Steuererklärung 2016: Jetzt schon an die nächste Steuererklärung denken – es lohnt sich!

Werbungskosten – warum Sie jetzt fleißig Quittungen sammeln sollten

Werbungskosten 2017

Werbungskosten 2017 / Bild: iStock

Viele Arbeitnehmer sind froh, wenn sie die Steuererklärung vom vergangenen Jahr hinter sich haben – und denken dann nicht mehr daran, bis im kommenden Jahr wieder die Abgabefrist der Steuererklärung naht. Wer schlau ist und sich die größten Vorteile sichern will, hat jetzt schon die Steuererklärung für 2016 im Kopf und sammelt fleißig Quittungen, mit denen die Werbungskosten geltend gemacht werden können. Denn hier ist für die Arbeitnehmer die größte Ersparnis möglich. 1.000 € für Werbungskosten zieht das Finanzamt pauschal ab. Doch in der Regel lässt sich leicht nachweisen, dass Sie Kosten von mehr als 1.000 € im Laufe des Jahres rund um Ihre Arbeit hatten.

Voraussetzung ist, dass Sie diese Kosten mit Quittungen und Belegen nachweisen können. Hier einige wichtige Ausgaben, die Sie als Werbungskosten bei der nächsten Steuererklärung geltend machen können:

  • Arbeitsmittel: Wenn Sie sich Arbeitsmittel zugelegt haben, die Sie überwiegend für berufliche Zwecke nutzen, können Sie die Kosten für die Arbeitsmittel bei Ihren Werbungskosten geltend machen. Denken Sie zum Beispiel an Quittungen für Schreibzeug und Papier, Abo-Rechnungen, Fachzeitschriften, Online-Kurse etc., die Sie aus eigener Tasche bezahlt haben.
  • Fortbildungskosten: Haben Sie Fachbücher gekauft, um beruflich auf dem Laufenden zu bleiben? Oder haben Sie an einem Seminar teilgenommen und die Fortbildungskosten dafür nicht vom Arbeitgeber erstattet bekommen? Auch das sind Werbungskosten!
  • Telefonrechnung: Ruft Ihr Chef häufiger bei Ihnen zu Hause an? Oder müssen Sie auch öfter einen Kunden oder Geschäftspartner von Ihrem Privatanschluss anrufen? Nutzen Sie den privaten Internetanschluss auch zur beruflichen Recherche? Dann machen Sie die Kosten anteilig bei der Steuer geltend! Wenn Sie über Ihren privaten Anschluss auch beruflich kommunizieren, können Sie anteilige Kosten geltend machen. Dazu müssen Sie nicht jedes einzelne Gespräch aufzeichnen – Sie können bis zu 20 % der Rechnung (maximal 20 € pro Monat) pauschal ansetzen. Am besten lassen Sie sich vom Arbeitgeber bestätigen, dass die berufliche Kommunikation von zu Hause notwendig ist.
  • Fahrtkosten Vorstellungsgesprächen: Haben Sie sich im Laufe des Jahres bei einem anderen Arbeitgeber beworben und sind Sie zu einem Vorstellungsgespräch angereist? Wenn die Fahrtkosten dafür nicht erstattet wurden, können Sie die Ausgaben bei der Steuer als Werbungskosten geltend machen. Tipp: Hat der mögliche Arbeitgeber nur einen Teil Ihrer Ausgaben erstattet, machen Sie die darüber hinausgehenden Kosten geltend.

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