Rekordjahr in der Immobilienbranche: Stand & Entwicklung

Auch 2016 war ein weiteres Rekordjahr in der Immobilienbranche / Bild: Scanrail1/Shutterstock

Auch 2016 war ein weiteres Rekordjahr in der Immobilienbranche / Bild: Scanrail1/Shutterstock

Rekordjahr in der Immobilienbranche

Während andere Industriezweige aktuell mit gewissen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, scheint das nicht auf den Immobilienmarkt zuzutreffen. So ist es beispielsweise gerade sehr unsicher, wie die Entwicklungen in der Automobilbranche weiter gehen. Und auch, was das politische Weltgeschehen betrifft, ist die Lage teilweise von Unsicherheiten gekennzeichnet. Selbst Experten können nicht genau vorhersagen, was die neuen Steuergesetze der US-amerikanischen Regierung unter Trump bringen. Ebenso was die Zukunft in Bezug auf den Brexit bringt, ist ungewiss. Doch auf eines konnte man sich in den letzten fünf Jahren verlassen: Die positive Preisentwicklung von Immobilien. Ein Rekordjahr in der Immobilienbranche scheint das nächste zu jagen.

Der Immobilienboom in Großstädten

Der Kauf einer Immobilie in deutschen Metropolen scheint in den letzten Jahren so lukrativ wie kaum zuvor. Wann immer die Nachfrage auf dem Markt nach einem bestimmten Produkt – oder in diesem Fall Wohnobjekt – groß ist, ist in der Regel auch sein Wert hoch. Das schlägt sich aktuell in den Immobilienpreisen nieder. Das Beratungs- und Forschungsinstitut GEWOS unternahm eine Immobilienmarktanalyse und veröffentlichte jetzt seine Zahlen.

Die Ergebnisse der GEWOS-Immobilienmarktanalyse IMA

Laut den Ergebnissen des Instituts konnte mit dem Jahr 2016 ein weiteres Rekordjahr in der Immobilienbranche verzeichnet werden. Das Besondere an der Studie: Sie ist deutschlandweit die einzige, die alle tatsächlichen Verkäufe von Immobilien erfasst. Der Verantwortliche der Studie, Sebastian Wunsch, spricht vom fünften Rekordjahr in der Immobilienbranche in Folge. In den letzten Jahren hat sich der gemachte Umsatz mit Immobilien innerhalb Deutschlands beinahe verdoppelt: Im vergangenen Jahr 2016 lag er knapp 96 Prozent über dem Umsatz, der noch im Jahr 2009 gemacht wurde. Was das Umsatzvolumen von Wohnimmobilien betrifft, so beläuft sich der Zuwachs auf 84 Prozent. Insgesamt flossen im Jahr 2016 161,9 Milliarden Euro für Häuser, Eigentumswohnungen und Grundstücke. Dabei entwickelten sich Mehrfamilienhäuser (+10 Prozent) sowie Eigentumswohnungen (+ 8 Prozent) nochmal positiver als Grundstücke (+ 6 Prozent) und Einfamilienhäuser (+ 5 Prozent). Zu den fünf bevölkerungsreichsten Städten mit dem größten Preisanstieg von Eigentumswohnungen zählen die folgenden:

Städte & Preisanstieg in Prozent in den Jahren 2007 bis 2016

  • München + 103
  • Münster + 98
  • Stuttgart + 91
  • Berlin + 91
  • Bremen + 86
  • Hamburg + 77
Die Immobilienbranche boomt und der Trend scheint anzuhalten / Bild: ABC Photo/Shutterstock

Die Immobilienbranche boomt und der Trend scheint anzuhalten / Bild: ABC Photo/Shutterstock

Folgt ein weiteres Rekordjahr in der Immobilienbranche?

GEWOS geht davon aus, dass auch 2017 und 2018 mit steigenden Kaufpreisen und einem daraus resultierenden höheren Umsatz am Immobilienmarkt zu rechnen ist. Erwartet werden steigende Umsätze von 6 Prozent im Jahr 2017 und nochmals 2 Prozent in 2018. Laut den Experten sind die Zinsen einer Baufinanzierung leicht gestiegen, auf lange Sicht betrachtet ist das Zinsniveau aber trotzdem noch sehr niedrig. Von einer Immobilien-Blase, die wohlmöglich bald platzen wird, geht man nicht aus. Der Boom sorgt dafür, dass die Nachfrage groß bleibt, was den Wert von Immobilien weiterhin steigen lässt. Diese Entwicklung kann es für potentielle Käufer interessant machen, zu investieren. Nicht umsonst spricht man in diesem Zusammenhang vom sogenannten Betongold: Ein Dach über dem Kopf werden Menschen immer benötigen. Ob als Renditeobjekt zum Vermieten oder als wohliges Heim zur Eigennutzung, eine gepflegte Immobilie wird wohl immer einen besonderen Wert besitzen.

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