Mogelpackungen: Mehr zahlen, weniger waschen

Die häufigsten Tricks, die Sie kennen sollten, damit Sie im Supermarkt durch Mogelpackungen nicht zu viel ausgeben

Schleichende Mehrausgaben durch Mogelpackungen / Bild: iStock

Schleichende Mehrausgaben durch Mogelpackungen / Bild: iStock

Haben Sie sich schon einmal darüber gewundert, warum das Waschmittel so schnell aufgebraucht ist, obwohl Sie gar nicht mehr gewaschen haben als sonst? Es könnte daran liegen, dass weniger in der Packung war.

Verbraucherschützer warnen immer wieder vor den sogenannten Mogelpackungen – also vor Tricks mit aufgebauschten Verpackungen oder großen Dosen, die viel Inhalt versprechen, aber wenig enthalten. Die Verbraucherzentrale Hamburg kürt regelmäßig die Mogelpackung des Monats. In diesem Monat hat das Waschmittel eines bekannten Herstellers den Titel gewonnen, bei dem die Verpackung überarbeitet wurde:

„Die Anzahl der Waschladungen, für die eine Packung des Flüssigwaschmittels ausreicht, ist von 18 auf 16 gesunken, eine Packung des Pulvers schafft nur noch 15 anstatt 16 Waschladungen“, haben die Hamburger Verbraucherschützer festgestellt. Gleichzeitig wurde der Packungspreis erhöht, sodass unter dem Strich eine Preiserhöhung von bis zu 36 Prozent herauskomme.

Wer sich vor solche schleichenden Mehrausgaben schützen will, sollte im Supermarkt beim Einkauf genau hinschauen. Ein Blick auf die Inhaltsangaben lohnt sich – insbesondere dann, wenn die Hersteller eine Überarbeitung des Designs in die Regale stellen. Hier sind einige der häufigsten Tricks, die Sie kennen sollten.

Trick 1: Große Packung, wenig Inhalt

Das ist die häufige Methode, die auch bei dem Waschmittel aus dem Eingangsbeispiel angewendet wurde. Die Packungsgröße bleibt gleich, aber der Inhalt wird reduziert. Weiteres Beispiel: Bei einer bekannten Windelmarke ist die Zahl der enthaltenen Windeln in den vergangenen sechs Jahren von 47 auf 44 gesunken.

Tricks 2: Mehr Inhalt!

Bestimmt kennen Sie die Aufkleber oder Werbeaufdrucke an vielen Produkten: „Jetzt mehr Inhalt“ – beispielsweise 600 statt bisher 500 Milliliter beim Spülmittel. Der Haken an der Sache: Immer wieder wird gleichzeitig der Preis erhöht – und das deutlich stärker, als es die zusätzliche Menge rechtfertigen würde.

Trick 3: Jede Scheibe etwas kleiner

Dieser Trick funktioniert gut bei vielen Lebensmitteln, die stückweise oder in Scheiben verkauft werden. Beispielsweise Käse: Hier kann es vorkommen, dass wie immer zehn Scheiben in der Packung sind – aber die Scheiben sind kleiner oder dünner geworden bei gleichem Preis. Es lohnt sich also bei Mengenangaben auch aufs Gewicht zu achten, das auf der Packung angegeben werden muss.

Trick 4: Dosis erhöht

Halten auch Sie sich an die Anwendungs- und Dosierempfehlungen der Hersteller? Auch hier sollten Sie gut hinschauen. Manch ein Hersteller hat schon die Dosierempfehlungen einfach erhöht: Dann steht beispielsweise beim Spülmittel plötzlich: „Geben Sie 3 Milliliter auf 5 Liter Wasser“, wo vorher noch 2 Milliliter gereicht haben. Die Folge: Die Flasche ist schneller leer und es muss häufiger nachgekauft werden.

5 Gedanken zu „Mogelpackungen: Mehr zahlen, weniger waschen

  1. Daniel Düsentrieb

    Das war das erste und letzte Mal, dass ich ihren Newsletter gelesen habe.
    Völlig nutzlos Datenvolumem verbraucht!
    Jedem halbwegs kritischen Konsumenten sind diese Tricks bekannt.
    Für meinen Einkauf nachher wäre einzig die Nennung der betroffenen Produkte oder Hersteller hilfreich gewesen.
    Aber genau das fehlt.
    Schade, ich hatte es mir schon gedacht,

    1. 1822direkt

      Hallo Daniel Düsentrieb, herzlichen Dank für Ihr Feedback. Im Newsletter greifen wir immer wieder aktuelle Themen auf. So möchten wir ein möglichst breites Spektrum abbilden. Wir berichten neutral und möchten unsere Kunden lediglich informieren. Aus diesem Grund werden auch keine Produkte genannt. Ihren bei der Lektüre entstandenen Eindruck bedauern wir sehr. Schauen Sie sich doch einfach mal in unserem Blog um. Sicher sind auch spannende Themen für Sie dabei.

  2. Klaus Kiese

    Ausgerechnet die 1822 direkt berät also bei Mogelpackungen?! Lieber mal vor der eigenen Türe kehren, das „Kostenlose Girokonto“ ist schließlich auch nicht kostenlos, sondern kostet 3,90€/Monat, sogar als Gehaltskonto!

    1. 1822direkt

      Hallo Herr Kiese, gerne möchten wir für Transparenz sorgen. Unser Girokonto führen Sie bei einem regelmäßigen monatlichen Geldeingang kostenfrei – unabhängig von der Höhe des Betrags. Nur wenn in einem Monat einmal kein Geldeingang zu verzeichnen ist, werden günstige 3,90 Euro berechnet. Dies erläutern wir auch deutlich auf unserer Homepage. Wenn Sie weitere Fragen dazu haben, ist unsere Kundenbetreuung gerne für Sie da.

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