Rauchmelder: Countdown läuft

Am 01.01.2015 sind Raumelder in noch mehr Bundesländern Pflicht

Werfen Sie mal einen Blick an die Decke: Sind dort schon Rauchmelder installiert?

Wenn nicht, sollten Sie (oder Ihr Vermieter) jetzt zum Jahreswechsel aktiv werden. In vielen Bundesländern sind die kleinen runden Alarmgeber bereits seit Jahren Pflicht. 2015 ist die Ausstattung mit den Warngeräten dann beinahe flächendeckend vorgeschrieben – auch für Altbauten:

  • So endet in Baden-Württemberg und Hessen am 31.12.2014 die Frist für die Nachrüstung von Bestandsbauten.
  • In Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt läuft die Übergangsfrist Ende 2015 aus und alle Bestandsbauten müssen mit Rauchmeldern ausgerüstet sein.

Der Jahreswechsel ist also eine gute Gelegenheit, sich darum zu kümmern – auch zur eigenen Sicherheit.

Die häufigsten Fragen, die hier immer wieder auftauchen

Beachten Sie unbedingt: Rauchmeldepflichten sind in den Bauordnungen der einzelnen Länder geregelt und können sich unterscheiden. Informieren Sie sich also immer genau über die Details, die für Ihr Bundesland gelten!

Welche Räume müssen mit Rauchmeldern ausgestattet werden?

In der Regel müssen die Rauchmelder mindestens in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in den Fluren und Rettungswegen angebracht werden.

Mieter oder Vermieter: Wer ist für den Einbau zuständig und wer muss zahlen?

In den meisten Ländern ist der Hausbesitzer und Vermieter für den Einbau der Rauchmelder zuständig. Die Kosten dafür kann er sich aber über eine Modernisierungsmieterhöhung zurückholen – allerdings nur begrenzt: Der Vermieter kann die Jahresmiete um 11 % der Kosten erhöhen, die für Kauf und Installation der Melder angefallen sind. Haben Anschaffung und Anbringung der Rauchmelder für eine Wohnung beispielsweise 400 € gekostet, kann der Vermieter die Jahresmiete um 44 € erhöhen. Das sind rund 3,67 € pro Monat. Auch die Kosten für Wartung können auf die Nebenkosten umgelegt werden.

Achtung! In einigen Bundesländern – etwa in Bayern und Hessen – ist der Mieter für die Wartung der Geräte zuständig, also beispielsweise für den Batteriewechsel. Oft übertragen die Vermieter jedoch auch die Wartung an Spezialfirmen, um möglichen Ärger bei der Haftung von vornherein auszuschließen. Wenn es in Ihrem Mietvertrag keine Regelung dazu gibt, informieren Sie sich bei Ihrem Vermieter, wer bei Ihnen dafür verantwortlich ist, dass die Melder stets betriebsbereit sind.

Was passiert, wenn keine Rauchmelder vorhanden sind?

Es gibt keine Kontrollen und keine Bußgelder, wenn in einer Wohnung trotz Pflicht keine Rauchmelder installiert sind. Aber: Wenn es einmal brennen sollte, drohen unangenehme Auseinandersetzungen über die Haftung, wenn der vorgeschriebene Rauchmelder gefehlt hat.

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