Studium ohne Kraftakt

Geldwerte Tipps rechtzeitig zum Studienbeginn

In wenigen Tagen beginnt das Wintersemester an den Universitäten und damit für viele Studienanfänger ein neues Leben im ersten eigenen Haushalt. Wer schon ein Zimmer oder eine kleine Wohnung gefunden hat, kann wahrscheinlich ein Lied davon singen: Ein Studium ist teuer. Vor allem die Mieten in den Universitätsstädten steigen konstant und können die Ausbildung für Studenten und die Eltern zum finanziellen Kraftakt machen. Da ist jeder Tipp, der Ersparnis bringen könnte, willkommen. Hier 5 von diesen Tipps speziell für die Finanzierung des Studiums:

Tipp 1: Prüfen Sie regelmäßig, wenn sich die finanziellen Verhältnisse der Eltern ändern, ob Sie Anspruch auf BAföG haben. Der Anspruch hängt von der Höhe des Elterneinkommens ab. Was viele nicht wissen: Wer vor dem Studium eine Berufsausbildung absolviert hat, kann unabhängig vom Einkommen der Eltern BAföG beziehen.

Tipp 2: Denken Sie an Finanzierungsalternativen! Wer kein BAföG bekommt, weil die Eltern zu viel verdienen, kann versuchen, ein Stipendium zu bekommen. Wer sich zum ersten Mal damit beschäftigt, stellt schnell fest, dass es überraschend viele Stipendienangebote und -möglichkeiten gibt. Kommen weder BAföG noch ein Stipendium in Betracht, bleibt noch ein Studienkredit, wenn Geldmangel die ersehnte Hochschulausbildung gefährden könnte.

Tipp 3: Da es in vielen Bereichen zu wenige Arbeitnehmer gibt, finden Studenten oft leicht einen Nebenjob, um die Kasse aufzubessern. BAföG-Bezieher sollten aber darauf achten, dass sie nicht unbegrenzt dazuverdienen können. Wer als BAföG-Empfänger monatlich mehr als rund 400 € verdient, muss mit Abzügen rechnen. Am lukrativsten wird ein Nebenjob dann, wenn er schon etwas mit dem späteren Beruf zu tun hat.

Tipp 4: Studenten sind oft schon deutlich älter als 20 – trotzdem können die Eltern weiter Kindergeld beziehen und bei der Steuer die Kinderfreibeträge geltend machen. Wenn die Eltern nachweisen, dass das Kind studiert oder sich um einen Studienplatz bewirbt, fließen weiterhin 188 € (ab 2016: 190 €) für das erste Kind, 194 € (ab 2016: 196 €) für das zweite bzw. 219 € (ab 2016: 221 €) für jedes weitere Kind. Der Kinderfreibetrag beläuft sich auf 7.152 € (ab 2016: 7.248 €). Für diesen Anteil am Gehalt müssen die Eltern keine Steuer zahlen.

Tipp 5: Oft müssen Studenten eine Haftpflichtversicherung nachweisen, wenn sie eine Wohnung oder Zimmer anmieten. Schließen Sie nicht voreilig eine neue Versicherung ab. Denn oft sind die Kinder – solange sie sich in der Ausbildung befinden – über die Eltern mitversichert. Dann reicht für die Vorlage beim Vermieter der Studentenwohnung eine entsprechende Bestätigung über die Mitversicherung.

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