ISIN und WKN: Was steckt hinter den Nummern?

Wertpapierkennnummern ISIN und WKN / Bild: iStock

Wertpapierkennnummern ISIN und WKN / Bild: iStock

Wer sein eigenes Depot eröffnet und in Aktien, Fonds oder andere Wertpapiere investiert, sollte diese Nummern kennen

Wer sich mit Aktien, Fonds und Wertpapieren beschäftigt, stößt sofort auf zwei Buchstaben und Zahlenfolgen, die zusammen mit den Namen auftauchen. Und der Einsteiger fragt sich sofort: „Was hat es damit auf sich? Muss ich diese Nummern kennen?“

Die Antwort ist einfach: Jedes Wertpapier, das an der Börse gehandelt wird, braucht zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer: Das ist die Wertpapierkennnummer – abgekürzt WKN. Das ist in Deutschland eine sechsstellige Folge aus Buchstaben und Zahlen.

Diese 1955 eingeführte deutsche Kennnummer wurde bereits 2003 offiziell durch eine einheitliche internationale Kennziffer ersetzt – nämlich durch die ISIN (International Securities Identification Number), damit Aktien weltweit eine einheitliche Kennziffer haben. Die ISIN hat zwölf Stellen: Eine zweistellige Länderkennung zu Beginn, gefolgt von zehn Zahlen.

Allerdings wurde die deutsche WKN beibehalten, so dass bei Wertpapieren in der Regel beide Kennnummern genannt werden.

Die Nummern sind praktisch, wenn Sie beispielsweise eine Aktie für Ihr Depot kaufen wollen. Sie geben dann nur eine der beiden Kennnummern ein und finden das gesuchte Wertpapier sofort. Um Verwechslungen zu vermeiden, sollten Sie aber immer noch einmal den Namen genau prüfen.

ISIN – Null oder großes O? – Das ist hier die Frage

Wer schon einmal eine längere ISIN abgetippt oder aufgeschrieben hat, um eine Aktie zu ordern oder um sich ein Wertpapier zu notieren, kennt vielleicht dieses häufige Problem: „Ist das jetzt eine Null oder ein großes O?“

Die Frage lässt sich glücklicherweise schnell beantworten und das Problem dadurch leicht klären:

Bei der ISIN kann ein Buchstabe nur in den ersten beiden Stellen auftauchen, also in der Länderkennung, die das Ursprungsland des Wertpapiers kennzeichnet. Der Rest sind immer Zahlen.

Beispiel: Die Aktie des norwegischen Luftfahrtunternehmens „Norwegian Air Shuttle“ hat die ISIN NO0010196140. Je nach Schriftart ist hier der Buchstabe O und die Null schwer zu unterscheiden, und es kann zu Fehleingaben kommen. Mit der Regel ist es jedoch ganz einfach: Die ersten beiden Stellen, also die Länderkennung, bestehen immer aus Buchstaben: in diesem Fall NO für Norwegen. Die restlichen zehn Stellen sind (bis auf wenige Ausnahmen) immer Zahlen.

Auch bei der deutschen WKN ist eine Verwechslung von Zahlen und Buchstaben nicht möglich, wenn Sie die Regeln kennen: Neben den Zahlen sind nur Großbuchstaben erlaubt – ausgeschlossen sind dabei aber O und I, damit es keine Verwechslungen mit der Null und der Eins gibt.

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