Identitätsdiebstahl: Wenn Hacker auf Ihre Kosten shoppen gehen wollen

3 einfache Tipps gegen Identitätsdiebstahl, mit denen Sie sich schützen und sicherer surfen

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Achtung Identitätsdiebstahl / Bild: iStock

Stellen Sie sich vor: Ein krimineller Hacker übernimmt im Internet Ihre Identität, bestellt mit Ihren Abmeldedaten bei Online-Händlern oder postet Unsinn in sozialen Netzwerken mit Ihrem Namen …

Ein solcher Identitätsdiebstahl ist nicht nur lästig und ärgerlich: Er kann auch teuer werden. Mitunter dauert es Monate, um die Forderungen von Händlern abzuwehren, bei denen Waren bestellt wurden.

Wie funktioniert Phishing?

  1. Der Betrüger erstellt gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten, häufig angereichert mit persönlichen Angaben der Zielpersonen, wie z.B. Namen, Kundennummer, o.ä.
  2. Der angesprochene Bürger soll aus einem glaubhaften Grund (z.B. Androhung wegen Zahlungsverzuges, Empfangsbestätigung von Paketdiensten, Steuerrückzahlung, Online-Spende etc.), dem Link in der E-Mail/Kurznachricht auf die gefälschte Webseite folgen. Diese ist dann von der Originalseite kaum zu unterscheiden.
  3. Dort wird er um die Eingabe weiterer Daten aus vielerlei sehr realistisch klingenden aber frei erfunden Gründen gebeten.

Grund genug also, sich gegen Identitätsdiebstahl zu schützen. Hier sind einige Tipps:

Tipp 1: Bleiben Sie bei Phishing wachsam!

Eine der häufigsten Ursachen für Identitätsklau sind die so genannten Phishing Mails und Internetseiten. Dabei versenden die Kriminellen täuschend echt aussehende E-Mails, die von großen Online-Kaufhäusern oder Bezahldiensten zu stammen scheinen. Dort werden die arglosen Kunden aufgefordert, einem Link zur vermeintlichen Anbieterseite zu folgen und Anmeldedaten oder weitere andere persönliche Angaben einzugeben. Da diese Mails immer echter aussehen, fallen immer noch viele darauf herein.

Halten Sie sich an die Regel: Geben Sie grundsätzlich niemals auf Aufforderung Anmeldedaten oder Passwörter ein, wenn Sie nicht selbst im Internet-Browser die Seite des jeweiligen Anbieters angesteuert haben.

Tipp 2: Vorsicht bei der Anmeldung über andere Dienste!

Viele Online-Dienste oder Apps erlauben eine Anmeldung über den Account, der schon in sozialen Netzwerken, vor allem bei Facebook und Twitter oder bei Google vorhanden ist. Das ist praktisch, weil Dienste wie „Facebook Connect“ die langwierige Registrierung ersparen und kein zusätzliches Passwort nötig ist. Aber Achtung: Sicherheitsrisiken entstehen dadurch, dass Facebook Connect und Co. immer wieder Phishing-Angriffen ausgesetzt sind. Das heißt: Wer nicht aufpasst, kann versehentlich sein Facebook-Passwort freigeben.

Tipp 3: Nutzen Sie sichere Passwörter

Kriminelle knacken Online-Accounts, indem sie Passwörter einfach ausprobieren. Das heißt: Sicherheit bieten vor allem lange Passwörter. Programme, die alle möglichen Buchstabenkombinationen ausprobieren, um das Passwort herauszufinden, brauchen umso länger, je länger das Passwort ist.

Ein sicheres Passwort sollte 8 oder mehr Zeichen lang sein und nicht im Wörterbuch stehen. Neben Buchstaben sollte es auch Ziffern und Sonderzeichen enthalten. Tabu sind Namen von Familienmitgliedern, des Haustieres, des besten Freundes oder des Lieblingsstars.

Aber wie können Sie sich ein langes Passwort merken? Ihre Lösung:

Um ein komplexes und dennoch leicht zu merkendes Passwort zu konstruieren, empfiehlt sich ein Merksatz als Eselsbrücke. Dabei denkt sich der Nutzer einen Satz aus und benutzt von jedem Wort beispielsweise nur den ersten Buchstaben. Anschließend verwandelt man bestimmt Buchstaben in Zahlen oder Sonderzeichen. So wird zum Beispiel aus dem Merksatz „Morgens stehe ich auf und putze meine Zähne.“ das Passwort „Ms1a&pmZ“.

Achten Sie bitte darauf Ihr Passwort nicht mehrmals für unterschiedliche Zwecke zu verwenden. Denn gerät das Passwort eines einzelnen Dienstes in falsche Hände, sind auch die anderen Dienste nicht mehr geschützt.

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