Steuertipps für den 31. Mai: Denken Sie jetzt an diese Steuerersparnis Möglichkeiten

Fünf Steuertipps, mit denen Sie mehr Steuererstattung herausholen können

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Tipps für Ihre Steuererstattung / Bild: iStock

Der 31. Mai rückt unaufhaltsam näher: Wenn Sie dazu verpflichtet sind eine Steuererklärung abzugeben ist das Ihr Stichtag für 2015. Höchste Zeit, sich langsam an den Schreibtisch zu setzen, die Unterlagen, Rechnungen und Belege aus dem vergangenen zu ordnen und die Steuererstattung Möglichkeiten auszuloten. Hier sind ein paar Anregungen dazu: Fünf Steuererstattung Möglichkeiten und Ausgaben, die Angestellte immer wieder übersehen und ungenutzt lassen.

Steuertipp 1: Das können Sie bei Versicherungen absetzen

Versicherungen hat jeder, viele davon können Sie bei der Steuer geltend machen. Doch die Regelungen sind etwas kompliziert – deshalb lassen sich viele abschrecken. Hier das Wichtigste auf einen Blick. Die größten Posten, die Sie steuerlich absetzen können, sind die Ausgaben für die Altersvorsorge und die Krankenversicherung:

  • Altersvorsorge: Steuerlich absetzen können Sie immer die Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung, für berufliche Versorgungswerke, für Rürup- und Riester-Verträge. Für 2015 gilt hier der Höchstbetrag von 22.172 Euro (44.344 für Ehepaare/gesetzliche Lebenspartner). Im Jahr zuvor lag die Grenze noch bei 20.000 Euro.
  • Krankenversicherung: Hier können Sie für die Basisversorgung pro Jahr bis zu 1.900 Euro steuerlich geltend machen. Erreicht Ihre Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge diese Grenze nicht, können Sie den verbleibenden Betrag nutzen, um andere Versicherungen abzusetzen, wie Arbeitslosen-, Unfall-, Haftpflicht- und Risikolebens- oder Krankenzusatzversicherungen.

Steuertipp 2: Haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen

Wer in seiner Privatwohnung oder seinem Haus etwas von einer Firma reparieren lässt, wer seine Kinder zu Hause betreuen lässt oder einen Hausmeister bezahlt, kann die Kosten dafür teilweise steuerlich absetzen. 20% der Arbeitskosten (nicht Materialkosten) werden direkt von Steuerschuld abgezogen. Hier kann eine hübsche Steuerersparnis zustande kommen. Voraussetzung: Sie haben eine Rechnung, bei der die Kosten in Arbeitsanteil und Materialkosten aufgeschlüsselt sind. Und: Der Betrag muss überwiesen werden. Bei Barzahlung gibt es den Steuervorteil nicht!

Steuertipp 3: Lassen Sie sich Ihre Zuwendungen steuerlich versüßen

Haben Sie beispielsweise zu Weihnachten etwas gespendet? Oder im Laufe des Jahres 2015 ein gemeinnütziges Projekt unterstützt? Dann können Sie sich Ihr finanzielles Engagement bei der Steuer honorieren lassen. Bei Zuwendungen bis 200 € genügt dafür der Bankbeleg. War die Spende höher brauchen Sie eine Zuwendungsbestätigung, also einen Beleg des Spendenempfängers.

Steuertipp 4: Teure medizinische Behandlungen – so beteiligt sich das Finanzamt

Immer wieder gibt es medizinisch notwendige Behandlungen, die von der Krankenkasse nicht oder nicht ganz übernommen werden. Beispielsweise eine teure Zahnbehandlung oder eine Kur, bei der Sie zuzahlen müssen. Diese Kosten können Sie als außergewöhnliche Belastungen steuerlich absetzen, sobald die Grenze der zumutbaren Belastung überschritten ist. Diese Grenze ist je nach Einkommen und Familienstand unterschiedlich hoch.

Steuertipp 5: Mussten Sie in 2015 umziehen?

Sind Sie in 2015 aus beruflichen Gründen umgezogen – etwa, weil Sie den Arbeitsplatz gewechselt haben? Wenn der neue Arbeitgeber die Kosten dafür nicht übernommen hat, können Sie einen ansehnlichen Teil Ihrer Ausgaben über die Steuer wieder hereinholen. Denn beruflich veranlasste Umzüge können Sie in Höhe der tatsächlich entstandenen Kosten bei Ihren Werbungskosten geltend machen: Dazu zählen beispielsweise die Kosten für das Umzugsunternehmen und Maklerprovisionen. Zusätzlich können Sie ohne weitere Nachweise eine Pauschale für die sonstigen Ausgaben geltend machen: Aktuell sind das 730 Euro für Ledige und 1460 Euro für Verheiratete.

Beruflich veranlasst kann der Umzug auch ohne Arbeitsplatzwechsel sein: Dann nämlich, wenn sich Arbeitsweg dadurch deutlich verringert. Verkürzt sich der Hin- und Rückweg zur Arbeit jeweils um mindestens 30 Minuten, erkennen die Finanzämter die Umzugskosten an.

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