Lassen Sie sich vom Bahnstreik nicht lahmlegen

Mitfahrgelegenheit

Lassen Sie sich vom Bahnstreik nicht lahmlegen: Wie Sie durch Mitfahrgelegenheiten mobil bleiben – © iStock

 

Wie Sie durch Mitfahrgelegenheiten mobil bleiben

Was Sie dabei beachten sollten, um keine böse Überraschung zu erleben

Der Bahnstreik legt Deutschland wieder einmal lahm. Sitzen auch Sie fest oder kommen nicht weg wie geplant? Sind die Fernbusse ausgebucht? Oder ein Mietauto ist zu teuer? Dann gibt es noch eine Alternative, die sonst meist nur preisbewusste Schüler und Studenten nutzen: die Mitfahrgelegenheit. Die Idee ist einfach: Autofahrer, die allein oder zu zwei eine weitere Strecke fahren, bieten über eine Zentrale an, Mitfahrer mitzunehmen. Das ist eine der billigsten Arten, von A nach B zu kommen. In der Regel liegt der Preis bei etwa 5 bi 10 € pro 100 km.

Wenn auch Sie angesichts des Streiks an eine Reise per Mitfahrgelegenheit denken, sollten Sie ein paar wichtige Tipps kennen:

  • Kurzfristig und flexibel denken: Oft entscheiden sich die Autofahrer erst kurz vor der Reise, Plätze im Auto anzubieten. Das erschwert aber die langfristige Planung. Wer also ganz sicher in kurzer Zeit zu einem festen Termin ankommen will, sucht besser eine andere Reisemöglichkeit.
  • Preis und Bedingungen klären: Die genannte Preisspanne von 5 bis 10 € pro 100 km ist nur ein Richtwert. Den Preis können die Fahrer in der Regel selbst bestimmen. Wichtig deshalb: Klären Sie vor der Reise die genauen Konditionen mit dem Anbieter, damit es später nicht zu Missverständnissen oder Auseinandersetzungen über die Kosten kommt.
  • Auf den Ort schauen: Prüfen Sie genau, wo der Anbieter hinfährt. Will er beispielsweise nur in einen Vorort und setzt sie dort ab, können noch Ausgaben für ein Bus- oder Bahnticket zu Ihrem endgültigen Ziel anfallen, die den Gesamtfahrpreis nach oben treiben.
  • Schäden und Unfälle: Als Beifahrer sind Sie im Fall der Fälle über die Versicherung des Autohalters mitversichert. Doch Achtung: Diese Versicherung gilt nicht für Sachschäden. Geht während der Fahrt der teure Laptop kaputt, weil er bei der harten Bremsung auf den Boden fällt, müssen Sie selbst dafür aufkommen. Das heißt: Nehmen Sie wertvolle Gegenstände nur mit, wenn es unbedingt notwendig ist.
  • Vorsicht, Falle! Die Versicherung gilt nur, wenn es sich beim Fahrer um eine Privatperson handelt. Haben Sie den Verdacht, dass ein Anbieter gewerblich Mitfahrer mitnimmt, um einen Verdienst zu erzielen, verfällt gegebenenfalls der Versicherungsschutz. Ein Zeichen dafür, dass es sich um einen verdeckten gewerblichen Anbieter handeln könnte, ist beispielsweise, dass der Fahrer mit einem Kleinbus unterwegs ist, der auf die Mitnahme von weiteren Personen geradezu angelegt ist. Suchen Sie im Zweifel einen anderen Anbieter.

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