Strompreis-Spirale dreht sich weiter: Stromkosten werden 2016 wieder teurer

Warum Sie sich auf eine Strompreiserhöhung einrichten müssen und wie Sie Stromkosten sparen können

Ihre Stromrechnung war in diesem Jahr nicht höher als im Jahr davor? Sind Sie selbst verblüfft, dass der Strom endlich einmal nicht teurer geworden ist? Sie können aber sicher sein: Das ist nur eine vorübergehende Atempause! Die nächste Strompreiserhöhung kommt bestimmt. Genauer gesagt:

Schon 2016 wird die Stromrechnung wahrscheinlich wieder höher ausfallen

Der Grund: die Ökostromumlage steigt 2016 von 6,17 auf 6,35 Cent pro Kilowattstunde. Wenn die Stromanbieter die Ökostromumlage voll auf den Endkundenpreis umlegen, werden die Stromkosten um 0,18 Cent je Kilowattstunde teurer.

Hinzu kommen noch weiter steigende Netzentgelte, die in unterschiedlicher Höhe je nach Region und Anbieter auf die Stromkosten umgelegt werden können. Diese Netzentgelte werden wohl steigen, weil damit die Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung und die großen Stromautobahnen finanziert werden müssen, die von den Windenergie-Anlagen im windigen Norden nach Süden führen sollen.

Ob Ihr Anbieter die Preise in welchem Umfang erhöht, werden die nächsten Wochen zeigen, wenn Ihnen ein entsprechendes Schreiben ins Haus flattert.

3 Spar-Tipps, um Stromfresser zu erkennen und Stromkosten zu sparen

  • Tipp 1: Wenn Sie sich bisher noch nicht um den Strompreis gekümmert haben und aus Bequemlichkeit immer die Stromrechnung des bisherigen Anbieters akzeptiert haben, nehmen Sie die drohende Strompreiserhöhung zum Anlass, sich nach einem preiswerteren Lieferanten umzuschauen. Im durchschnittlichen Haushalt ist durch den Wechsel zu einem günstigen Anbieter eine Ersparnis von mehreren Hundert Euro pro Jahr möglich. Wenn Sie wechseln, schließen Sie allerdings nur Verträge mit kurzer Laufzeit von beispielsweise einem Jahr ab. So bleiben Sie flexibel und können wieder wechseln, falls der neue Anbieter die Preise unerwartet wieder anhebt.
  • Tipp 2: Identifizieren Sie die großen Strom-Verbraucher in Ihrem Haushalt. Oft sind es wenige große Stromfresser, die für den Löwenanteil der Stromkosten verantwortlich sind und deshalb das größte Sparpotenzial eröffnen. Häufigstes Beispiel: Durchlauferhitzer für Dusche und Warmwasser, die oft 20 Kilowattstunden verbrauchen. Wer die Zeit, in der das Wasser läuft, halbiert und eine Sparbrause verwendet, kann allein dadurch Stromkosten im dreistelligen Bereich pro Jahr einsparen.
  • Tipp 3: Doch auch bei kleinen Stromfressern lässt sich Strom sparen. Wenig bekannt ist zum Beispiel, dass alle Ladegeräte für Handys, Tablets, Laptops und Co. auch dann Strom verbrauchen, wenn sie nutzlos in der Steckdose stecken und gar kein Gerät angeschlossen ist. Achten Sie daher darauf, alle Netzgeräte herauszuziehen und in der Schublade zu verstauen, wenn damit nicht geladen wird.

 

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