Weihnachtszeit ist Spendenzeit – holen Sie das Finanzamt mit an Bord

Spenden steuerlich geltend machen / Bild: iStock

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Was Sie beachten sollten, wenn Sie in der Weihnachtszeit Geld spenden und Ihre Spende von der Steuer absetzen wollen

Tun auch Sie zur Weihnachtszeit gern etwas Gutes? Engagieren Sie sich finanziell für eine Hilfsorganisation? Oder spenden Sie einen nennenswerten Geldbetrag?

Dann vergessen Sie nicht, Ihre guten Taten bei der nächsten Steuererklärung in 2017 für das Jahr 2016 geltend zu machen! Worauf es ankommt, zeigen Ihnen die folgenden Tipps.

Wie Sie sich den Steuervorteil für Ihre guten Taten sichern

Zuerst stellt sich diese Frage: Kann ich das bei der Steuer geltend machen? Antwort: Sie können Ihre Spenden steuerlich absetzen – ein Vorteil, den sich viele entgehen lassen. Dabei ist es gar nicht so schwierig, die Spenden in der eigenen Steuererklärung abzusetzen, wenn Sie die Voraussetzungen kennen. Beachten Sie dazu also die folgenden Punkte.

Damit eine Spende steuerlich abgesetzt werden kann, müssen diese 3 Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Spende erfolgt freiwillig und ohne Gegenleistung. Beispiel: Eine Spende an einen anerkannten Hilfsverein für ein soziales Projekt ist kein Problem. Aber eine Spende, die der Golfclub vom neuen Mitglied bei Aufnahme erwartet, wird vom Finanzamt nicht anerkannt.
  • Die Spende erfolgt für steuerbegünstigte Zwecke an eine steuerbegünstige Organisation. Solche Organisationen sind häufig gemeinnützige Vereine, es kann sich aber auch um öffentliche Einrichtungen wie beispielsweise Universitäten oder Bibliotheken handeln.
  • Sie können für die Spende eine Quittung vorlegen – in Amtsdeutsch: Zuwendungsbestätigung.

Ist der steuerliche Abzug möglich, stellt sich die Frage: Wie gehen Sie bei Ihrer nächsten Steuererklärung vor, um sich den Vorteil zu sichern? Um Ihre Spenden steuerlich geltend zu machen, tragen Sie sie in der Steuererklärung im Mantelbogen auf Seite 2 im Abschnitt „Sonderausgaben“ ein.

Dann bleibt die Frage, was mit den Spendenbescheinigungen, also den Quittungen passiert. Das kommt auf die Höhe der Spende an:

  • Liegt die einzelne Spende unter 200 €, brauchen Sie den Beleg nicht ans Finanzamt einzureichen, um sie abzusetzen. Dann reicht ein Kontoauszug, aus dem hervorgeht, dass Sie die Spende geleistet haben. Haben Sie an einer Fernseh-Spenden-Aktion teilgenommen und einen Betrag von Ihrer Telefonrechnung abbuchen lassen, legen Sie die entsprechende Telefonrechnung bei. Der Betrag ist hier ausgewiesen und Sie können so die Spende steuerlich absetzen.
  • Bei Spenden ab 200 € müssen Sie den Beleg des Empfängers im Original beim Finanzamt einreichen, um sich Ihren Steuervorteil zu sichern.

Im kommenden Jahr – also für Spenden ab Januar 2017 – gibt es eine Erleichterung. Dann müssen Belege nicht mehr eingereicht, sondern nur noch aufbewahrt werden, damit das Finanzamt sie auf Nachfrage prüfen kann.

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