Kompetente Steuerberatung: Erwarten Sie ruhig ein wenig mehr!

Beispiele zeigen: Was ein Steuerberater für Sie leisten muss und was Sie tun können, wenn er Fehler macht

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und schon taucht am Horizont die Frage auf: Wann und wie erledigen Sie die nächste Steuererklärung? Und holen Sie genügend für sich heraus? Verpassen Sie vielleicht Steuervorteile oder eine Steuerersparnis?

Dann kommt schnell die Idee auf, eine professionelle Steuerberatung in Anspruch zu nehmen. Denn der nimmt Ihnen nicht nur die Arbeit ab – er muss auch dafür geradestehen, wenn ein Fehler passiert und Sie dadurch einen Nachteil bei der Steuer haben. Zwei reale Beispiele zeigen, was Sie erwarten können:

Tipp: Ihr Steuerberater muss aktiv nachfragen, ob bei Ihnen Ausgaben vorliegen, die zu einer Steuerersparnis führen könnten.

Beispielsfall: Ein Steuerzahler hatte Zahnarztkosten in Höhe von 40.000 €. Solche Kosten können – sofern medizinisch notwendig – steuerlich als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden und führen zu einer Steuerersparnis. Seinem Steuerberater, dem er die Fertigstellung seiner Steuererklärung übertragen hatte, hatte er nichts von den Zahnarztkosten gesagt, weil er nicht wusste, dass er dadurch einen Steuervorteil erhält. Als ihm dies später auffiel, beantragte der Steuerzahler vergeblich die nachträgliche Änderung des Steuerbescheids.

Die Sache ging vor Gericht: Und die Richter urteilten im folgenden Rechtsstreit, dass der Steuerberater seinen Mandanten hätte besser aufklären und danach fragen müssen, ob es möglicherweise außergewöhnliche Belastungen gegeben habe. Ein Steuerberater dürfe sich nicht darauf verlassen, dass der Mandant ihm alle Unterlagen komplett und so aufbereitet übergibt, dass keine Nachfragen mehr notwendig seien (Bundesfinanzhof, Az. VI R 58/07).

  • Dieser Fall zeigt: Ist Ihnen wegen mangelnder Steuerberatung ein gravierender Steuernachteil entstanden? Wenn Sie sich auf dieses Urteil berufen, haben Sie gute Chancen, sich das entgangene Geld bei Ihrem Steuerberater zurückzuholen. In den Ruin treiben Sie ihn dadurch nicht, da er gegen solche Forderungen versichert ist.

Tipp: Auf die Auskunft Ihres Steuerberaters müssen Sie sich verlassen können

Beispielsfall: Ein Ehepaar wollte seine Eigentumswohnung verkaufen, die es vor acht Jahren gekauft hatte. Der Ehemann rief bei seiner Steuerberatung an, die die Verhältnisse und die Wohnung des Paares seit Jahren kannte. In dem Gespräch erkundigte sich der Ehemann, ob der Preis und der geplante Verkaufszeitpunkt günstig seien. Dies bejahte der Steuerberater. Was er aber versäumte: Er wies seinen Mandanten nicht darauf hin, dass – wenn er die Wohnung innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist verkaufen wolle – Steuern fällig werden würden. Im folgenden Rechtsstreit, der schließlich vor dem Bundesgerichtshof entschieden wurde, verurteilten die Richter den Steuerberater zum Schadensersatz (Bundesgerichtshof, Az. IX ZR 12/05).

  • Das heißt für Sie: Wenn Sie aufgrund falscher oder nicht ausreichender Beratung eines Steuerberaters einen Steuervorteil verpasst haben, haben Sie gute Chancen auf Schadenersatzzahlungen.

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