Steuererklärung: Können auch Sie sich 800 Euro zurückholen?

Wenn Sie sich rechtzeitig um Ihre Steuererklärung 2013 kümmern, genießen Sie gleich zwei entscheidende Vorteile:

  • Sie kommen schneller an Ihr Geld: Jetzt wird Ihre Steuererklärung noch schneller bearbeitet. Kurz vor dem Abgabetermin am 31.05. wird es in den Finanzämtern eng. Bearbeitung und Erstattung könnten länger dauern.
  • Sie vermeiden Nachteile: Tauchen bei der Steuererklärung Fragen auf oder fehlen Belege, können Sie sich jetzt noch in Ruhe darum kümmern. Wer bis zum letzten Moment wartet, riskiert Nachteile, weil er möglicherweise wichtige Unterlagen nicht mehr rechtzeitig beschaffen kann.

Selbstständige müssen grundsätzlich jährlich die Steuererklärung abgeben. Aber auch viele Angestellte sind dazu verpflichtet – zum Beispiel in diesen Fällen:

  • Gemeinsam veranlagte Ehepaare, bei denen beide Partner berufstätig sind, mit der Steuerklassenkombination III/V
  • Angestellte mit Nebeneinkünften, die 410 Euro übersteigen
  • Angestellte, die gleichzeitig bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt waren

Aber:Oft ist es auch dann sinnvoll, eine Steuererklärung abzugeben, wenn Sie gar nicht dazu verpflichtet sind. Denn vielfach kommt nach der Steuererklärung ein warmer Regen:Experten haben ausgerechnet, dass Angestellte nach der Steuererklärung eine Erstattung in Höhe von durchschnittlich 800 Euro bekommen. Selbst wenn Sie für die Steuererklärung einen ganzen Abend opfern, ergibt das einen hübschen Stundenlohn.Um möglichst viel Geld zurückzubekommen, sollten Sie wissen, was Sie alles in der Steuererklärung geltend machen können. Hier drei Ausgabenarten, die Sie in der Steuererklärung aufführen können, die Angestellte immer wieder vergessen.

3 häufig vergessene Ausgabenarten, mit denen Sie Steuern sparen können

  • Haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen: Wer in seiner Privatwohnung oder seinem Haus etwas von einer Firma reparieren lässt, wer seine Kinder zu Hause betreuen lässt oder einen Hausmeister bezahlt, kann die Kosten dafür teilweise steuerlich geltend machen. 20 % der Arbeitskosten (nicht Materialkosten) werden direkt von der Steuerschuld abgezogen. Hier kann eine hübsche Steuerersparnis zustande kommen. Voraussetzung: Sie haben eine Rechnung, bei der die Kosten in Arbeitsanteil und Materialkosten aufgeschlüsselt sind. Und: Der Betrag muss überwiesen werden. Bei Barzahlung gibt es den Steuervorteil nicht!
  • Spenden: Haben Sie beispielsweise zu Weihnachten etwas gespendet? Oder im Laufe des Jahres ein gemeinnütziges Projekt unterstützt? Dann können Sie sich Ihr finanzielles Engagement bei der Steuer honorieren lassen. Bei Zuwendungen bis 200 Euro genügt dafür der Bankbeleg. War die Spende höher, brauchen Sie eine Zuwendungsbestätigung, also einen Beleg des Spendenempfängers.
  • Heilbehandlungen und Medikamente: Immer wieder gibt es medizinisch notwendige Behandlungen, die von der Krankenkasse nicht oder nicht ganz übernommen werden. Beispielsweise eine teure Zahnbehandlung oder eine Kur, bei der Sie zuzahlen müssen. Diese Kosten können Sie als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen, sobald die Grenze der zumutbaren Belastung überschritten ist. Diese Grenze ist je nach Einkommen und Familienstand unterschiedlich hoch. Wie hoch sie bei Ihnen liegt, können Sie im Internet zum Beispiel mit dem Onlinerechner auf der Website Ihrer Oberfinanzdirektion ermitteln.

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