noch herauszögert, sollte die wichtigsten Irrtümer über Winterreifen kennen, die sich hartnäckig halten:

  • Hoher Spritverbrauch: Das ist eines der häufigsten Argumente gegen die Winterreifen. Viele Fahrer glauben, dass nach dem Reifenwechsel der Wagen mehr verbrauchen würde. Das stimmt allerdings nicht mehr. Das Vorurteil stammt noch aus der Zeit, als Winterreifen an den groben Stollen auf den ersten Blick erkennbar waren. Der Rollwiderstand moderner Winterreifen ist mit dem von normalen vergleichbar. Und das heißt: Der Benzinverbrauch bleibt gleich. Wer aus Sparsamkeit den Reifenwechsel hinausschiebt, riskiert deshalb unnötigerweise Strafen, wenn Eis und Schnee plötzlich früher kommen als erwartet.
  • Geschwindigkeit: Manch ein „sportlicher“ Fahrer verzichtet auch auf Winterreifen, weil er glaubt, damit nicht schnell fahren zu können. Doch auch dieses Vorurteil ist überholt. Es gibt Winterreifen, die für Geschwindigkeiten bis 240 km/h zugelassen sind. Die zugelassene Geschwindigkeit ist an den Buchstaben auf der Flanke des Reifens zu erkennen: „T“ steht beispielsweise für ein Maximaltempo von 190 km/h, „H“ für 210 km/h und „V“ für 240 km/h.

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