Repräsentative Studie zur Geldanlage in Deutschland und den USA

Die Institute YouGov Deutschland und YouGov USA führten in Zusammenarbeit mit der quirin bank AG  eine Studie zum Thema Geldanlage in Deutschland und Geldanlage in den USA durch.

Studie zum Thema Geldanlage / Bild: Pixeljoy/Shutterstock

Studie zum Thema Geldanlage / Bild: Pixeljoy/Shutterstock

Im Zeitraum Juli bis August 2016 wurden 1.056 Deutsche und 1.007 US-Amerikaner zu ihren Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Geldanlage befragt. Was die Ergebnisse der Umfrage betrifft, so zeigt sich, dass sich deutsche und amerikanische Anleger in vielen, aber nicht in allen Punkten einig sind:

 

Repräsentative Studie zur Geldanlage in Deutschland und den USA – Die Ergebnisse in der Übersicht

Interesse am Thema Geldanlage

  • Deutsche und Amerikaner sind in etwa gleich stark am Thema Geldanlage interessiert: Jeweils fast die Hälfte der Bevölkerung ab 18 Jahren ist sehr oder eher interessiert (In Deutschland sind das 43 Prozent, in den USA 46 Prozent).
  • Die Studie zur Geldanlage ergab außerdem, dass das Interesse an Anlagethemen in beiden Ländern mit dem Einkommen wächst.

Geldanlage im Ausland

  • Deutsche sind eher dazu bereit, Geld außerhalb des eigenen Landes bei einem Anbieter anzulegen (23 Prozent, im Vergleich dazu sind nur 14 Prozent der Amerikaner dazu bereit).
  • 15 Prozent der Deutschen haben das auch schon getan. In den USA sind es nur 6 Prozent.

Vertrauen in Computer bei der Geldanlage

  • Fast doppelt so viele Deutsche (51 Prozent) wie Amerikaner (26 Prozent) glauben, dass die Auswahl einer guten Geldanlage ohne Unterstützung durch Computer nicht mehr gelingt.
  • Die Studie zur Geldanlage ermittelte des Weiteren, dass fast jeder vierte Anleger schon mindestens einmal über das Internet eine Geldanlage abgeschlossen hat. Das Ergebnis ist für beide Länder gleich.

Vertrauen in Berater

  • 57 Prozent der Deutschen geben ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber Anlageberatern und Vermögensverwaltern an. Das sieht in den USA ganz anders aus: Hier haben nur 23 Prozent der Befragten Misstrauen gegenüber Beratern, die Geldanlagen empfehlen.
  • Dieser große Unterschied zeigt sich in allen Altersgruppen sowie unter Männern und Frauen gleichermaßen.

Kritische Einstellung gegenüber Experten

  • 50 Prozent der befragten Personen in Deutschland sind der Meinung, dass kein Geldanlage-Berater schlauer sein und bessere Ergebnisse erzielen kann als der Markt. Diese Ansicht vertreten nur 33 Prozent der Amerikaner.
  • Der Aussage „Weil die Finanzmärkte immer komplizierter werden, durchschauen auch Experten immer weniger die Zusammenhänge.“ stimmen 58 Prozent der deutschen Bürger, aber nur 41 Prozent der Amerikaner zu.

    Kritische Einstellung gegenüber Experten / Bild: Uber Images/Shutterstock

    Kritische Einstellung gegenüber Experten / Bild: Uber Images/Shutterstock

  • Doppelt so viele Deutsche (42 Prozent) glauben, „dass man an gute Geldanlagen nur kommt, wenn man ein großes Vermögen verwalten lässt“. Mit kleinen Beträgen sei das ihrer Meinung nach nicht möglich. Dem pflichten nur 21 Prozent der Amerikaner bei.
  • 27 Prozent der deutschen Anleger sind laut der Studie zur Geldanlage zudem überzeugt, dass gute Ergebnisse nur große Verwalter schaffen. Das wäre der Fall, wenn sie etwa einen großen Stab an Leuten hinter sich haben. Das glauben nur 15 Prozent der amerikanischen Befragten.
  • Doppelt so viele Deutsche wie Amerikaner denken, dass nur bei hohen Anlagesummen und teuren Vermögensverwaltern ihre Geldanlage regelmäßig auf individuelle Anlageziele überprüft werden kann.
  • 58 Prozent der Deutschen haben große Bedenken bei der Geldanlageberatung: Sie meinen, dass Anlagen nur aus Provisionsinteresse empfohlen werden. 46 Prozent sorgen sich außerdem, zu viel für die Anlageberatung zu zahlen.
  • Diese Bedenken hat in den USA nur etwa ein Drittel der Befragten.

Deutsche entspannter bei der Geldanlage

  • Beiden Ländern ist es laut der Studie zur Geldanlage in etwa gleich wichtig, „bequem und von überall die Geldanlage disponieren zu können, etwa über das Internet“ (56 Prozent D, 55 Prozent USA).
  • Bei internationalen Geldanlagen halten 43 Prozent der Deutschen und 42 Prozent der Amerikaner das Internet für eine gute Hilfe.
  • Deutsche Anleger fühlen sich aber weniger gestresst, wenn sie ihre Geldanlage selbstständig betreiben. Sie gehen dabei allerdings auch geringere Risiken ein: 36 Prozent der Deutschen kaufen grundsätzlich keine börsennotierten Wertpapiere. In den USA tun das nur 27 Prozent nicht.

Tipps zur Geldanlage am Kapitalmarkt 2017

Geldanlage am Kapitalmarkt / Bild: Nednapa Sopasuntorn/Shutterstock

Geldanlage am Kapitalmarkt / Bild: Nednapa Sopasuntorn/Shutterstock

Wegen des aktuellen Nullzins-Umfelds werfen sichere Geldanlagen kaum mehr Zinsen ab. Dagegen haben sich die Aktienkurse teilweise positiv entwickelt. Aktien stellen eine Option dar, langfristig Geld anzulegen. Das Handeln mit Aktien kann jedoch immer auch Verluste mit sich bringen. Daher kommt es darauf an, auf welche Aktie zu welchem Zeitpunkt gesetzt wird. Die Investition in Wertpapiere hat sowohl Vorteile als auch Risiken:

Vorteile

  • Der Kauf von Aktien bringt unterschiedliche Gewinnchancen mit. Sie können sich möglicherweise dafür eignen dauerhaft Gewinne zu machen.
  • Die Entwicklung des Dax zeigt, dass Aktien auf Dauer gewinnbringender sein können, als beispielsweise der Kauf einer Immobilie oder die Investition in ein Sparbuch.
  • Einige Aktienunternehmen zahlen eine jährliche Dividendenrendite aus. Damit haben Aktionäre ein zusätzliches Einkommen (zu der möglicherweise steigenden Kursentwicklung).
  • Zu den Handelszeiten können Sie Wertpapiere an der Börse jederzeit kaufen und verkaufen. Sie können langfristig oder auch kurzfristig investieren. Der Handel mit Aktien bietet damit hohe Flexibilität.
  • Der Aktienmarkt ermöglicht Anlegern eine große Auswahl: Weltweit gibt es tausende Aktien, die in zahlreichen Branchen gehandelt werden können.

Risiken

  • Auf die Entwicklung am Aktienmarkt haben Sie keinen Einfluss. Wertpapierkurse unterliegen Kursschwankungen, die auch zu Verlusten oder gar der Insolvenz führen können. Die Gründe hierfür sind sehr vielfältig, daher können beispielsweise auch psychologische Gründe tiefgreifenden Einfluss haben.
  • Wenn die Kursentwicklung plötzlich eine Wende nimmt, sollte daher die Anlage nie kurzerhand abgebrochen werden. Trotzdem können die Verluste bei Aktien groß sein. Investieren Sie daher nie Geld in Wertpapiere, auf das Sie unbedingt angewiesen sind. Experten raten außerdem, nie nur auf eine Aktie zu setzen.
  • Darüber hinaus besteht das Emittenten-Risiko: das Risiko des Totalverlustes des investierten Kapitals, wenn der Emittent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.
  • Die Garantie auf eine Dividende erhalten Sie nicht. Als Anleger haben Sie nur die Option, auf gute Kursentwicklungen zu hoffen.
  • Aufgrund der Abgeltungssteuer von 2009 muss jeder Steuerpflichtige etwa 25 Prozent der Gewinne versteuern.

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