Haushaltsbuch führen und den Überblick über die monatlichen Fixkosten behalten!

Eine regelmäßige Einnahmen Ausgaben Rechnung kann große Sparpotenziale zum Vorschein bringen

Kennen Sie das Problem: Sie sind den ganzen Monat über vorsichtig mit den Ausgaben, Sie vermeiden unüberlegte Spontankäufe und unnötige Ausgaben. Trotzdem wird es nach der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung knapp oder es bleibt nicht so viel übrig wie geplant – mit der Rücklage wird es daher nichts. Ursache dafür meist: Die monatlichen Fixkosten.

So behalten Sie den Fixkosten-Überblick / Bild: iStock

So behalten Sie den Fixkosten-Überblick / Bild: iStock

Monatliche Ausgaben und Verpflichtungen, die langsam und unbemerkt immer mehr geworden sind. Einzeln betrachtet, sind die Ausgaben oft klein oder sogar nicht der Rede wert. Doch zusammengenommen können sie im Laufe der Zeit zu einem ernst zu nehmenden Posten werden, der Sorgen bereiten und Sparziele zunichtemachen kann.

Machen Sie deshalb regelmäßig – am besten schon, bevor es Probleme gibt – einen Check Ihrer regelmäßigen Ausgaben, zum Beispiel könnten Sie ein Haushaltsbuch führen. Prüfen Sie

  • ob die Ausgaben noch notwendig sind und
  • ob es günstigere Alternativen gibt.

Der Anfang des Jahres ist ein guter Zeitpunkt für Ihre Fixkosten-Prüfung. So stellen Sie sicher, dass Ihnen Ihre regelmäßigen Ausgaben 2016 nicht über den Kopf wachsen. Hier sind die drei ersten Ansatzpunkte:

Versteckte Fixkosten im Büro

Häufig unterschätzt werden regelmäßige Ausgaben bei der Arbeit. Der tägliche Gang in die Kantine oder zum Foodtruck, der Latte von der Cafékette … Ohne groß darüber nachzudenken, kommen für die Leckereien zwischendurch oder zur Mittagszeit Beträge von täglich 10 bis 15 € zusammen. Hat ein Monat 23 Arbeitstage, kommt so die erstaunliche Summe von 230 bis 345 € zusammen. Tausende aufs Jahr gerechnet.

Tipp: Prüfen Sie, welche täglichen Ausgaben Sie für Essen und Getränke unterwegs haben: Ist der teure Coffee to go auf dem Weg zur Arbeit notwendig? Wenn Sie ihn durch einen eigenen Kaffee ersetzen, bleiben pro Tag 3 Euro mehr in der Geldbörse. Hoch gerechnet sparen Sie so monatliche Kosten von 69 €. Bei zwölf Monaten im Jahr sogar fast 1.000€!
Und können Sie sich nicht auch einen leckeren Salat selbst vorbereiten und in der Dose mit zur Arbeit nehmen und sich so die Ausgaben für den Foodtruck sparen?

Durch kürzeres Duschen die Fixkosten senken

Die Stromkosten steigen beinahe jährlich. Die Vorauszahlungen und Abrechnungen fressen deshalb immer mehr vom Budget auf. Hier können Sie nicht nur die monatlichen Kosten senken, wenn Sie zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Stromsparendes Verhalten bringt zusätzlich Geld in die Kassen. Beispiel: Wer gerne ausgiebig duscht und sein Heißwasser mit einem Strom-Durchlauferhitzer erzeugt, hat großes Sparpotenzial. Beispiel: Für eine ausgiebige Dusche mit rund 150 Litern Wasser und 37 Grad Temperatur zahlt er rund 0,80 €. Wenn Sie die Duschdauer halbieren, sind das 0,40 € pro Tag. So können die monatlichen Fixkosten um 12€ pro Person gesenkt werden.

Sind Handyverträge wirklich notwendig?

Eine besonders häufige Fixkostenfalle sind die monatlichen Kosten bei Handyverträgen. Die meisten Kunden lassen sich von „subventionierten“ 0-€-Smartphones blenden, die es beim Abschluss eines Zweijahresvertrags gibt. Wer genau nachrechnet, stellt aber schnell fest: In den meisten Fällen ist es günstiger, das Handy selbst zu kaufen oder ein altes weiter zu nutzen und einen Vertrag ohne Gerät abzuschließen. So können die monatlichen Fixkosten leicht um 10 bis 20 € senken.

Weitere Fixkostenfallen im Schnellüberblick

  • Abonnements für Zeitschriften oder Internetdienste: Prüfen Sie regelmäßig, ob Sie die Zeitschrift überhaupt noch gern lesen oder die Dienste nutzen – ansonsten können Sie sich diese monatlichen Ausgaben auch sparen!
  • Versicherungen: Checken Sie einmal im Jahr, ob Sie die jeweilige Versicherung überhaupt noch benötigen oder ob es günstigere Anbieter gibt.
  • Heizung: Wenn Sie Ihre Raumtemperatur nur um 1 Grad senken, können Sie mitunter einen 3-stelligen Betrag pro Jahr bei den Heizkosten einsparen.

Wie häufig gehen Sie essen oder bestellen etwas beim Pizzadienst? Hier kommen – ähnlich wie bei den täglichen Ausgaben aus Tipp 1 – oft erstaunlich große Summen zusammen, die viel Sparpotenzial bieten. Auch hier hilft: Haushaltsbuch führen!

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