Mieten oder Kaufen: „Kann ich mir ein Haus leisten?“

Faustregeln für das benötigte Eigenkapital, Zusatzkosten beim Hauskauf und die monatliche Belastung

Kann ich mir ein Haus leisten? / Bild: iStock

Kann ich mir ein Haus leisten? / Bild: iStock

Die Mieten sind hoch und steigen in beliebten Wohngebieten sogar noch immer weiter. Gleichzeitig bleiben die Zinsen für Kredite niedrig und ein Anstieg ist noch nicht in Sicht. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen Gedanken darüber machen, ein Haus zu bauen oder eine Eigentumswohnung zu kaufen.

Was früher unbezahlbar schien, kann durch die niedrigen Kreditzinsen in greifbare Nähe rücken. Die ersten Fragen dann: „Kann ich mir ein Haus leisten? Wie hoch sind die Nebenkosten beim Hauskauf? Wie viel Eigenkapital brauche ich? Und wie hoch kann meine monatliche Belastung für Zinsen und Tilgung des Immobilienkredits sein?“ Dazu gibt es einige Faustregeln, die Ihnen eine erste Orientierung geben können – hier die wichtigsten:

Frage: „Wie viel Eigenkapital brauche ich?“

Hintergrund: Es ist zwar auch möglich, Kredite für die eigenen vier Wände ganz ohne Eigenkapital zu bekommen und eine Immobilie zu 100 % zu finanzieren. Doch es ist üblich, dass der Bauherr oder Immobilienkäufer einen Teil als Eigenkapital mitbringt. Für den Kreditgeber ist dann das Risiko geringer und für den Kreditnehmer die monatliche Belastung niedriger.

Das ist die Faustregel: Die meisten Experten empfehlen einen Eigenkapital von 20 bis 30 % der Kaufsumme. Beispiel: Wer ein Haus für 400.000 € kaufen oder bauen will, sollte 80.000 bis 120.000 € auf der hohen Kante haben, damit nur 70 bis 80 %, also 280.000 bis 320.000 € über Kredit finanziert werden.

Vorsicht bei den Nebenkosten beim Hauskauf!

Hintergrund: Wer beim Hauskauf oder -bau ernst macht, erlebt schnell eine Überraschung: Es wird beinahe immer teurer als erwartet. Die meisten vergessen bei der Suche nach einer passenden Immobilie die Nebenkosten, die schnell dafür sorgen, dass das geplante Budget deutlich überschritten wird.

Das ist die Faustregel: Rechnen Sie damit, dass beim Kauf eines Hauses Nebenkosten von bis zu 15 %; beim Bau zusätzlich von rund 20 % entstehen können. Das sind die größten Posten:

  • Notarkosten und Grundbucheintrag: 1,5 bis 2 % des Kaufpreises
  • Grunderwerbsteuer: 4,5 bis 6,5 % (je nach Bundesland)
  • Maklerprovision: 3 bis 7,14 % (natürlich nur dann, wenn ein Makler zwischengeschaltet ist) Baunebenkosten beim Bau: rund 15 % der Bausumme
  • Baunebenkosten beim Bau: rund 20 % der Bausumme (Baugenehmigung, Vermessung, Architekt, Versicherung, Baustrom und -wasser, Erschließung, Außenanlagen, Anschluss etc.)

Frage: „Wie hoch sollte meine Belastung sein?“

Hintergrund: Wenn Sie wissen, wie hoch Ihre Kreditsumme ist, können Sie schnell ausrechnen, wie hoch Ihre monatliche Belastung für Zinsen und Tilgung ausfällt.

Das ist die Faustregel: Finanzierungsexperten empfehlen immer wieder, dass die monatliche Rate möglichst nicht mehr als 40 % des Monatsnettoeinkommens beträgt. Wer eine höhere Belastung einplant, riskiert schnell, sich dauerhafte Geldsorgen einzuhandeln.

Tipp: Mit Hilfe der Checkliste der 1822direkt können Sie innerhalb von wenigen Minuten feststellen, wie viel Sie für die eigenen Wände maximal ausgeben können, wie hoch Ihre monatliche Belastung für den Immobilienkredit wäre und wie lange es dauert, bis das Haus oder die Wohnung Ihnen gehört.

Mehr Informationen zur Baufinanzierung der 1822direkt

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