Privatunterkunft statt Hotel: Das kann auch schiefgehen

Was Sie über Sharing-Übernachtungen wissen sollten

Private Unterkünfte liegen im Trend. Statt ein Hotel zu buchen, lieber billig ein privates Zimmer oder eine ganze Wohnung beim Städtetrip oder Kurzurlaub anzumieten – das ist für viele nicht nur eine Kostenfrage, sondern auch ein Reiz. Sharing-Portale wie Airbnb oder Wimdu bieten die große Auswahl. Doch wer mit dem Gedanken spielt, die nächste Unterkunft privat zu buchen, sollte auch die Nachteile kennen. Hier sind ein paar der Probleme, die immer wieder auftauchen:

Am besten ein paar Tage für die Suche einplanen

Wer über die einschlägigen Portale eine private Unterkunft sucht, sollte möglichst früh planen und die Buchung nicht auf den letzten Moment schieben. Denn oft dauert es länger als erwartet, bis endlich eine Unterkunft gefunden ist. Die häufigsten Gründe:

  • Der Anbieter antwortet einfach nicht. Das ist wohl der häufigste Grund, warum Interessenten eine gewünschte Unterkunft nicht bekommen. Die Anbieter der preiswerten und passenden Wunsch-Unterkunft reagieren gar nicht oder zu spät auf die Anfrage. Manche Anbieter beantworten jede dritte Anfrage überhaupt nicht.

  • Nach schlechten Erfahrungen mit Gästen, die zu anspruchsvoll waren, Lärm gemacht oder die Räume gar verdreckt zurückgelassen haben, sind manche Anbieter wählerisch geworden und sagen vielen Interessenten, die nicht in das Wunschmuster passen, einfach pauschal ab.

So kann es mitunter zu einem Geduldsspiel werden, eine passende Unterkunft zu finden. Und wer Pech hat, muss dann im letzten Moment doch noch auf ein teures Hotelzimmer ausweichen.

Vorsicht bei Stornierungen!

Wer flexibel bleiben und eine Übernachtung unter Umständen noch absagen will, sollte sich auf jeden Fall die Stornobedingungen des jeweiligen Gastgebers ansehen. Die können nämlich unterschiedlich streng sein. Eine Gebühr bei Stornierung wird in der Regel immer fällig. Aber während der eine Gastgeber auch noch kurzfristige Absagen ermöglicht, wird beim anderen der volle Preis fällig. Die Bedingungen dafür können sich von Gastgeber zu Gastgeber innerhalb eines Portals unterscheiden. Der Vermieter hat beispielsweise beim Marktführer Airbnb die Wahl zwischen flexiblen, moderaten und strengen Bedingungen. Bei den strengen Bedingungen wird der volle Übernachtungspreis fällig, wenn der Gast weniger als sieben Tage vor der geplanten Reise absagen will.

Ist eine Stornierung wahrscheinlich – etwa wegen eines unsicheren Termins –, kann es sinnvoll sein, besser ein Hotel zu buchen, das kostenlose Stornierungen bis zum Anreisetag anbietet.

Ist das überhaupt legal?

Strittig ist die Frage, ob eine Vermietung von Zimmern überhaupt legal ist. An touristisch interessanten Zielen verdrängen die an Touristen vermieteten Räume die normalen Mieter. Die Preise steigen und es regt sich Widerstand. Manche Städte gehen gegen „Zweckentfremdung von Wohnraum“ vor. Auch kann der Anbieter Ärger mit dem eigenen Mieter bekommen, wenn er Räume in seiner Wohnung ohne Erlaubnis anbietet. Die gute Nachricht als Gast ist:

 

Sie tragen hier kein Risiko und müssen sich nicht erkundigen, ob der Anbieter die Erlaubnis hat. Das Risiko trägt allein der Vermieter.

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