Lohnt sich ein Zweitjob für Sie?

Antworten auf häufige Fragen zum steuergünstigen Nebenjob

Es gibt zwei Möglichkeiten, um mehr Geld anzusparen: Entweder Sie geben weniger aus, oder Sie verdienen mehr Geld. Wenn Sie schon alle Sparmöglichkeiten ausgenutzt haben oder sich einfach nicht weiter einschränken wollen, bleibt oft nur noch die zweite Möglichkeit. Hier haben Sie allerdings zunehmend bessere Karten:

Minijobs, auch 450-€-Jobs oder im Amtsdeutsch geringfügige Beschäftigungen genannt, sind im Trend. Seit Anfang des Jahres gibt es in den meisten Branchen den Mindestlohn, der auch für Minijobs gilt. Viele Arbeitgeber stellen überwiegend Minijobber ein, um flexibel zu bleiben. Kein Wunder also, dass sich die Zahl der Bundesbürger mit einem Nebenjob in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hat.

Haben auch Sie sich schon einmal gefragt, ob Sie mit einem Minijob nebenher Ihr Einkommen aufbessern sollten, und was Sie dabei beachten müssen? Hier sind die Antworten auf die häufigsten Fragen:

Frage: „Was macht einen 450-€-Job interessant?“

Antwort: Für den Arbeitnehmer ist die Pauschalversteuerung interessant. Der Lohn beim Minijob wird nicht mit den normalen Lohnsteuern und Sozialbeiträgen belastet, die für normale Arbeitsverhältnisse gelten.

Frage: „Darf ich überhaupt einen zweiten Job haben?“

Antwort: Grundsätzlich darf jeder einen Minijob annehmen – auch neben einer Hauptbeschäftigung. Natürlich darf die Hauptbeschäftigung nicht darunter leiden. Und Sie sollten in Ihrem Arbeitsvertrag nachschauen. Dort kann nämlich vereinbart sein, dass Sie Ihren Hauptarbeitgeber darüber informieren müssen. Probleme kann es dann geben, wenn die Nebentätigkeit mit den Interessen des Arbeitgebers kollidiert. Beispiel: Der Minijob ist bei einem Konkurrenten des Hauptarbeitgebers.

Frage: „Wie viele Jobs kann ich annehmen?“

Antwort: Wichtig ist, dass die Verdienstgrenze von 450 € im Monat nicht überschritten wird. Sie dürfen also auch zwei Minijobs annehmen, bei denen Sie jeweils beispielsweise 200 € im Monat verdienen. Zusammen wären das 400 € – also weniger als 450 und damit kein Problem. Sobald Sie aber im Monat zusammengenommen mehr als 450 € verdienen – egal ob durch einen einzigen oder mehrere Minijobs –, gibt es ein Problem. Dann müssten Steuern und Sozialbeiträge gezahlt werden und der Nebenjob würde zu einem richtigen Job.

Frage: „Kann ich im Nebenjob weiterarbeiten, wenn ich Urlaub habe oder krank bin?“

Antwort: Beides ist problematisch. Nicht nur Sie als Arbeitnehmer haben Anspruch auf Erholung. Auch Ihr Arbeitgeber kann darauf pochen, dass Sie sich durch arbeitsfreie Zeit im Urlaub Kräfte sammeln und dadurch Ihre Arbeitskraft erhalten. Deshalb sollten Sie sich auch vom Nebenjob freinehmen, wenn Sie Urlaub haben. Und wenn Sie in der Haupttätigkeit krankgeschrieben sind, sollten Sie keinesfalls den Nebenjob ausüben. Denn dann droht sogar die Kündigung.

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