Wie viel Trinkgeld ist angemessen?

Das Essen hat vorzüglich geschmeckt, die Taxifahrt wurde zum moderierten Sightseeing – wenn Ihnen ein Service gut gefallen hat, sollten Sie das belohnen. Doch wie viel Trinkgeld ist in Deutschland angemessen und in welchem Land sollten Sie lieber darauf verzichten? Die 1822direkt klärt auf.

Das sollten Sie beim Trinkgeld beachten:

  • Mit dem Trinkgeld drücken Sie Ihre Zufriedenheit über eine Dienstleitung aus
  • In manchen Ländern wird diese Art Lob als Beleidigung empfunden
  • Nicht knausrig sein: Um ein paar Cent aufrunden oder zu wenig geben kann in manchen Ländern Missfallen erregen
  • Kleine Geschenke können das Trinkgeld ersetzen

Trinkgeld in Deutschland

In Deutschland, sowie in den meisten europäischen Ländern, gilt das Trinkgeld als Zeichen für Zufriedenheit und ist bei Servicekräften und Dienstleistern immer willkommen. Wenn Sie eine Leistung mit Karte zahlen, können Sie z. B. dem Kellner das Trinkgeld bar geben. So ist sichergestellt, dass er es auch bekommt. Wenn es Ihnen z. B. in einem Restaurant jedoch nicht geschmeckt hat, ist es Ihr gutes Recht, kein Trinkgeld zu geben.

Trinkgeld in der Gastronomie und Hotellerie

  • Im Restaurant oder Café:10 bis 15 Prozent der Rechnung
  • Zimmerservice im Hotel: Bei Abreise ca. 5 bis 10 Euro
  • Der Gepäckservice: 2 Euro pro getragenes Gepäckstück
  • An der Garderobe: 50 Cent
  • Im Taxi: 10 Prozent des Fahrpreises

Trinkgeld für Handwerker, Friseure und Co.

  • Malerarbeiten, die über 2 Tage gehen: 10 bis 20 Euro
  • Toilettenfrau: 25 Cent bis 1 Euro
  • Friseur: 10 Prozent des Preises
  • Tankwart: 1 Euro
  • Barkeeper: 1 Euro pro Cocktail

Trinkgeld im Ausland

Andere Länder, andere Sitten – dieser Ausspruch hat seine Gründe. Wer sich auf Reisen befindet, sollte sich mit dem Trinkgeld-Knigge seines Urlaubslandes vertraut machen. Die Sitten der folgenden Länder unterscheiden sich von den unseren.

  • China/Japan: Fernab der großen Hotels ist Trinkgeld unüblich und kann als Beleidigung empfunden werden – kleine Geschenke eignen sich besser
  • Italien: Auf der Rechnung taucht meist ein „Coperto“ auf – die Grundgebühr für das Besteck (und den Service) ist dann bereits enthalten
  • Thailand/Malaysia: Wer niemanden beleidigen möchte, sollte 10 Baht (ca. 0,25 Euro) geben
  • Türkei: Nichts geben gilt als Beleidigung, 10 Prozent sind angemessen
  • USA: 15 bis 20 Prozent werden erwartet

Fazit

Wenn Ihnen der Service gefallen hat und die Sitten es erlauben, können Sie Ihr Lob mit einem Trinkgeld zum Ausdruck bringen. Der positive Nebeneffekt: Wenn Sie beim ersten Mal einen kleinen Obolus gegeben haben, wird der Service beim zweiten Mal vielleicht noch besser sein.

Schreibe einen Kommentar