Was Sie zum Jahreswechsel 2015 über Ihre Autoversicherung wissen sollten

Im neuen Jahr sollten Sie Ihre Autoversicherung im Blick behalten – für zahlreiche Versicherungskunden könnte sich etwas ändern. Grund sind die aktualisierten Regional- und Typklassen 2015 der Versicherungen.

Regionalklassen: Die Versicherungen untersuchen die Unfallhäufigkeit und -gefahren in rund 400 Regionen Deutschlands. Wo es mehr Unfälle gibt und das Schadensrisiko höher ist, ist die Versicherung teurer. Insgesamt gibt es bei der Haftpflichtversicherung zwölf Klassen.

Von Änderungen sind in diesem Jahr rund ein Viertel der Autobesitzer betroffen. 26 % der Autoversicherungen werden bei der Haftpflicht umgestuft, rund 25 % bei der Voll- oder Teilkaskoversicherung.

Tendenz: Im Süden Deutschlands sind die Risiken am größten und die Versicherung dadurch am teuersten, während die Risiken im Osten am geringsten sind. In Bundesländern wie Bandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern ist die Versicherung in der Regel am günstigsten. Als Grund nennen Versicherungsexperten die Risiken durch Schnee und Eis, die im Süden schneller zu Unfällen führen, sowie die geringere Verkehrsdichte in den östlichen Ländern.

Die neuen Regionalklassen gelten bereits seit September 2014. Die meisten Autofahrer, die von einer Umstufung betroffen sind, bekommen eine Erhöhung zum Jahreswechsel zu spüren, weil die laufenden Verträge in der Regel ab 01.01.2015 umgestellt werden.

Gut zu wissen: Die Versicherungen sind nicht an die Regionalklassen gebunden, sie können also selbst entscheiden, inwieweit sie die regionalen Risiken berücksichtigen. Deshalb kann sich ein Vergleich lohnen. Wenn Sie mit Ihrer Autoversicherung von einer Erhöhung betroffen sind, haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht. Das heißt: Sie können den Vertrag kündigen – auch noch nach dem sonst gültigen Stichtag 30. November.

Typklassen: Jeder, der im Straßenverkehr unterwegs ist, macht die Erfahrung, dass gewisse Autotypen eher für Unfälle oder Schäden anfällig sind. Rasante Sportwagen oder Modelle, die bei Fahranfängern beliebt sind, werden – statistisch gesehen – häufiger in Unfälle verwickelt als beispielsweise Oldtimer, die nur selten bewegt werden.

Deshalb teilen die Versicherer alle Autos nach Typklassen ein. Je häufiger ein Fahrzeugmodell in den Unfall- und Schadensstatistiken auftaucht, desto höher die Typklasse und desto teurer die Versicherung.

In diesem Jahr wurde bei der Haftpflicht etwa ein Viertel aller Fahrzeugtypen umgestuft: Für circa 14 % aller zugelassenen Fahrzeuge hat sich die Schadensklasse verschlechtert – die Versicherung wird also teurer. In der Kaskoversicherung wurden dagegen 36 % besser eingestuft, während nur 12 % schlechtergestellt wurden.

Auch hier gilt: Die Änderungen in der Typklasse werden in der Regel bei laufenden Verträgen ab Januar 2015 wirksam. Müssen Sie mehr zahlen, haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht und können sich nach einer preiswerteren Versicherung umschauen.

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