Mit ETFs bei der Geldanlage auf die Überholspur wechseln

Wer sein Vermögen mehren will, sollte lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld zu arbeiten, soll der legendäre US-Tycoon John D. Rockefeller sinngemäß einmal gesagt haben. Belegt ist dieser Spruch zwar nicht. Das tut aber auch gar nichts zur Sache. Denn es ist ohnehin kein Geheimnis: Beim Geld anlegen ist Köpfchen gefragt. Das gilt heute mehr denn je.

Auf der einen Seite sind zwar die Anlagemöglichkeiten vielfältiger geworden. Auf der anderen Seite müssen sich die Kapitalanleger aber auch völlig neuen Herausforderungen stellen. Oder wer hätte einst gedacht, dass die Renditen von Bundesanleihen oder die Zinsen auf Bank- oder Sparkasseneinlagen einmal gegen Null tendieren oder sogar ins Minus rutschen würden. Oder dass unvorhergesehene Ereignisse urplötzlich zu schweren Marktverwerfungen führen. Man denke nur an den Börsencrash durch das Coronavirus, der die Gewinne mehrerer Jahre zunichte machte. Oder an die Risiken, die von der Trump’schen Handelspolitik ausgehen. Tatsache ist, dass sich Anleger mit neuen Kapitalmarktrealitäten konfrontiert sehen. Das ganze Geld schnell mal irgendwo zu investieren und dort „verstauben“ zu lassen, das kann heutzutage nicht mehr der Anspruch sein – sogenannte ETFs (Exchange Traded Funds) bieten hier eine vielversprechende Lösung.

ETFs haben die Art, Vermögen anzulegen oder anzusparen, revolutioniert. Denn sie besitzen all die Eigenschaften, die Anleger an modernen Investmentprodukten schätzen. Sie sind transparent, diversifiziert, funktional und günstig. Doch was ist eine ETF-Anlage überhaupt? ETFs haben das Ziel, die Wertentwicklung eines Referenzindex – wie zum Beispiel dem DAX – so exakt wie möglich nachzubilden. Steigt der DAX zum Beispiel um ein Prozent, legt ein DAX-ETF idealerweise ebenfalls um etwa ein Prozent zu. Anleger können auf diese Weise mit nur einer Transaktion einen kompletten Aktienmarkt ins Depot nehmen. Weil ETFs einem Index folgen und nicht aktiv gemanagt werden, sind die Kosten vergleichsweise niedrig. Dieser Vorzug kann mit einem ETF-Sparplan auch zum Vermögensaufbau und zur Altersvorsorge genutzt werden.

Zugang zu den weltweiten Finanzmärkten

ETFs eröffnen Anlegern den Zugang zu neuen Anlagewelten. Investierbar sind mittlerweile nicht nur hunderte verschiedener Aktienindizes, angefangen von regionalen Benchmarks über Branchenkörbe bis hin zu Strategieindizes, sondern auch zahlreiche andere Anlageklassen wie Anleihen oder Rohstoffe. Indexfonds bieten Investoren somit die Möglichkeit, mit einigen wenigen Transaktionen ein gut diversifiziertes ETF-Portfolio zusammenstellen. Darüber hinaus können ETFs einfach und schnell an der Börse gehandelt werden. Ein- und Ausstieg sind somit jederzeit problemlos möglich.

Diversifikation einfach gemacht

Aufgrund ihrer günstigen Kostenstruktur, der Fülle an Referenzindizes sowie der guten Handelbarkeit lassen sich mit ETFs eine Vielzahl an Investmentstrategien umsetzen. Ein klassisches Einsatzgebiet ergibt sich aus der modernen Portfoliotheorie. Demnach weist ein gut diversifiziertes Portfolio ein deutlich geringeres Schwankungsrisiko auf, als ein Portfolio, das sich nur aus einem oder wenigen Wertpapieren zusammensetzt. Voraussetzung dafür ist, dass die Wertpapiere nicht oder nur bedingt miteinander korrelieren, will heißen, sie dürfen sich nicht zu sehr in die gleiche Richtung bewegen. Ist diese Anforderung erfüllt, sinkt das Gesamtrisiko, ohne dass die Ertragschancen darunter leiden. Portfoliooptimierung wird das genannt. Dazu können ETFs einen wichtigen Beitrag leisten. Zum einen, weil sie als Indexanlagen schon in sich diversifiziert sind. Zum anderen, weil sich die Risikostreuung durch die Hinzunahme weiterer ETFs oder aktiver Fonds noch erweitern lässt. Dazu ein einfaches Beispiel. Durch die Kombination eines Aktien-ETFs mit einem Renten-Fonds entsteht im Nu gemischtes Aktien-Anleihen-Portfolio.

Kinderleicht: Vermögensaufbau mit einem Sparplan

ETFs können genauso wie aktive Fonds nicht nur zur Einmalanlage genutzt werden, sondern auch zum langfristigen Vermögensaufbau beziehungsweise zur Altersvorsorge. Der Anleger erwirbt regelmäßig für einen bestimmten Betrag Fonds-Anteile, wobei er selbst über Höhe, Rhythmus und Zeitraum der Einzahlungen entscheidet. Anpassungen sind jederzeit möglich.

Aktiv vs. passiv: Was ist besser?

ETFs zählen zu den sogenannten passiven Investments, da der Manager eines Indexfonds keine eigenständigen Anlageentscheidungen trifft, sondern sich bei der Zusammenstellung des Portfolios nach der Allokation eines bestimmten Index richtet. Im Gegensatz dazu steht das aktive Management eines klassischen Investmentfonds. Ein aktiver Fondsmanager hat das Ziel, durch die gezielte Auswahl von Wertpapieren, die er als besonders aussichtsreich einstuft, eine bessere Rendite zu erzielen als der breite Markt. Die Selektion erfolgt zumeist auf Basis einer eingehenden fundamentalen und technischen Analyse von Einzeltiteln und Sektoren in Verbindung mit einer Bewertung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Auf diese Weise sollen nicht nur attraktive Titel identifiziert, sondern auch das Timing für Zu- und Verkäufe optimiert werden.

An den Finanzmärkten wird häufig darüber diskutiert, welcher der beiden Ansätze der Bessere ist. Aktiv oder passiv? Eine pauschale Antwort kann es auf diese Frage nicht geben. Beide Managementmethoden haben ihre Vorzüge und Besonderheiten. Während bei aktiv gemanagten Fonds die Managementleistung das wichtigste Erfolgskriterium darstellt, sind bei ETFs andere Qualitäten gefragt. Hier geht um eine möglichst exakte Indexabbildung, eine gute Handelbarkeit und geringe Kosten.

Aktive Fonds haben normalerweise höhere laufende Kosten. Diese Kostenbelastung ist grundsätzlich solange kein Problem, wenn es das aktive Management schafft, eine darüber hinausgehende Outperformance abzuliefern.

Auch aktives Management hat seine Vorteile

Aktiven Managern wird oft vorgeworfen, dass sie es nicht schaffen, den Markt beziehungsweise die Benchmark auf Dauer zu schlagen. Die Gründe dafür können Fehleinschätzung oder ein falsches Timing sein. Diese Gefahr besteht bei ETFs grundsätzlich nicht. Jedoch kann sich dieser Vorteil ins Gegenteil verkehren. Dazu ein Beispiel: Bei einem Abwärtstrend haben aktive Manager die Flexibilität, den Investitionsgrad zu senken und in sichere Geldmarktanlagen umzuschichten, um unnötige Kursverluste zu vermeiden. Bei ETFs ist das nicht möglich. Sie folgen starr dem Index, unabhängig von dessen Richtung. Darüber hinaus können aktive Manager im Unterschied zu passiven Indexanlagen die Gewichtung der Portfoliokomponenten individuell steuern. Auch das kann sich als Vorteil erweisen, etwa wenn ein Index von wenigen Schwergewichten dominiert wird und damit ein Klumpenrisiko enthält.

Wenn Sie also bei Ihrer Geldanlage auf Fonds setzen wollen, müssen Sie nun noch folgende Entscheidungen für sich treffen: Wollen Sie auf eigene Faust in einen (oder mehrere?) selbst gewählten Index investieren und sollten Sie dabei ETFs oder aktive Fonds nutzen? Oder sollten lieber Profis die Auswahl für Sie übernehmen? Entscheiden Sie sich für Letzteres, dann empfehlen wir Ihnen den digitalen Vermögensverwalter Moneyfarm. Moneyfarm stellt Ihnen ein für Sie passendes Portfolio aus bis zu 16 Fonds zusammen. Dabei kommen sowohl ETFs als auch aktive Fonds zum Einsatz – anlegen können Sie bereits ab 5.000 Euro. Erfahren Sie mehr über Moneyfarm bei der 1822direkt auf www.1822direkt.de/wertpapiere/moneyfarm/ueberblick.

Risikohinweis: Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Anlagen bzw. die Kurse der Investmentfonds wie auch die daraus fließenden Erträge sind Schwankungen unterworfen oder können ganz entfallen. Daher kann es passieren, dass Sie den von Ihnen angelegten Betrag nicht in voller Höhe zurückerhalten. Im Extremfall besteht auch das Risiko eines Totalverlustes Ihrer investierten Vermögenswerte. Die vergangene Wertentwicklung ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Verantwortlich für den Text ist Moneyfarm.

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