So klappt’s auch mit dem 1. Ferienjob

Die wichtigsten Tipps für Schüler, die zum 1. Mal arbeiten

Die Sommerferien haben schon begonnen oder stehen kurz bevor: Höchste Zeit für Schüler, sich nach einem Job umzuschauen, wenn sie größere Wünsche haben und sich das Geld dafür selbst verdienen wollen. Die Chancen stehen in diesem Jahr gut: Die Wirtschaft brummt, die Kauflaune der Verbraucher ist groß – in vielen Unternehmen, Fabriken, bei Landwirten oder in Geschäften gibt es Aushilfs- und Ferienjobs. Doch was ist dabei zu beachten? Ab welchem Alter darf gearbeitet werden? Wie sieht es mit der Versicherung aus? Hier die wichtigen Infos für den ersten Job in den Ferien.

Ab 15 Jahre wird es interessant

Wer einen Job in den Ferien sucht, sollte möglichst bereits 15 Jahre alt sein. Denn das deutsche Arbeitsschutzgesetz macht hier strenge Vorschriften. Die Tabelle zeigt die Regeln, die für die unterschiedlichen Altersgruppen gelten.

Alter Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzes
unter 13
  • Beschäftigung verboten, Ausnahme: Betriebspraktikum
13 bis 15
(vollzeitschulpflichtig)
  • Beschäftigung nur mit Einwilligung der Eltern
  • Arbeitszeit max. 2 Std./Tag
  • Arbeitszeit 08:00 bis 18:00 Uhr
13 bis 15
(nicht vollzeitschulpflichtig)
  • Beschäftigung nur mit Einwilligung der Eltern
  • wenn keine Ausbildung: Arbeitszeit max. 7 Std./Tag, 35 Std./Woche
15 bis unter 18
(vollzeitschulpflichtig)
  • Beschäftigung nur mit Einwilligung der Eltern
  • während der Ferien: max. 4 Wochen/Jahr, max. 8 Std./Tag, 06:00 bis 20:00 Uhr
  • während der Schulzeit: max. 2 Std./Tag, 08:00 bis 18:00 Uhr
15 bis unter 18
(nicht vollzeitschulpflichtig)
  • Beschäftigung erlaubt
  • max. 8 Std./Tag
  • 06:00 bis 20:00 Uhr
  • Ausnahme: ab 16 Jahren z. T. auch andere Tageszeiten erlaubt

Wie hoch ist der Mindestlohn?

Schlechte Nachricht für Jugendliche: Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 €, der Anfang 2015 eingeführt wurde, gilt erst ab 18 Jahre. Der Ferienjob für Jugendliche, die jünger sind, kann also schlechter bezahlt sein.

Zum Trost: Würde der Mindestlohn auch für Jugendliche unter 18 gelten, wären möglicherweise einige Jobs weggefallen, und es wäre schwierig, überhaupt Geld in den Ferien zu verdienen.

Wie sieht es mit der Versicherung aus?

Wer als Schüler im Ferienjob angestellt ist, braucht keine besondere Versicherung. Die Krankenversicherung – in der Regel über die Familie – läuft normal weiter. Unfallversichert ist der jobbende Schüler über den Betrieb, in dem er arbeitet.

An die Steuererstattung denken!

Wer in den großen Ferien zum ersten Mal vier Wochen Vollzeit arbeitet, macht zahlreiche neue Erfahrungen. Eine davon: Steuern zahlen. Der Arbeitgeber wird einen Teil des Bruttolohns einbehalten und als Lohnsteuer abführen. Doch das Geld können sich Schüler schnell am Ende des Jahres zurückholen. Wer über das ganze Jahr gesehen nicht mehr als 8.472 Euro verdient, bekomm nach der Einkommensteuererklärung diese Lohnsteuer zurückerstattet.

 

Schreibe einen Kommentar