Warmer Geldregen für Studenten: BAföG-Erhöhung ab dem Wintersemester

7 % mehr – mitunter kann sich auch ein neuer BAföG-Antrag lohnen

BAföG-Erhöhung ab dem Wintersemester

BAföG-Erhöhung ab dem Wintersemester / Bild: iStock

 

Endlich einmal gute Nachrichten für Studenten, die chronisch unter Geldmangel leiden, weil die Eltern nicht genügend verdienen, um das Studium zu finanzieren:

Ab dem Wintersemester gibt es mehr BAföG!

Und die BAföG-Erhöhung wird spürbar sein: Sieben Prozent mehr gibt es für Studenten und Schüler, die Anspruch auf BAföG haben. Die Maximalförderung steigt von 670 auf 735 € pro Monat.

Für Studenten, die bereits gefördert werden, gelten die neuen BAföG-Sätze ab Oktober, für Neuanträge bereits ab 1. August 2016. Die folgende Übersicht zeigt, wie die langersehnte BAföG-Erhöhung in Euro ausfällt:

Übersicht: Das sind die neuen BAföG-Sätze ab Wintersemester 2016 

Außerhalb wohnend Bei den Eltern wohnend
bisher ab Herbst 2016 bisher ab Herbst 2016
Grundbedarf 373 € 399 € 373 € 399 €
Bedarf für die Unterkunft 224 € 250 € 49 € 52 €
Regelbedarf 597 € 649 € 422 € 451 €
Krankenversicherungszuschlag 62 € 71 € 62 € 71 €
Pflegeversicherungszuschlag 11 € 15 € 11 € 15 €
Maximalförderung 670 € 735 € 495 € 537 €

Haben Sie Anspruch auf BAföG? Jetzt noch einmal prüfen!

Gleichzeitig mit der Förderung steigen auch die Freibeträge auf das Einkommen der Eltern. Das heißt: Wer im vergangenen Jahr noch leer ausgegangen ist, weil die Eltern zu viel verdient haben, kann jetzt nach der Anhebung der Sätze den begehrten monatlichen Zuschuss erwarten. Zum Beispiel in einer solche Konstellation:

Beispiel: Die Eltern haben als Angestellte ein Jahreseinkommen von 53.000 € und zahlen 8.200 € Steuern. Damit gab es bisher kein BAföG. Nach der Anhebung zu diesem Wintersemester entsteht jedoch ein Anspruch von 108 € im Monat.

Link-Tipp: Auf der Internetseite bafoeg-rechner.de/Rechner können Sie mit Ihren Zahlen prüfen, ob Sie Anspruch auf BAföG haben und, wenn ja, wie viel.

Hintergrund: Was ist BAföG überhaupt?

BAföG ist die Abkürzung für die Studienfinanzierung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz. Beantragt wird die Förderung beim jeweiligen Studentenwerk der Hochschule. Die Hälfte der Förderung ist ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die andere Hälfte wird als zinsfreier Kredit ausgezahlt, den die Empfänger nach Abschluss der Ausbildung zurückzahlen müssen – maximal jedoch 10.000 €.

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