Putzfrau und Haushaltshilfe – Schwarzarbeit muss nicht sein!

Wie Sie Ihre Hilfe legal beschäftigen und dabei Steuern sparen

Putzfrau und Haushaltshilfe – Schwarzarbeit muss nicht sein! © iStock

Wie Sie Ihre Hilfe legal beschäftigen und dabei Steuern sparen

Für viele ist es nur ein „Kavaliersdelikt“: die Haushaltshilfe oder die Putzfrau schwarz zu beschäftigen. Der Lohn wird einfach nach getaner Arbeit bar auf die Hand bezahlt – das bekommt ja keiner mit …

Achtung! Falls Sie einmal mit dem Wunsch einer Haushaltshilfe konfrontiert werden, schwarzarbeiten zu wollen, sollten Sie besser eine andere suchen. Denn die Risiken bei Schwarzarbeit einer Haushaltshilfe sind größer, als manche es so wahrhaben wollen:

  • Bis zu 5.000 € Strafe drohen, wenn ein Minijobber nicht angemeldet ist. Und auffallen kann das inoffizielle Arbeitsverhältnis schnell – etwa wenn ein missliebiger Nachbar dem anderen eins auswischen will und die Schwarzarbeit bei den Behörden meldet.
  • Doch es kann noch unangenehmer werden: Jeder, der zu Hause auf der Leiter schon einmal ins Schwanken gekommen ist, weiß, wie schnell ein Unfall passieren kann. Verletzt sich die schwarzarbeitende Haushaltshilfe, springt zwar zunächst die gesetzliche Unfallversicherung ein. Die überprüft aber sofort, ob der Unfall bei einem ordentlich angemeldeten Job passiert ist. Handelt es sich um Schwarzarbeit, holt sich die Versicherung das Geld beim Arbeitgeber wieder. Dann kommen zur Geldbuße auch noch saftige Arzt- und Krankenhausrechnungen hinzu …

Was sich nur wenige klarmachen: Solche Risiken einzugehen ist auch finanziell unnötig. Denn mit einer legal und offiziell angestellten Hilfe können Sie ganz offiziell Steuern sparen – ganz ohne Schwarzarbeit. Oft ist die Ersparnis sogar größer als bei der Schwarzarbeit! Denn:

Die Ausgaben für eine im Minijob angestellte Hilfe oder eine Reinigungsfirma können Sie leicht bei der Steuer geltend machen, und zwar im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen. 20 % der gezahlten Lohnkosten können Sie so bei Ihrer eigenen Steuer abziehen.

Beispiel: Sie zahlen einer Haushaltshilfe 160 €. Ist sie offiziell bei der Minijob-Zentrale angemeldet, kommen 14,54 % Pauschalabgaben und -beiträge hinzu (wenn die Hilfe von der Rentenversicherungspflicht befreit ist). Also 183,64 €. In Ihrer Steuererklärung ziehen Sie    20 % im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen von Ihrer Steuer ab, also 36,73 €. Bleiben unter dem Strich für Sie an Ausgaben: 146,91 € – also weniger als bei der Schwarzarbeit mit 160 €!

Sie haben 2 Möglichkeiten, den Steuervorteil zu nutzen

  • Sie beschäftigen eine Haushaltshilfe offiziell als Minijobber – mit Anmeldung bei der Minijob-Zentrale.
  • Oder Sie nutzen die Dienste einer Reinigungsfirma, die Ihnen Rechnungen über die geleistete Arbeit ausstellt. Achten Sie hier darauf, dass Sie die Belege aufbewahren und die Rechnungsbeträge unbar zahlen – also überweisen!

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