Warum Studenten fast immer zu wenig Geld haben …

3 Ausgaben, die Studenten bei ihrer Finanzplanung immer wieder unterschätzen

Finanzplanung für Studenten

Finanzplanung für Studenten / Bild: iStock

In wenigen Wochen startet das Wintersemester – und für viele junge Männer und Frauen beginnt das Studentenleben. Wer sich jetzt auf den Start in der ersten eigenen Bude oder im Wohnheim freut, sollte spätestens jetzt einen Finanzplan aufstellen und genau hinschauen. Denn: Es gibt immer wieder Ausgaben, die Studenten bei der ersten Planung vergessen oder unterschätzen. Das Leben an der Uni und in der Studentenstadt hält nicht nur Verlockungen bereit, sondern auch zahlreiche versteckte Kosten, die die meisten bei der Planung vergessen oder noch nicht richtig einschätzen.

Hier sind einige dieser häufig unterschätzten Kosten, die Sie kennen sollten, damit nicht schon wenige Wochen nach dem Start der Finanznotstand ausbricht und die erste Finanzspritze von den Eltern notwendig wird:

  • Miete frisst mindestens ein Drittel: Studentenstädte sind in der Regel beliebte Städte. Wer aus der Kleinstadt oder einer ländlichen Region kommt und in der Universitätsstadt erstmals nach einer Wohnung sucht, erlebt oft einen Schock, wie hoch das Preisniveau ist. Nach Berechnungen des Deutschen Studentenwerks entfallen mindestens ein Drittel des studentischen Budgets auf Miete und Nebenkosten. Tendenz steigend. In beliebten und teuren Städten wie Hamburg, München oder Köln zahlen Studenten monatlich für Miete und Nebenkosten durchschnittlich schon 350 bis 400 € im Monat.
  • Lehrmaterial: Je nach Fach müssen Studenten auch mehr oder weniger tief in die Tasche greifen, um das Lehrmaterial zu finanzieren. Im Durchschnitt werden nach Berechnungen des Deutschen Studentenwerks bis 65 € monatlich für Bücher etc. fällig. Doch das kann im Einzelfall deutlich mehr werden. Viele stellen zu Beginn des Semesters fest, dass in der Bücherei nicht ausreichend Exemplare eines unbedingt nötigen Standardwerks vorhanden sind. Wenn die Zeit dann vor den ersten Klausuren oder Hausarbeiten drängt, müssen oft mehr teure Fachbücher angeschafft werden als geplant. Wer geschickt ist, setzt hierfür also eine Reserve an.
  • Achtung – auch ältere Studenten können in die Kostenfalle laufen: Wer sich beim Studium Zeit lässt, kann auch als alter Hase plötzlich vor Finanzproblemen stehen. Viele Bundesländer kassieren Gebühren für Langzeitstudenten. Wer etwa in Niedersachsen länger als zwölf Semester für den Bachelor braucht, muss 500 € pro Semester zahlen. Wer länger braucht, etwa weil er arbeiten muss oder Auslandsaufenthalte eingeschoben hat, sollte sich rechtzeitig über solche Langzeitgebühren informieren, um den rechtzeitigen Abschluss anzupeilen, bevor es teuer wird.

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