So verliert die Mietkaution den Schrecken

Wie Sie mit einer Kautionsversicherung beim Umzug die strapazierte Haushaltskasse schonen

So verliert die Mietkaution den Schrecken / Bild: iStock

So verliert die Mietkaution den Schrecken / Bild: iStock

Wer umzieht, muss in der Regel tief in die Tasche greifen. Daran haben auch die neuen Regeln zu den Maklergebühren, die seit diesem Jahr gelten, wenig geändert. Der Vermieter muss die Maklergebühr tragen, wenn er einen Makler einschaltet, und nicht mehr der neue Mieter. Zum einen lassen sich die Regeln unterlaufen, etwa indem der Vermieter Abstand für die alte Küche oder Schränke verlangt und damit die Maklergebühren wieder hereinholt. Zum anderen bleiben auch darüber hinaus genügend Ausgabenposten, die einen Umzug leicht zum finanziellen Kraftakt machen können.

Einer der unangenehmsten Ausgabeposten dabei: die Kaution.

Die Kautionshöhe ist in der Regel drei Monatsmieten, die der Vermieter beim Vertragsabschluss als Sicherheit haben will – für den Fall, dass der Mieter seine Miete nicht mehr zahlt, beim Auszug Schäden in der Wohnung hinterlässt oder Nebenkosten schuldig bleibt.

Zwar bekommt der Mieter – wenn es keine Unstimmigkeiten gibt – die Kaution nach Auszug aus der alten Wohnung vom bisherigen Vermieter zurück. Doch das kann oft Monate dauern: Viele Vermieter warten drei bis sechs Monate oder sogar ein ganzes Jahr mit der Rückzahlung, bis die Heiz- und Nebenkostenabrechnung vorliegt und feststeht, ob der Mieter noch etwas nachzahlen muss. Gleichzeitig will aber der neue Mieter pünktlich zum Einzug auch seine Kaution haben, sodass die neue Kaution nicht einfach mit Rückzahlung der alten beglichen werden kann.

Was also tun, um die Haushaltskasse zu schonen, die ohnehin schon durch die Umzugskosten arg strapaziert ist?

Kein Geld für Kaution – Können Sie eine Kautionsversicherung nutzen?

Eine Möglichkeit, um die die Barzahlung der Kaution zu vermeiden, ist die Kautionsversicherung. Die Idee: Eine Versicherung oder eine Kautionskasse verpflichtet sich, für die Kaution zu bürgen. Dann überweisen Sie dem neuen Vermieter kein Geld, sondern übergeben ihm die Bürgschaftsurkunde. Das ist eine gute Möglichkeit, um flüssig zu bleiben – allerdings müssen Sie zwei Punkte beachten:

  • Sie sparen sich zwar die große Ausgabe für die Kaution, aber natürlich müssen Sie für die Kautionsversicherung Mietkautionsbürgschaft etwas zahlen. Rechnen Sie mit rund 5 % der Kautionssumme jährlich. Bei 3.000 € Kaution sind das 150 € pro Jahr.
  • Der Vermieter ist nicht verpflichtet, die Mietkautionsbürgschaft zu akzeptieren. Er kann auf Geldzahlung bestehen. Sprechen Sie ihn trotzdem auf diese Möglichkeit an, wenn Sie den Mietvertrag abschließen und sich die Kautionszahlung ersparen wollen.

Tipp: Beharrt der Vermieter auf der Zahlung, bleibt Ihnen immer noch die Möglichkeit, die Kautionszahlung in drei Raten aufzuteilen. Auch wenn der Vermieter die Zahlung auf einen Schlag fordert: Sie dürfen die Kaution in drei monatlichen Teilzahlungen leisten (§ 551 Abs. 3 BGB). Die erste davon wird mit der ersten Miete fällig. Die weiteren mit den beiden folgenden Mietzahlungen.

 

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