Wie Eltern sparen können

Kleine Kinder, kleine Ausgaben – Große Kinder, große Ausgaben – Oder: Wie Eltern sparen können

„Hätte ich nur schon früher angefangen, etwas Geld für die Ausbildung meiner Kinder zurückzulegen!“ – Das ist ein typischer Stoßseufzer von Eltern, die das Studium für ein oder zwei Kinder finanzieren. Kein Wunder:

Die Ausbildung für die Kinder kann immer schneller zu einer spürbaren Belastung werden, weil die Mieten in den Universitätsstädten auch für bescheidene Studentenzimmer stark steigen. Hinzu kommen die Studiengebühren. Und in vielen Fächern machen es anspruchsvollere Stunden- und Lehrpläne dem studierenden Nachwuchs immer schwerer, selbst nebenher ein paar Euro zu verdienen.

Wenn der Sohn oder die Tochter dann hoffnungsfroh ins Studium startet und 500, 600, 700 Euro oder gar mehr im Monat braucht, haben die Eltern gut lachen, die für diesen Moment Geld zurückgelegt haben.

Der nötige Ansparbetrag und die daraus resultierende monatliche Rücklage lassen sich leicht ausrechnen. Wichtig ist aber, dass Sie dann eine Sparmöglichkeit wählen, die Ihnen Flexibilität lässt. Vielleicht ändern sich die Pläne und Ansprüche Ihrer Kinder? Oder Ihr eigenes Einkommen ändert sich, so dass Sie mehr oder weniger zurücklegen könnten. Dann ist es wichtig, dass die gewählte Sparmöglichkeit flexibel ist.

Tipp: Prüfen Sie deshalb, ob die Ansparrate jederzeit geändert werden kann und eine Kündigung oder Aussetzung problemlos ohne Verluste möglich ist.

Die meisten Eltern, die Geld für die Ausbildung der Kinder zurücklegen, entscheiden sich für eine dieser drei Alternativen:

  • Sparpläne mit Beträgen, die auf ein Tages- oder Festgeldkonto gezahlt werden
  • Sparpläne mit Einzahlungen in einen Fonds
  • Ausbildungsversicherung

Hier ein Blick auf die Vor- und Nachteile

  • Sparplan mit Fest- oder Tagesgeldkonto: Das ist die sicherste und einfachste Form. Die Zinsen sind planbar. Das gibt zusätzliche Sicherheit. Im Vergleich zu den Gewinnmöglichkeiten bei riskanteren Geldanlageformen sind die Zinsen allerdings niedriger.
  • Fondssparplan: Mit Fondssparplänen bleiben Sie flexibel und können durch den Cost-Average Effekt von günstigen Kaufpreisen profitieren. Natürlich können auch Fondssparpläne nicht vor generellen Anlagerisiken wie Wertschwankungen, Kursverlusten bzw. Währungsrisiken schützen. Informieren Sie sich daher stets in den wesentlichen Anlegerinformationen über die Risiken des jeweiligen Fonds.
  • Ausbildungsversicherung: Bei diesen Versicherungen wird der Vermögensaufbau in der Regel mit einer Art Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung verknüpft. Können die Eltern die Raten aufgrund eines Unglücksfalls nicht mehr aufbringen, springt die Versicherung ein und sichert so die Ausbildung des Nachwuchses. Das hört sich vernünftig an. Wegen hoher Abschlussgebühren bekommen die Versicherten oft nur sehr geringe Renditen und in manchen Fällen sogar weniger Geld heraus, als sie im Laufe der Zeit eingezahlt haben.

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