Schwarzarbeit im Haushalt? Unnötig!

Putzhilfe, Kinderbetreuung, Gartenarbeit:

Wie einfach es ist, eine Haushaltshilfe einzustellen und dadurch Steuern zu sparen / Bild: iStock

Wie einfach es ist, eine Haushaltshilfe einzustellen und dadurch Steuern zu sparen / Bild: iStock

40 Stunden pro Woche oder mehr arbeiten – und dann das ganze schöne Wochenende mit Hausarbeit verbringen … Vielleicht haben auch Sie deshalb schon einmal daran gedacht, eine Haushaltshilfe einzustellen, die das lästige Putzen, Waschen oder Bügeln für Sie erledigt. Oder Sie brauchen regelmäßig Unterstützung bei der Gartenarbeit oder der Kinderbetreuung.

Immer noch beschäftigen viele eine fleißige Kraft für den Haushalt ohne Anmeldung – zahlen also den Lohn ohne Anmeldung bar auf die Hand. Was sich viele dabei nicht vor Augen halten: Bei einer solchen Beschäftigung handelt es sich um Schwarzarbeit – und das kann teuer werden. Dabei lohnt es sich gar nicht, solche Risiken einzugehen. Das Verfahren zur Anmeldung einer Haushaltshilfe und die Beschäftigung im Minijob sind unkompliziert – und Sie können die Ausgaben auch noch bei der Steuererklärung im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen geltend machen.

Damit jeder möglichst einfach eine Haushaltshilfe beschäftigen kann und Schwarzarbeit weniger lukrativ wird, gibt es das Haushaltsscheckverfahren speziell für private Arbeitgeber. Der Vorteil:

Sie müssen für die Anmeldung nur ein Formular ausfüllen: das Haushaltsscheck-Formular, das Sie auf der Internetseite der Minijob-Zentrale (www.minijob-zentrale.de) herunterladen können. Die wichtigsten Angaben darauf:

  • Der monatliche Lohn, den Sie zahlen. Wichtig: Das dürfen nicht mehr als 450 € sein, weil die Beschäftigung im Haushalt nur als Minijob möglich ist, und bei einem Minijob darf der Monatslohn die 450-€-Grenze nicht überschreiten.
  • Ihre eigene Steuernummer
  • die Sozialversicherungsnummer des Arbeitnehmers
  • ggf. Hinweis, falls dieser mehrere Beschäftigungen ausübt. Wichtig auch hier: Ein Arbeitnehmer darf insgesamt nicht mehr als 450 € monatlich im Rahmen eines Minijobs verdienen. Es ist aber möglich, dass er bei Ihrer Minijob-Anstellung 200 € und bei einer weiteren geringfügigen Beschäftigung 250 € verdient. Zwei Minijobs, deren Lohn zusammengerechnet 450 € übersteigt, sind aber nicht möglich.
  • die Angabe, ob er sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen will.

Das Haushaltsscheck-Formular muss dann von Ihnen als Arbeitgeber und von der Haushaltshilfe unterschrieben an die Minijob-Zentrale geschickt werden. Dann ist das Arbeitsverhältnis ganz offiziell und legal. Die Minijob-Zentrale bucht dann halbjährlich Sozialversicherungsbeiträge und die pauschale Lohnsteuer ab.

Im Gegenzug genießen Sie den Vorteil, dass Sie die Kosten für die offiziell angestellte Haushaltshilfe bei der Steuer geltend machen können. Sie bekommen als Steuerermäßigung 20 % von höchstens 2.550 € der tatsächlichen Kosten für die Haushaltshilfe erstattet. Das sind also bis zu 510 € im Jahr Zuschuss vom Fiskus. Dazu brauchen Sie für die Steuererklärung nur eine Bescheinigung, die Ihnen die Minijob-Zentrale automatisch zusendet.

2 Gedanken zu „Schwarzarbeit im Haushalt? Unnötig!

    1. Ann Sophie Schwind

      Hallo Herr Görtz,
      hierzu können wir Ihnen leider keine Auskünfte geben, da wir keine Beratung zu Steuerfragen anbieten. Setzen Sie sich für die Beantwortung Ihrer Frage bitte mit einem Steuerberater in Verbindung.
      Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag.
      Ihre 1822direkt

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