Mieten oder kaufen

Vielleicht haben Sie sich diese Fragen auch schon gestellt: Mieten oder kaufen? Flexibilität oder Sicherheit? Zahlung an den Vermieter oder Investition in die eigene Immobilie? Die 1822direkt zeigt die Vorteile beider Varianten und untersucht die Kosten anhand eines Rechenbeispiels.

Mieter vs. Hauseigentümer

Mieter werden von Hausbesitzern belächelt, weil sie monatlich Geld in fremdes Eigentum investieren. Hauseigentümer wiederum sind in den Augen der Mieter arm dran, weil sie für alle Reparaturen selbst aufkommen müssen. Während der Mieter sich freut, dass er nicht zur Kasse gebeten wird, wenn die Heizung kaputt ist, schwärmt der Hausbesitzer davon, dass er sein Haus gestalten kann wie es ihm passt. Beides hat natürlich seine Vorteile. Die Frage nach „Mieten oder kaufen“ kann nur nach der individuellen Situation beantwortet werden.

Haus mieten – die Vorteile

  • Flexibilität bei der Wahl des Wohnortes
  • Keine Verantwortung für die Instandhaltung des Hauses
  • Monatliche Ausgaben genau kalkulierbar
  • Auf veränderte Lebensumstände (z. B. Familienzuwachs) Änderungen im Wohnraum ( z. B. Bau einer Bahntrasse) kann flexibel reagiert werden

Haus kaufen – die Vorteile

  • Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit
  • Wohneigentum als Altersvorsorge
  • Platz für eine große Familie (Grundstück und Garten)
  • Sicherheit durch eigenen Besitz

Mieten oder kaufen – für wen lohnt sich was?

Wohneigentum lohnt sich z. B. für Paare mit gefestigter beruflicher Situation, die langfristig an einem Ort bleiben möchten. Denn vor allem der Faktor „Zeit“ spielt eine Rolle: In den ersten Jahren zahlen Hausbesitzer meist mehr als Mieter, langfristig kann es umgekehrt sein. Das Wohnen zur Miete lohnt sich für Menschen, die in der Wahl ihres Wohn- und Arbeitsortes flexibel bleiben möchten – denn ein zu früher Verkauf bedeutet meist Verluste. Mieten kann also auch heißen: Wohnen nach Wunsch ohne hohe Nebenkosten.

Mieten oder kaufen – ein Rechenbeispiel

Um die Frage nach dem Mieten oder Kaufen zu beantworten, muss gerechnet werden. Vor allem das Eigenkapital und der Zinssatz der Finanzierung sind entscheidend. Folgende Annahme wird getroffen:
Einem aktuellen Mietpreis von 850 Euro für 83 qm 2 in Berlin-West steht ein Kaufpreis von 150.000 Euro entgegen.

•    Eigenkapital: 20.000 Euro
•    Zinsbindung: 15 Jahre
•    Sollzinssatz: 2,88 %
•    Tilgung: 3 %

Ein Internetrechner kommt auf folgendes Ergebnis:

Beim Kauf beträgt die monatliche Belastung 765,05 Euro, der Immobilienwert nach 23 Jahren 189.357 Euro. Die monatliche Belastung ist bei einem Kauf geringer und das Vermögen höher. Es besteht jedoch eine Mindestbindung von 23 Jahren, die monatlichen Ausgaben beinhalten keine Rücklagen z. B. für Renovierungen und keine Nebenkosten.

Fazit

Für wen das Mieten oder Kaufen langfristig rentabler ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Im Rechenbeispiel ist die monatliche Zahlung zwar geringer als die Mietzahlung, es müssen zusätzlich jedoch noch Nebenkosten gezahlt werden. Entscheidend ist neben der finanziellen Situation vor allem der Typ Mensch: Möchten Sie lieber Sicherheit und etwas Ihr Eigen nennen oder möchten Sie lieber flexibel sein und Ihr Geld in andere Wunschträume investieren?

Bitte beachten Sie, dass es sich hier um eine nicht repräsentative Berechnung handelt, in der viele weitere Faktoren nicht berücksichtigt werden.

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