Schon wieder Socken und Krawatte – Weihnachtsgeschenke umtauschen?

Die häufigsten Fragen zum Thema Umtausch

Ein großes Internetkaufhaus arbeitet angeblich bereits seit Jahren an einer schwarzen Liste für Weihnachtsgeschenke. Hier kann jeder eintragen, was er auf keinen Fall geschenkt bekommen möchte – in der Hoffnung, dass die lieben Verwandten und Freunde auch einen Blick darauf werfen.

Der neue Brauch mit der schwarzen Liste hat sich leider noch nicht durchgesetzt. Deshalb steht auch in diesem Jahr zu befürchten, dass wieder Socken und Krawatten oder andere ungeliebte Weihnachtsgeschenke den Weg auf den Gabentisch finden werden. Dann ist es gut zu wissen, ob und in welchen Fällen Sie diese Geschenke umtauschen können. Hier die wichtigsten Fragen zum Thema:

Muss der Händler das ungeliebte Geschenk umtauschen?

Hier müssen Sie auf die Kundenfreundlichkeit des Händlers hoffen! Ein Recht auf Umtausch gibt es beim Kauf im Ladengeschäft nicht, wenn die Ware einwandfrei ist. Nur wenn sie fehlerhaft oder defekt ist, muss der Händler nachbessern oder den Kaufpreis erstatten, wenn die Reparatur nicht möglich ist.

Allerdings sind viele Händler im Kampf um den Kunden dazu bereit, Ware umzutauschen. Manche werben sogar mit dem problemlosen Umtausch nach Weihnachten. Es lohnt sich also immer, im Geschäft nachzufragen.

Noch besser sieht die Sache aus, wenn das Geschenk im Internet gekauft wurde

Hier gilt das 14-tägige Rückgaberecht, das Sie natürlich auch bei ungeliebten Weihnachtsgeschenken nutzen können. Wurde das Geschenk innerhalb der 2 Wochen vor der Geschenkübergabe gekauft, kann es ohne Angabe von Gründen zurückgeschickt werden. Der Verkäufer muss dann den Kaufpreis erstatten. Achtung: Das gilt nur bei gewerblichen Händlern! Private Verkäufer sind nicht dazu verpflichtet, einen Gegenstand zurückzunehmen.

Darf ich ohne Quittung umtauschen?

Das dürfte eine der größten Hürden beim Umtausch sein: Der Verkäufer will mit Sicherheit die Originalquittung für den Einkauf sehen – und dazu hat er auch das Recht, weil er verständlicherweise nur das eintauschen will, was er selbst verkauft hat. Sie müssen also auf jeden Fall nach der Quittung fragen – oder der Schenker selbst erledigt den Umtausch.

Was ist mit der Originalverpackung?

Diese sollten Sie auf jeden Fall aufbewahren und möglichst vorsichtig öffnen! Schließich ist der Umtausch zumindest im Ladengeschäft eine freiwillige Leistung des Händlers. Deshalb kann er auch vorgeben, dass ein Gegenstand wie neu zu ihm zurückkommt. Dazu gehört dann auch die Verpackung.

Muss der Händler bei Umtausch Bargeld herausgeben?

Wenn der Händler einen Umtausch ermöglicht, kann er auch einen Warengutschein anbieten. Er ist nicht dazu verpflichtet, den Kaufbetrag in bar auszuzahlen.

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