Jetzt an die Steuererklärung für 2016 denken!

Mit welchen einfachen Steuer Tipps Sie jetzt noch Ihre Steuererstattung für 2016 erhöhen können

Tipps für Ihre Steuererklärung

Tipps für Ihre Steuererklärung / Bild: iStock

Jetzt sind es nur 6 Wochen bis zum Jahresende – höchste Zeit, um an die Steuer zu denken. Bis zur Abgabe Ihrer Steuererklärung für 2016 haben Sie zwar noch Zeit bis zum 31. Mai 2017. Doch dabei können Sie nur Belege und Ausgaben steuerlich geltend machen, die innerhalb 2016 entstanden sind. Prüfen Sie also jetzt, was Sie noch bis zum 31. Dezember 2016 regeln oder kaufen sollten, um sich den Steuervorteil zu sichern.

Tipp 1: Riester ausschöpfen

Haben Sie wie so viele Arbeitnehmer einen Riester-Rentenvertrag für die persönliche Altersvorsorge? 2.100 €, die Sie hier einzahlen, können Sie in der Anlage AV der Steuererklärung geltend machen. Prüfen Sie jetzt: Viele Arbeitnehmer schöpfen diese Höchstgrenze nicht aus, weil sie nur geringere Beträge im Rahmen des Riester-Vertrags einzahlen. Wenn Sie jetzt Geld übrig haben, das Sie für die Altersvorsorge zurücklegen wollen, kann es sinnvoll sein, jetzt noch den Betrag durch eine Einmalzahlung auszuschöpfen – Sie sichern sich dann den Steuervorteil.

Tipp 2: Sinnvolle Werbungskosten erzeugen

Können Sie jetzt vor Jahresende noch sinnvolle Werbungskosten erzeugen, die Sie bei der Steuererklärung für 2016 geltend machen können? 1.000 € für Werbungskosten zieht das Finanzamt pauschal ab. Doch in der Regel lässt sich leicht nachweisen, dass Sie Kosten von mehr als 1.000 € im Laufe des Jahres rund um Ihre Arbeit hatten. Voraussetzung ist, dass Sie diese Kosten mit Quittungen und Belegen nachweisen können. Hier einige wichtige Ausgabe, die Sie als Werbungskosten geltend machen können. Typisches Beispiel:

Arbeitsmittel für eine Arbeitsecke zu Hause, um dort abends oder am Wochenende noch die ein oder andere Überstunde für Ihren Arbeitgeber zu machen – zum Beispiel: Schreibzeug und Papier, Abo-Rechnungen, Fachzeitschriften, Online-Kurse etc., die Sie aus eigener Tasche bezahlt haben.

Doch Achtung: Lassen Sie sich niemals zum Kauf irgendeines Gegenstandes oder zu einer Ausgabe verleiten, nur um Steuern zu sparen. Die Betonung liegt auf „sinnvollen“ Ausgaben als Werbungskosten. Die Ausgabe etwa für ein Fachbuch, das Sie niemals lesen, ist immer höher als der Steuervorteil, der durch diese Ausgabe herauskommen könnte.

Tipp 3: Hatten Sie in diesem Jahr außergewöhnliche Belastungen?

Krankheiten oder andere Belastungen erzeugen Stress und Ausgaben. Viele verdrängen deshalb den Gedanken daran und sind froh, wenn sie alles überstanden haben. Jetzt sollten Sie aber noch einmal prüfen, ob Sie in 2016 z. B. eine medizinisch notwendige Zahnbehandlung teilweise aus eigener Tasche bezahlen mussten. Oder pflegebedürftige Eltern unterstützen? Solche und ähnliche Ausgaben können Sie teilweise oft als „außergewöhnliche Belastungen“ steuerlich geltend machen. Wie hoch dieser absetzbare Anteil ist, hängt von Ihrem Einkommen und Ihrem Familienstand ab.

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