Nutzen Sie Ihre Steuer- und Geldvorteile 2015

So machen Sie bei der Steuer von Anfang an alles richtig

Beinahe in jedem Jahr schraubt die Politik an den Steuergesetzen. Die Bürger bekommen das oft erst mit, wenn sie sich nach Ende des Jahres um die eigene Steuererklärung kümmern. Doch dann ist es häufig zu spät, um sich Vorteile zu sichern. Deshalb hier zwei der wichtigsten Steueränderungen 2015 auf einen Blick.

Größerer Steuervorteil für die Altersvorsorge

Ihre Aufwendungen für die Altersvorsorge werden steuerlich besser gefördert. Bislang konnten Sie bis zu 20.000 € pro Jahr als Alleinstehender (40.000 € zusammen für Verheiratete) steuerlich als Sonderausgaben geltend machen. Ursprünglich war geplant, diesen Betrag ab 2015 einfach auf 24.000 € zu erhöhen. Doch bei der Verabschiedung des Gesetzes wurde die Sache leider etwas komplizierter gestaltet: Der bisherige Höchstbetrag von 20.000 € wird ab 2015 auf den Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung angehoben. Die Berechnung ist kompliziert – heraus kommt dabei für 2015 Folgendes:

Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, berufsständischen Versorgungseinrichtung, landwirtschaftlichen Alterskasse, Rürup-Rente und zu bestimmten Berufsunfähigkeitsversicherungen sind absetzbar bis zu 22.172 € (Alleinstehende) bzw. 44.344 € (Verheiratete). Diese Beiträge wirken sich mit 80 % steuermindernd aus (Vorjahr: 78 %), also in 2015 mit höchstens 17.738 bzw. 35.476 €.

Das heißt für Sie jetzt: Altersvorsorge wird steuerlich interessanter. Sie können gegebenenfalls über eine zusätzliche Absicherung nachdenken, wenn Sie die Höchstbeträge in 2015 nach jetzigem Stand nicht erreichen.

Mehr Flexibilität beim Minijob

Haben auch Sie nebenher einen 450-€-Minijob, um sich steuergünstig etwas                       dazuzuverdienen? Oder beschäftigen Sie selbst eine Aushilfe auf 450-€-Basis? Dann gibt es hier eine Erleichterung: Wenn wegen unvorhergesehener Ereignisse viel zu tun ist, dürfen Sie ab 2015 die 450-€-Grenze bis zu dreimal im Jahr überschreiten.

Das heißt für Sie jetzt: Normalerweise dürfen die 450 € pro Monat beim günstig pauschal versteuerten Minijob nicht überschritten werden. Sonst werden zusätzliche Steuern und Sozialabgaben fällig wie bei einem normalen Job. Bisher durfte diese Grenze nur zweimal innerhalb von 12 Monaten überschritten werden. Ab 2015 ist dies nun bis zu dreimal möglich. Voraussetzung ist aber, dass der Grund ein unvorhersehbares Ereignis ist. Typisches Beispiel: Vertretung für einen erkrankten Kollegen.

Schwitzen wird teurer

Mitunter gibt es auch Steueränderungen, die etwas skurril wirken. So auch 2015: Seit dem 1.1.2015 wird das Schwitzen in der Sauna teurer. Grund dafür ist die Mehrwertsteuer. Bislang galt für Saunabäder der ermäßigte Steuersatz von 7 %. Mit dem neuen Jahr ist dieses Privileg weggefallen, sodass auch die Saunen den normalen Satz von 19 % zahlen müssen. Folge sind höhere Eintrittspreise.

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