Stichtag 31.05: Jetzt wird höchste Zeit für die Abgabe der Steuererklärung 2015

Zwei Steuererklärungs-Tipps, mit denen Sie noch mehr Ersparnis herausholen können

Steuerspartipps / Bild: iStock

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In diesem und im nächsten Jahr müssen Sie Ihre Steuererklärung noch bis zum 31. Mai abgeben – erst 2018 gilt die neue Frist für Steuererklärung, die Ihnen zwei Monate mehr Zeit einräumt. Das heißt: Wenn Sie zur Abgabe verpflichtet sind, sollten Sie jetzt Gas geben, damit Ihre Steuererklärung rechtzeitig in der kommenden Woche beim Finanzamt ist. Hier noch ein paar Last-Minute-Steuererklärungstipps, mit denen Sie Zeit und möglichst auch noch ein paar Euro Steuern sparen.

Steuerspartipp 1: Wie Sie mit der Nebenkostenabrechnung jetzt noch Steuern sparen      

Haben auch Sie schon vom Vermieter Ihre Nebenkostenabrechnung für 2015 bekommen? Die gute Nachricht dann: Sie können möglicherweise ein paar Posten daraus in der Steuererklärung für 2015 geltend machen und dadurch Steuern sparen, und zwar im Rahmen der begünstigten haushaltsnahen Dienstleistungen. Auch als Mieter einer Wohnung können Sie die Handwerkerkosten absetzen, auch wenn Sie den Handwerker oder Gebäudereiniger gar nicht selbst beauftragt haben.

Beispiel: Handwerkerleistungen für die Steuererklärung. Ihr Vermieter sorgt für die Reinigung des Hausflurs. Dazu hat er eine Reinigungsfirma beauftragt, die 2-mal pro Woche den Flur wischt. Die Kosten dafür legt er auf Sie und die anderen Mieter des Hauses um: für jeden Mieter 15 € im Monat. Der Betrag – für Sie also 180 € für das Jahr – erscheint als ein Posten auf der Nebenkostenabrechnung. 20 % können Sie bei den Leistungen geltend machen. Das sind 26 €, die Sie allein für diesen Posten als Mietnebenkosten absetzen können!

Geltend machen können Sie natürlich nicht nur Kosten für Reinigungsarbeiten wie in dem Beispiel. Natürlich können Sie auch andere Handwerkerkosten absetzen, zum Beispiel Gartenarbeiten.

Steuerspartipp 2: Wenn Quittungen verloren sind – der Eigenbeleg für das Finanzamt

Das passiert leider immer wieder: Quittungen sind einfach spurlos verschwunden. Sie können sich daran erinnern, dass Sie den Beleg für die Steuer aufheben wollten, jetzt ist er aber einfach nicht mehr auffindbar. Die gute Nachricht ist dann: Sie brauchen auf den Steuervorteil nicht unbedingt zu verzichten! Wenn Sie ganz sicher sind, dass Sie eine Leistung bezahlt haben, die Sie zum Beispiel bei den Werbungskosten absetzen können, aber der Beleg nicht mehr vorhanden ist, können Sie die Steuerersparnis durch das Schreiben eines Belegs retten. Das heißt dann Eigenbeleg.

Sie notieren einfach auf ein Blatt Papier die üblichen Angaben, die auf einer Rechnung oder einem Zahlungsbeleg stehen, und machen den Betrag bei der Steuer wie gewohnt geltend. Das folgende Eigenbeleg-Muster zeigt, was dem Beleg für das Finanzamt stehen muss:

  • Überschrift „Eigenbeleg“
  • Zahlungsempfänger mit kompletter Adresse
  • Zahlungsdatum
  • Art der Aufwendung (also: Was wurde gekauft/bezahlt?)
  • Betrag
  • Grund für den Eigenbeleg (z. B.: „Original-Beleg verloren“)
  • Zahlungsart (Überweisung oder Barzahlung)
  • Datum des Eigenbelegs und Ihre Unterschrift

Extra-Steuertipp: Auch wenn Sie nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, sollten Sie daran denken, sie freiwillig abzugeben. Denn in 90 % der Fälle gibt es danach eine Erstattung durchs Finanzamt – und die liegt im Durchschnitt bei immerhin etwa 900 €.

 

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