So vermeiden Sie Ärger und Kosten durch den Poststreik

Kein Stress – auch wenn der Postmann nicht mehr klingelt

Die wichtigsten Tipps, mit denen Sie Ärger und Kosten durch den Poststreik aus dem Weg gehen

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Der Poststreik nimmt kein Ende: Millionen von Briefen und Paketen werden verspätet ausgeliefert oder bleiben liegen und stapeln sich in den Verteilzentren. In Zeiten von E-Mail, SMS und Kurznachrichtendiensten stört ein solcher Streik das Leben nicht mehr so empfindlich wie früher – trotzdem:

 

 

Der Poststreik kann immer noch ernsthafte Probleme mit sich bringen! Was etwa, wenn Sie einen wichtigen Steuertermin einhalten müssen – zum Beispiel aktuell einen möglichen Widerspruch gegen einen Steuerbescheid? Was wenn Sie einen Vertrag rechtzeitig kündigen wollen? Was bei einer Rücksendung?

Hier die wichtigsten Tipps, mit denen Sie Stress wegen des Streiks vermeiden:

Tipp 1: Wie Sie trotz Streiks wichtige Steuertermine einhalten

Am 31. Mai war Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung für 2014. Wer sie rechtzeitig vorher abgegeben hat, bekommt nun seinen Steuerbescheid oder hat ihn schon einige Tage oder Wochen auf dem Schreibtisch. Fällt der Bescheid nicht wie erwartet aus, ist in vielen Fällen ein Widerspruch notwendig. Doch dafür muss eine Frist eingehalten werden: Der schriftliche Widerspruch muss innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheids beim Finanzamt sein. Beim Poststreik eine riskante Sache!

Wenn Sie einen Widerspruch beim Finanzamt einlegen wollen, sollten Sie während des Streiks auf Nummer sicher gehen. Dazu haben Sie zwei Möglichkeiten:

  • Senden Sie den Widerspruch per Fax, wenn Sie ein Gerät greifbar haben. Bewahren Sie das Sendeprotokoll auf, um die rechtzeitige Übermittlung nachweisen zu können. Oder:
  • Bringen Sie den Brief mit dem Einspruch persönlich beim Finanzamt vorbei – das ist am sichersten.

Wer einen wichtigen Brief ans Finanzamt jetzt mit der Post verschickt, kann nicht auf den Streik verweisen, wenn der Brief zu spät ankommt. Darauf hat jetzt sogar das Landesamt für Steuern Rheinland-Pfalz in einer Mitteilung hingewiesen. Durch die ausführliche Berichterstattung müsse jedem bekannt sein, dass die Paket- und Briefboten streiken. Wer trotzdem einen Brief verschickt und eine Frist versäumt, trägt selbst die Schuld.

Tipp 2: Wie Sie sicher kündigen

Viele Verträge können Sie auch mündlich abschließen. Was viele nicht wissen: Beispielsweise ein Arbeitsvertrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber kann problemlos auch einfach durch Ansprache und Handschlag zustande kommen. Solche Verträge können Sie im Prinzip auch mündlich oder per E-Mail kündigen, wenn der Briefversand beim Streik unsicher ist. Doch darauf sollten Sie sich nicht verlassen. Gibt es später Streit über die Kündigung oder die Konditionen, wird es schwierig, einen Nachweis zu führen. Deshalb auch hier: Nutzen Sie bei Kündigungen jetzt während des Streiks am besten ein Fax.

Tipp 3: Kein Stress bei Paketrücksendungen

Wenn Sie gern online bestellen, nutzen Sie vielleicht auch häufiger das 14-tägige Widerrufsrecht. Diese 14-Tage-Frist beginnt mit dem Tag, an dem die bestellte Ware bei Ihnen eintrifft. Und zur Fristwahrung reicht die rechtzeitige Absendung. Hier besteht also keine Gefahr, die Frist wegen des Poststreiks zu überschreiten.

 

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