Ihr Kind – fit im Umgang mit Taschengeld?

3 Tipps, mit denen Sie Ihren Kindern helfen, den entspannten Umgang mit Geld zu lernen

Geld ist ein entscheidendes Thema im Leben – überraschenderweise hält sich die Schule bei diesem Thema meist komplett heraus. Ein Schulfach wie „Umgang mit Geld“ oder „Geldanlage“ steht nirgends auf dem Schulplan – auch wenn Experten das immer wieder fordern. Wenn Sie Kinder haben, sind Sie deshalb auf sich selbst gestellt. Die folgenden Tipps können dabei Orientierung geben.

Tipp 1: Mit Taschengeld früh beginnen

Wann sollte ich meinem Kind das erste Taschengeld geben? Die meisten Experten empfehlen hier: spätestens zur Einschulung, also mit etwa 6 Jahren. Wenn das Kind möchte und mit den Beträgen schon richtig rechnen kann, auch schon früher.

Denn spätestens in der Schule lernt das Kind viele Möglichkeiten kennen, Geld auszugeben, wenn beispielsweise der Süßwarenladen auf dem Schulweg lockt. Hier findet sich das Kind am leichtesten zurecht, wenn es eigenes Geld hat und weiß, wie es sich dieses einteilt.

Tipp 2: Eisern bleiben

Taschengeld hilft den Kindern, den Umgang mit Geld zu lernen. Das heißt: Bleiben Sie eisern, wenn das am Anfang noch nicht so gut funktioniert. Kredit oder ein Vorschuss auf die nächste Auszahlung sollten tabu sein, auch wenn das Kind noch so darum bittet. Denn nur auf diese Weise kann der Nachwuchs lernen, dass jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann.

Psychologen empfehlen auch, das Taschengeld immer pünktlich in der vereinbarten Höhe auszuzahlen. So hat das Kind ein Vorbild für Pünktlichkeit und Klarheit im Umgang mit Geld. Das Taschengeld als Belohnung für Leistung einzusetzen, wird nicht empfohlen. Wird das Taschengeld beispielsweise bei schlechten Leistungen in der Schule oder bei Unartigkeiten gekürzt, wird das Thema „Geld“ unnötig emotional aufgeladen und belastet.

Tipp 3: Offen über das eigene Budget und den Lohn reden

„Über Geld spricht man nicht!“ – Das offene Gespräch über Geld oder die Höhe des Gehalts ist in Deutschland immer noch eine Seltenheit. Sogar innerhalb von Familien. Kinder wissen oft nicht, wie viel die Eltern verdienen. Und die Eltern geben ausweichende Antworten, weil sie Angst haben, dass der Nachwuchs im Kindergarten oder in der Schule über die finanziellen Verhältnisse der Familie plaudern könnte.

Ist Geld ein solches Tabu- und Geheim-Thema in der Familie, erleichtert das nicht gerade, den richtigen Umgang mit Geld zu lernen. Deshalb plädieren Erziehungsexperten für einen offenen Umgang mit dem Thema „Geld“. Dazu ist es nicht einmal nötig, dem Kind die Höhe des eigenen Gehalts zu verraten. Stattdessen reicht es etwa, ganz offen über die Höhe des monatlichen Familien-Budgets zu sprechen: Wie viel Geld ist danach für Wohnung und Miete, für Lebensmittel und Auto etc. eingeplant. Und wie viel steht danach zur freien Verfügung? Wenn der Sohn oder die Tochter darüber Bescheid wissen, verstehen sie möglicherweise, warum nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann. Und sie lernen schon früh, sich Geld einzuteilen.

 

 

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