Rückstufung nach Unfall? Wie Sie höhere Versicherungsbeiträge vermeiden!

So retten Sie Ihre Rabatte

Wenn es im Straßenverkehr knallt, kommt zum Schrecken meist noch der Ärger über die steigenden Ausgaben für die Autoversicherung hinzu: Wenn der Unfall selbst verschuldet war und die Versicherung einspringen muss, folgt eine Herabstufung in der Schadenfreiheitsklasse und damit verbunden kräftig steigende Beiträge.

Was die meisten noch wissen und worauf auch die Versicherungen von sich aus hinweisen:

Wer einen Unfall selbst verschuldet, kann den Schaden auch aus eigener Tasche zahlen. Das ist oft bei kleineren Unfällen günstiger, wenn der Schaden unter den Kosten liegt, die eine Herabstufung in der Schadenfreiheitsklasse mit sich bringen würde.

Was aber viele nicht wissen…

Die Herabstufung in der Schadenfreiheitsklasse erfolgt nicht aufgrund der Höhe eines Schadens, sondern aufgrund der Zahl der Unfälle. Anders ausgedrückt: Wer nur einen Unfall mit einem großen Schaden von seiner Versicherung begleichen lässt, verliert weniger Rabatte als der Pechvogel, der seine Versicherung für mehrere kleine Unfälle hintereinander in Anspruch nimmt. Weil bekanntlich ein Unglück selten allein kommt, sollten Sie diese Möglichkeit kennen:

Wenn die Versicherung bereits nach einem oder mehreren Unfällen den Schaden für Sie reguliert hat, können Sie es sich später noch anders überlegen. Sie können den Schaden wieder an die Versicherung zurückzahlen, um so eine schmerzhafte Beitragserhöhung zu vermeiden. Das kann zum Beispiel dann sinnvoll sein, wenn Ihnen in einem Winter ein zweiter Unfall passiert. Dann kann es je nach Konstellation günstiger sein, die Kosten für den Unfall, den die Versicherung bereits reguliert hat, doch noch selbst zu übernehmen.

Aber Achtung: Die Versicherer erlauben diese Rückzahlung der Schadensregulierung meist nur innerhalb von sechs Monaten. Die Frist, die Ihnen Ihre Versicherung einräumt, finden Sie in den Bedingungen Ihres Vertrags.

Extra-Tipp: Zusatzschutz vor höheren Beiträgen

Wenn Sie einen neuen Vertrag abschließen wollen und Ihnen die günstige Schadenfreiheitsklasse mit den damit verbundenen Rabatten wichtig ist, können Sie auch nach einer Klausel Ausschau halten, die einige Versicherungen anbieten: „Rabattschutz“ oder auch „Rabattretter“ genannt. Wer diese Klausel nutzt, zahlt auch bei einem Schadensfall keine höheren Beiträge für die Versicherung. Der Versicherte wird dann bei der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft, der Rabatt bleibt jedoch erhalten. Allerdings verlangen die Versicherer für diesen Vorteil einen Aufpreis, und der Versicherte muss in der Regel einige Voraussetzungen erfüllen, zum Beispiel ein Mindestalter erreicht haben.

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