Verkehrskontrollen – Jetzt wird’s dunkel und teuer

Fahrradbeleuchtung im Fokus: Was Sie beachten sollten, um bei Verkehrskontrollen Strafen zu vermeiden und sicher zu fahren

Fahrradbeleuchtung im Fokus

Fahrradbeleuchtung im Fokus / Bild: iStock

Steigen auch Sie immer häufiger aufs Fahrrad um? Immer mehr Pendler treten in die Pedale, um am Stau vorbeizuradeln, den Körper zu trainieren oder die Umwelt zu schonen. E-Bikes haben der Entwicklung zusätzlich Schub gegeben. Doch auch die Ordnungshüter reagieren auf den Trend, um die Sicherheit zu erhöhen.

Wer morgens früh oder abends im Dunkeln fährt, muss immer häufiger mit Verkehrskontrollen rechnen. Wer dann mit defekter, fehlender oder unzureichender Fahrradbeleuchtung erwischt wird, muss mit 20 bis 35 Euro Bußgeld rechnen. Schlimmer noch:

Kommt es wegen fehlenden Lichts am Rad zum Unfall, wird es richtig teuer: Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club berichtet auf seinen Internetseiten von einem Unfall, bei dem ein erwachsener Radfahrer im Dunkeln mit hoher Geschwindigkeit ohne Licht mit einem jugendlichen Radler zusammengestoßen war. Obwohl der Jugendliche auch kein Licht hatte, musste der Erwachsene 25.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Schon zur eigenen Sicherheit sollten Sie das Fahrradlicht checken, bevor Sie starten. Vorgeschrieben sind:

  • Dynamo oder Batterien bzw. Akku mit 6 Volt Spannung als Energiequelle
  • ein weißer Scheinwerfer als Frontlicht
  • ein rotes Rücklicht, das mindestens 25 cm über dem Boden angebracht sein muss
  • reflektierende Front- und Rückstrahler – dabei darf der weiße Frontstrahler im Vorderlicht integriert sein
  • nach vorn und hinten reflektierende Strahler an den Pedalen
  • jeweils zwei Speichenrückstrahler an den beiden Rädern, damit das Rad auch von der Seite sichtbar ist

Ausnahme für Sportgeräte: Wer mit dem leichten Rennrad oder Mountainbike unterwegs ist, genießt eine Ausnahmeregelung. Räder, die weniger als 11 Kilogramm wiegen, brauchen neben dem Licht keine zusätzlichen Reflektoren etwa an Pedalen oder Speichen, wie sie sonst vorgeschrieben sind. Eine Fahrradbeleuchtung müssen aber auch diese Sportgeräte auf jeden Fall mitführen. Allerdings müssen die Lichter nicht fest montiert sein. Sie können beispielsweise in der Tasche des Trikots verstaut sein und dann angeklemmt werden, wenn das Licht nachlässt.

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