Kennen Sie diese Tricks der Taschendiebe?

Aktuelle Statistik: Zahl der Taschendiebstähle nimmt dramatisch zu

Haben Sie sich schon einmal ausgemalt, wie Sie sich fühlen, wenn Sie von einer Sekunde auf die andere ohne Portemonnaie, Brieftasche und Handy dastehen? Das gesamte Bargeld weg, alle Karten weg, keine Möglichkeit, jemanden anzurufen… Die meisten Menschen fühlen sich dann so, als würde ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen. Die schlechte Nachricht ist:

Genau das passiert immer häufiger: Taschendiebstahl!

135.617 Taschendiebstähle wurden 2013 in Deutschland bei der Polizei angezeigt. So viel wie noch nie zuvor. Die Zahl entspricht einem Anstieg von 15,6 % gegenüber dem Vorjahr. Allein in Düsseldorf gab es 8.299 Fälle, so die aktuelle Statistik des Bundeskriminalamts. „Deutschland ist das Königreich der Langfinger“, schrieb die Tageszeitung „Die Welt“ kürzlich schon in einer Schlagzeile.

Grund genug also, sich zu schützen. Wer Sicherheit gewinnen will, sollte zwei Vorsorgemaßnahmen treffen: 1. Minimieren Sie das Risiko! Und 2. Sorgen Sie für den Fall der Fälle vor und halten Sie den möglichen Schaden gering. Hier die wichtigsten Tipps zu beiden Punkten:

Tipp 1: So minimieren Sie das Risiko

  • Auf die Handtasche achten! Die meisten Opfer von Taschendiebstählen sind Frauen. Der Grund dafür sind die Handtaschen. Ein Portemonnaie in der Handtasche, die geöffnet über der Schulter hängt, ist eine einfachere Beute als die Geldbörse in der Hosentasche. Bleiben Sie also mit der Handtasche wachsam: Halten Sie die Tasche geschlossen. Hängen Sie sie nicht achtlos über die Schulter. Wenn es geht: Tragen Sie die wichtigsten Gegenstände wie ein kleines Portemonnaie, Ausweis etc. möglichst am Körper in verschlossenen Innentaschen, damit sie erst gar nicht aus der Tasche gestohlen werden können.
  • Vorsicht ist besonders da geboten, wo viele Menschen sind! Die meisten Taschendiebstähle passieren dort, wo sich viele Menschen aufhalten: bei Veranstaltungen, in Bussen und Bahnen etc.
  • Bleiben Sie wachsam, wenn Sie von Fremden angesprochen, abgelenkt oder angerempelt werden! Machen Sie sich klar, dass Taschendiebe meist in Banden arbeiten: Einer lenkt das Opfer ab, der andere greift dann möglichst unbemerkt in die Tasche. Berüchtigt sind etwa der Rempel-Trick (ein Dieb rempelt das Opfer an, der andere räumt im gleichen Moment die Tasche leer) oder der Beschmutzer-Trick (das Opfer wird „versehentlich“ mit Ketchup oder Eis bekleckert, und der Komplize versucht dann aufwendig, den Fleck zu entfernen, während der andere in die Tasche greift).

Tipp 2: Halten Sie den möglichen Schaden gering

Da 100%ige Sicherheit nie zu erreichen ist, sorgen Sie dafür, dass im Fall eines Taschendiebstahls der Schaden möglichst gering bleibt. Zum Beispiel:

  • Nehmen Sie möglichst wenig Bargeld mit.
  • Wenn Sie mehrere Konten und EC-Karten haben, tragen Sie nicht alle Karten in einem Portemonnaie mit sich.
  • Nehmen Sie bei Großveranstaltungen, wenn es geht, nur ein billiges Zweithandy mit. Deponieren Sie einen Ersatzschlüssel für Ihre Wohnung bei Freunden.
  • Notieren Sie alle Service-Nummern an immer greifbarer Stelle, damit Sie umgehend alle Karten sperren lassen können.

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