Wifi Hacker: Warum kostenloses WLAN gefährlich sein kann und wie Sie sich schützen

Internet-Hotspots in Cafés, Flughäfen oder Innenstädten sind praktisch, aber es gibt auch Gefahren

Schnell im Café die Mails vom Kollegen beantworten, per WhatsApp ein paar Bilder an die Freunde senden und ein paar News-Seiten besuchen: Ganz natürlich nutzen die meisten Menschen unterwegs das Internet.

Damit das Datenvolumen vom Mobilfunkvertrag nicht allzu schnell aufgebraucht ist und damit auch der Laptop Anschluss ans Netzt bekommt, sind WLAN-Hotspots so praktisch: Rund 1,75 Millionen von den frei zugänglichen drahtlosen Internetzugängen gibt es nach Angaben der Telekomanbieter. Und immer mehr kommen dazu: Bald sollen Hotspots auch in Zügen und Flugzeugen zum Standard gehören.

Öffentliches Wifi birgt immer ein Risiko

Besonders in offenen Netzzugängen sollten Sie beim Surfen Vorsichtsmaßnahmen beachten! Was viele nicht wissen: Hacker können ohne allzu großen Aufwand den gesamten Datenverkehr in einem Wi-Fi-Netzwerk anzapfen und das gesamte WLAN hacken. So ist es ihnen zum Beispiel möglich, Passwörter beim Einloggen in Kundenkonten abzugreifen. Deshalb sollten Sie einige Sicherheitsregeln befolgen, wenn Sie unterwegs über WLAN-Hotspots ins Internet gehen.

Regel 1: Sensible Daten vermeiden und Wifi Hackern keine Chance geben

Sie wollen unterwegs von einem Hotspot etwas bestellen? Dazu müssen Sie sich mit Ihrem Passwort einloggen oder auch Ihre Zahlungsdaten senden. Diese persönlichen und wichtigen Daten können in jedem Netzwerk mitgeschnitten werden, auch wenn der Zugang durch ein Passwort geschützt ist! Verzichten Sie deshalb sicherheitshalber unterwegs im WLAN Hotspot auf alle Seiten, in denen Sie ein Passwort angeben müssen.

Tipp: Müssen Sie auf Reisen unbedingt auf eine passwortgeschützte Seite gehen, vermeiden Sie öffentliches Wifi und erledigen Sie die Sache besser mit dem mobilen Internetzugang Ihres Smartphones. Die Verbindung ist besser geschützt und auch für WLAN Hacker schwieriger zu knacken.

Regel 2: Bildschirm für andere verdecken

Es gibt Kriminelle, die sich an belebten kostenlosen Hotspots darauf spezialisiert haben, unauffällig Surfer zu beobachten und deren Passworteingaben mitzuschreiben.

Tipp: Wenn Sie im Café am Flughafen oder im Hotel surfen, achten Sie darauf, dass niemand direkt auf Ihren Bildschirm schauen kann. Suchen Sie sich Ihren Platz so aus, dass nur Sie Ihre Eingaben sehen können.

Regel 3: Ein extra Nutzer für unterwegs

Die modernen Betriebssysteme für Apple- und Windows-Laptops erlauben die Einrichtung von mehreren Nutzer-Accounts. Die meisten melden sich standardmäßig mit allen Admin-Rechten an. Das heißt: Dieser Nutzer hat Zugriff auf alle Daten und das System und kann Programme installieren. Das könnten sich Wifi Hacker zunutze machen und über den WLAN-Hotspot Daten auf der Festplatte ausspionieren oder Schadprogramme installieren. Das ist ein gutes Beispiel wo kostenloses WLAN gefährlich werden kann.

Tipp: Verwenden Sie unterwegs in ungesicherten und kostenlosen Hotspot-Netzwerken besser einen anderen Nutzer, der nur eingeschränkte Gastrechte hat. Einen solchen Nutzer-Account richten Sie in der Systemsteuerung ein.

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