Warum Sie bei der Steuererklärung haushaltsnahe Dienstleistungen berücksichtigen sollten!

Streu- und Winterdienst, Vorbereitungen für die kalten Monate, Gartenarbeiten – Was Sie jetzt noch vor dem Jahresende erledigen lassen und als haushaltsnahe Aufwendungen von der Steuer absetzen können!

Ist bei Ihnen alles schon winterfest? Sind Pflanzen auf Balkon und Garten versorgt, damit sie nächstes Jahr wieder blühen? Sind Sie bereit für die ersten Schneefälle? Gerüstet für den Frost?

Wenn Sie das alles selbst nicht mehr schaffen, denken Sie jetzt daran:

Viele dieser Arbeiten können Sie erledigen lassen und das Geld, das Sie dafür zahlen, bei der Steuer als haushaltsnahe Aufwendungen absetzen. Sie machen Haus und Hof winterfest – und das mit Hilfe des Finanzamts.

Was können Sie als haushaltsnahe Aufwendungen von der Steuer absetzen? / Bild: iStock

Was können Sie als haushaltsnahe Aufwendungen von der Steuer absetzen? / Bild: iStock

„Haushaltsnahe Dienstleistungen“ heißt hier das Stichwort. Wenn Sie die Arbeiten jetzt noch beauftragen und vor dem Jahreswechsel bezahlen, holen Sie sich einen guten Teil davon schon bei der Steuererklärung 2015 zurück, die Sie Anfang 2016 abgeben. Denken Sie also daran, noch diese Arbeiten in Auftrag zu geben:

  • Garten winterfest machen: Hecken, Sträucher und Bäume zurückschneiden, den Rasen ein letztes Mal mähen und düngen, Blumenzwiebeln auspflanzen – all diese typischen Gartenarbeiten vor der Kälte können Sie als haushaltsnahe Leistungen absetzen.
  • Haus winterfest machen: Muss das Kellerfenster abgedichtet werden, braucht das Garagentor einen neuen Schutzanstrich, muss der Balkon leergeräumt werden? Solche Arbeiten können Sie auch von Handwerkern oder Dienstleistern erledigen lassen, wenn Ihre Zeit dazu nicht reicht. 20 % der Arbeitskosten bekommen Sie direkt bei der Steuer wieder, wenn Sie diese in der Steuererklärung als haushaltsnahe Handwerkerleistung angegeben haben.

Was viele nicht wissen:

  • Den Gehweg vor Ihrem Haus und die Zufahrt zu Ihrem Grundstück von Eis und Schnee freizuhalten kann in einem harten Winter lästig werden. Wenn Sie eine Person oder ein Unternehmen für den Winterdienst engagieren, können Sie die Kosten dafür im Rahmen der haushaltsnahen Aufwendungen geltend machen. Das gilt auch dann, wenn der Winterdienst nicht auf Ihrem Grundstück, sondern auf dem Gehweg davor erfolgt. Das hat der Bundesfinanzhof sogar in einem Urteil bestätigt (Urteil vom 20.3.2014, Az. VI R 55/12).

Wie Sie mit den haushaltsnahen Aufwendungen Steuern sparen

Im Rahmen der haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen können Sie bis zu 5.710 € pro Jahr Steuern sparen! Sie können bei den haushaltsnahen Aufwendungen 20 % des Dienstleistungsanteils pro Jahr direkt von der Steuer absetzen:

  • Haushaltsnahe Dienstleistungen und häusliche Pflege- und Betreuungsleistungen, die durch Selbstständige in Ihrem Auftrag oder von einem bei Ihnen sozialversicherungspflichtig Angestellten ausgeführt werden: 20 % der Kosten (ohne Materialkosten), max. 4.000 € pro Jahr.
  • Haushaltsnahe Handwerkerleistungen, die durch Selbstständige in Ihrem Auftrag ausgeführt werden: 20 % der Kosten (ohne Materialkosten), max. 1.200 € pro Jahr.
  • Haushaltshilfe in geringfügiger Beschäftigung (450-€-Job): 10 % der Kosten, max. 510 € pro Jahr.

Bei den haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen können Sie die Kosten für Arbeiten rund um Haus und Wohnung absetzen. Voraussetzungen:

  • Sie können haushaltsnahen Dienstleistungen absetzen, wenn Sie diese durch Rechnungen belegen können.
  • Die Rechnungen dürfen nicht bar bezahlt werden. Sie müssen den Betrag also überweisen und die Zahlung per Kontoauszug belegen können.
  • Material- und Arbeitskosten müssen in der Rechnung getrennt ausgewiesen sein, weil nur der Arbeits-, nicht aber der Materialanteil begünstigt ist.

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