Sabbatjahr: Ein Jahr Auszeit vom Job nehmen & Träume erfüllen

Ein Sabbatical-Jahr ist heute viel einfacher zu planen und zu finanzieren

Träumen Sie davon, einmal für ein ganzes Jahr eine berufliche Auszeit zu nehmen? Durch alle Kontinente der Welt zu reisen? Mit dem Boot über den Ozean zu segeln? Oder einfach ein Jahr zu Hause mit den Kindern zu verbringen – ohne Termine, Besprechungen und Erfolgsdruck bei der Arbeit?

Die gute Nachricht ist: Heute ist ein Ausstieg auf Zeit oft viel einfacher möglich. Das Sabbatical, wie die befristete Auszeit vom Job auch gern genannt wird, ist aus zwei Gründen einfacher geworden:

  • Wiedereinstieg ist leichter: Früher konnte eine berufliche Auszeit schnell eine Karriere beenden. Wer für ein Jahr seinen Schreibtisch räumte, musste damit rechnen, danach einen anderen an seinem Platz zu finden. Heute haben viele Arbeitgeber kein Problem mehr damit: Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind nicht mehr so leicht zu finden. Deshalb wird die Stelle freigehalten und Mitarbeitern keine Steine mehr in den Weg gelegt, wenn der Mitarbeiter um die Welt reisen oder Zeit mit der Familie verbringen möchte. Schließlich kommt der Mitarbeiter mit frischem Elan und neuen Ideen zurück. Manch ein Unternehmen ermutigt seine Mitarbeiter deshalb geradezu zu einem Sabbatjahr.
  • Sinkende Kosten: Eine Weltreise zu finanzieren war früher beinahe unmöglich. Wer nicht gerade per Anhalter unterwegs war, musste eine große Summe für Flug- oder Bahntickets einplanen, sodass der Traum von der Weltreise oft schon bei der Finanzplanung wieder begraben werden musste. Auch das hat sich geändert: Flugtickets sind vielfach so preiswert geworden, dass Reisekosten kein Hindernis mehr darstellen. Komfortable Billig-Hotelketten, Backpacker Hostels oder Privatunterkünfte per Internet machen das Übernachten bezahlbar.

Die Weltreise finanzieren – Tipps

Sabbatjahr: Ein Jahr Auszeit vom Job nehmen und Träume erfüllen / Bild: iStock

Sabbatjahr: Ein Jahr Auszeit vom Job nehmen und Träume erfüllen / Bild: iStock

Die Frage lautet: Was kostet es denn überhaupt, wenn ich mir ein Jahr Auszeit nehmen und um die Welt reisen will? Wie viel Geld brauche ich dazu mindestens?

Nach oben hin gibt es naturgemäß keine Grenzen. Einen guten Richtwert für die Untergrenze liefert Connie Biesalski, die als Backpackerin durch die Welt reist und auf ihrem Blog planetbackpack.de über ihre Erfahrungen beichtet: „Momentan liegt mein persönliches finanzielles monatliches Reisebudgetlimit bei 1.000 €. Das ist genug, um in vielen Ländern gut leben zu können, aber oftmals zu wenig, um komplett sorglos zu sein.“

Wer mit diesem Budget bei einer Weltreise auskommen will, muss sich allerdings strikt an einige Sparregeln halten: preiswerte Unterkünfte, regionales und selbst gekochtes Essen und günstige Destination zählen dazu.

Hinzu kommen Kosten, die zu Hause während der Reise weiterlaufen: Miete für die Wohnung bzw. Einlagerung von Möbeln oder Versicherungen können dazu gehören.

Bleibt die Frage, wie die Auszeit vom Job finanziert wird. Denn selbst bei geringen Ansprüchen kostet das Jahr also mindestens noch 12.000 €.

  • Manche Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern Sabbatical-Pläne an. So können etwa Beamte in Deutschland zwei bis sechs Jahre für zwei Drittel bis sechs Siebtel ihres Gehalts arbeiten. Dafür können Sie sich dann im folgenden Jahr bei weiterlaufendem Gehalt komplett freistellen lassen und sich die verdiente Auszeit nehmen. Bei vollen monatlichen Bezügen lässt sich so leicht ein Sabbatjahr finanzieren.
  • Bietet der Arbeitgeber so etwas nicht an, können Sie Ihr eigenes Sparprogramm für die berufliche Auszeit starten: Sie legen einfach zu Beginn eines jeden Monats einen Teil Ihres Gehalts für das Sabbatjahr auf ein unantastbares Sabbatical-Konto.

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